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Bencic powert sich gegen Naomi Osaka zum Sieg. Bild: EPA/EPA

Belinda Bencic feiert Geburtstag und ihr aktuelles Hoch «mit einem kleinen Bier»

Die Schweizer Tennis-Elite macht dem Publikum wieder Freude. Belinda Bencic spielt so gut wie seit vier Jahren nicht mehr. Und Roger Federer ist nach dem Aus von Djokovic plötzlich Favorit auf den Titel.

Publiziert: 13.03.19, 16:59

Für Belinda Bencic gab es zuletzt gleich doppelten Grund zum Feiern. Vor drei Tagen feierte die Ostschweizerin ihren 22. Geburtstag. Zudem befindet sie sich derzeit in der erfolgreichsten Phase in ihrer Karriere, seit sie 2015 mit dem Turniersieg in Toronto unter die besten Zehn der Weltrangliste vorgestossen ist.

Ende Februar schlug sie in Dubai vier Top-10-Spielerinnen und holte sich den dritten Turniersieg ihrer Karriere. Aktuell hat sie in Indian Wells mit einem deutlichen Sieg gegen die Weltnummer 1 Naomi Osaka einen weiteren Höhepunkt gefeiert.

«Ich bin gut in die Ballwechsel gekommen und konnte sie diktieren. Zudem habe ich Naomi keine Zeit gegeben und gut aufgeschlagen», erklärt Bencic ihren jüngsten Erfolg. Sie sei nicht unschlagbar, aber sie habe viel Selbstvertrauen auf dem Platz und das lasse sie die richtigen Entscheidungen treffen.

Auch Naomi Osaka zollte der Ostschweizerin grossen Respekt: «Eigentlich müsste ich nach einer Niederlage mit diesem Ergebnis frustriert und niedergeschlagen sein», sagte sie. «Das ist aber nicht der Fall, denn ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich versuchte taktische Änderungen und blieb während des Spiels positiv. Aber nichts half. Sie spielte einfach zu gut.»

Den Geburtstag habe sie bereits gefeiert. «Nach den Siegen gönne ich mir mit meinem Vater und Martin (Freund und Fitnesstrainer Martin Hromkovic) manchmal ein kleines Bier.» Dass ihr auf dem Platz noch ein Geburtstagsständchen gesungen wurde, war der Schweizerin aber sichtlich unangenehm.

Nun wartet die tschechische Weltnummer 5 Karolina Pliskova auf die 22-Jährige. Die beiden sind gut befreundet, haben auf der Tour aber noch nie gegeneinander gespielt: «Wir haben schon zusammen trainiert. Sie schlägt super auf und schlägt die Bälle hart und flach.» Das Ziel sei es, wie gegen Osaka schnell in die Ballwechsel hineinzukommen und das Diktat zu übernehmen.

Auch Federer zufrieden

Belinda Bencic ist nicht alleine dabei, die Schweizer Flagge in Indian Wells hochzuhalten. Roger Federer und Stan Wawrinka lieferten sich in der dritten Runde ein spannendes Duell, mit dem besseren Ende für Federer.

«Es lief perfekt für mich, ich kann sehr zufrieden sein», sagte der Basler nach dem 6:3, 6:4-Sieg. «Er hatte etwas Mühe, ins Spiel zu kommen, wohl auch, weil ich sehr gut variierte.» Dennoch ist sich Federer sicher, dass Wawrinka bald wieder ganz vorne mitspielen kann: «Es braucht nicht mehr viel, dass er wieder in den Top-20 steht. Bald beginnt die Sandsaison, dort kann er viel erreichen.»

Freunde neben, Konkurrenten auf dem Platz: Stan Wawrinka muss Roger Federer zu einem weiteren Sieg gratulieren. Bild: AP/AP

Wawrinka selbst trauerte der Startphase des Spiels nach. «Verkrampft» habe er begonnen. Und das erste Break habe er Federer mit Fehlern geschenkt. Wawrinka: «Danach war er nicht mehr zu stoppen. In Führung liegend spielte er unglaublich souverän.»

«Ausserdem bewegte ich mich nicht gut genug, um gegen Federer eine Chance zu haben», fügte Wawrinka noch an. Die Nachwirkungen des Zweitrundenspiels gegen den Ungarn Marton Fucsovics machten sich bemerkbar. Diese Partie hatte Wawrinka am Sonntag erst nach dreieinhalb Stunden gewonnen. Vor dem Showdown gegen Federer stand Wawrinka sechs Stunden lang auf dem Court, derweil sich Federer gegen den Deutschen Peter Gojowczyk nicht übermässig hatte anstrengen müssen (6:1, 7:5). (abu/sda)

Roger Federer vs. Micky Maus: Das Dance-Off

Video: srf

Federer vs. Wawrinka – die bisherigen Duelle

Gemeinsam wurden sie Olympiasieger und holten den Davis Cup. Aber Stan Wawrinka und Roger Federer standen auch schon oft als Gegner auf dem Platz. 23 der 26 Duelle gingen dabei an Federer. AP/AP / Mark J. Terrill
French Open 2019: Im Viertelfinal kommt es zu einem hochklassigen Duell, welches Roger Federer nach 3 Stunden und 35 Minuten mit 7:6,4:6,7:6 und 6:4 für sich entscheidet. AP/AP / Jean-Francois Badias
Indian Wellls 2019: Auf Hartplatz ist für Wawrinka gegen Federer einfach kein Kraut gewachsen. In der 3. Runde in der kalifornischen Wüste ist Stan gegen Kumpel Roger mal wieder chancenlos und verliert 3:6, 4:6. AP/AP / Mark J. Terrill
Cincinnati 2018: Federer – Wawrinka 21:3: Der Viertelfinal auf dem schnellen Court von Cincinnati ist eine enge Angelegenheit. Am Ende siegt Federer 6:7, 7:6, 6:2. AP/AP / John Minchillo
Indian Wells 2017: Federer – Wawrinka 20:3: Im hochklassigen Final lässt ein überragender Roger Stan keine Chance und siegt 6:4, 7:5. EPA/EPA / PAUL BUCK
Australian Open 2017: Federer – Wawrinka 19:3: Im Halbfinal gewinnt Roger gegen Stan 7:5, 6:3, 1:6, 4:6, 6:3. EPA/AAP / TRACEY NEARMY
World Tour Finals 2015: Federer – Wawrinka 18:3: Im Halbfinal gewinnt Roger gegen Stan 7:5, 6:3. Den Final verliert er dann gegen Novak Djokovic. EPA/EPA / WILL OLIVER
US Open 2015: Federer – Wawrinka 17:3: Im Halbfinal macht Roger kurzen Prozess mit dem absolut chancenlosen Stan und gewinnt 6:4, 6:3, 6:1. Den 18. Grand-Slam-Titel holt der «Maestro» aber nicht, Djokovic ist im Final zu stark. AP/FR51951 AP / Bill Kostroun
French Open 2015: Federer – Wawrinka 16:3: Auf dem Weg zu seinem French-Open-Titel besiegt Stan seinen Kumpel Roger im Viertelfinal ziemlich locker in drei Sätzen 6:4, 6:3, 7:6. Getty Images Europe / Dan Istitene
Rom 2015: Federer – Wawrinka 16:2: Stan ist im Halbfinal von Rom chancenlos und verliert 4:6, 2:6. IPP / Emiliano Cavaliere/IPP
World Tour Finals 2014: Federer – Wawrinka 15:2: In der bislang dramatischsten Partie der beiden gewinnt Roger im Halbfinal gegen Stan 4:6, 7:5, 7:6, obwohl er über weitere Strecken der schwächere Spieler ist. Unvergessen: der «Cry Baby»-Zwischenruf von Mirka Federer. AP/AP / Tim Ireland
Wimbledon 2014: Federer – Wawrinka 14:2: Bei seinem Lieblingsturnier dreht Roger im Viertelfinal erst nach verlorenem Startsatz auf und bodigt den müden Stan mit 3:6, 7:6, 6:4, 6:4. X90004 / TOBY MELVILLE
Monte Carlo 2014: Federer – Wawrinka 13:2: Stan schlägt Roger im Final von Monte Carlo 4:6, 7:5, 6:2 und holt sich seinen ersten Masters-1000-Titel. Erika Tanaka / Erika Tanaka/freshfocus
Indian Wells 2013: Federer – Wawrinka 13:1: Im Achtelfinal liefern sich Roger und Stan ein hart umkämpftes Duell, das der Baselbieter schliesslich mit 6:3, 6:7 und 7:5 für sich entscheidet. EPA / JOHN G. MABANGLO
Schanghai 2012: Federer – Wawrinka 12:1: Stan hält wieder gut mit, muss sich im Achtelfinal aber dennoch mit 6:4, 6:7 und 0:6 geschlagen geben. AP / EUGENE HOSHIKO
Cincinnati 2012: Federer – Wawrinka 11:1: Auf dem schnellsten Court der Tour ist Stan gegen Roger deutlich unterlegen und verliert 6:7, 3:6. AP / AL BEHRMAN
Basel 2011: Federer – Wawrinka 10:1: Im bislang einzigen Duell auf Schweizer Boden hat Roger im Halbfinal seines Heimturniers die Nase vorn und siegt 7:6, 6:2. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
French Open 2011: Federer – Wawrinka 9:1: Im Achtelfinal lässt Roger Stan beim 6:3, 6:2 und 7:5 überhaupt keine Chance. AP / MICHEL EULER
Indian Wells 2011: Federer – Wawrinka 8:1: Die beiden spielen in der kalifornischen Wüste zusammen Doppel und treffen im Viertelfinal aufeinander. Roger besiegt Stan klar mit 6:3, 6:4. AP / DARRON CUMMINGS
Australian Open 2011: Federer – Wawrinka 7:1: Stan arbeitet sich in Melbourne bis in den Viertelfinal vor und muss sich dort von Roger teilweise vorführen lassen. Er verliert 1:6, 3:6 und 3:6. AP / SHUJI KAJIYAMA
Stockholm 2010: Federer – Wawrinka 6:1: Im Viertelfinal hätte Stan eigentlich gewinnen müssen, doch Roger fängt sich nach einem katastrophalen ersten Satz und bodigt Stan 2:6, 6:3, 6:2. AP SCANPIX SWEDEN / FREDRIK SANDBERG / SCANPIX
French Open 2010: Federer – Wawrinka 5:1: Beim ersten Duell über drei Gewinnsätze ist Stan überfordert und verliert im Achtelfinal 3:6, 6:7, 2:6. EPA / GUILLAUME HORCAJUELO
Madrid 2010: Federer – Wawrinka 4:1: Es ist der klarste Sieg von Roger gegen Stan, 6:3, 6:1 gewinnt er im Achtelfinal. AP / ANDRES KUDACKI
Montreal 2009: Federer – Wawrinka 3:1: Stan hält im Achtelfinal gut mit, zieht am Ende aber ohne Satzgewinn den Kürzeren, Roger siegt 6:3, 7:6. AP / Andrew Brownbill
Monte Carlo 2009: Federer – Wawrinka 2:1: Stan gewinnt im Achtelfinal sensationell 6:4, 7:5, die Partie geht als «Königsmord von Monte Carlo» in die Geschichte ein. AP / LIONEL CIRONNEAU
Dubai 2006: Federer – Wawrinka 2:0: Beim zweiten Duell mit Roger schafft es Stan zum ersten Mal ins Tiebreak, verliert in der 2. Runde aber dennoch 6:7, 3:6. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
Rotterdam 2005: Federer – Wawrinka 1:0: Das erste Duell der beiden Schweizer geht klar an Roger, im Achtelfinal schlägt er den damals knapp 20-jährigen Stan 6:1, 6:4. KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI

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