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Die Macht der Skeptiker schwindet: Ausweitung der Zertifikatspflicht könnte bald kommen

Noch treiben Massnahmengegner und Impfzögerer die Politik vor sich her. Auf sie wird viel Rücksicht genommen. Das könnte sich bald ändern, die Stimmung kippt.

Publiziert: 04.09.21, 08:36 Aktualisiert: 04.09.21, 08:36
Pascal Ritter und Francesco Benini / ch media

Immer kleiner, immer lauter: Protest gegen das Covid-Zertifikat in Luzern. Bild: Keystone

Die Mehrheit der Kantone war dafür, die Ärzte aus den Intensivstationen waren dafür, der Chef der Impfkommission war dafür, FDP, Mitte, Grüne und GLP hatten nichts dagegen. Und trotzdem verzichtete der Bundesrat am Mittwoch auf die Ausdehnung der Zertifikatspflicht auf Restaurants und Fitnesscenter. Die Coronaskeptiker von «Mass-Voll» jubelten: «Der massive Widerstand» habe sich gelohnt.

Dabei ist der Widerstand in letzter Zeit zwar schriller, aber kleiner geworden. Im März marschierten noch 8000 Personen durch Liestal, in St.Gallen waren vor einer Woche noch 450. Derweil steigt die Zahl derer, denen eine Zertifikatspflicht im Alltag kaum mehr Probleme bereitet, weil sie geimpft sind. Gegen 60 Prozent der Gesamtbevölkerung hat mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Gemäss Forschungsinstitut Sotomo lehnten im Juni gerade mal 12 Prozent der Befragten die Impfung kategorisch ab, weitere 9 Prozent sind «eher» dagegen.

Zertifikatspflicht könnte schon bald ausgeweitet werden

Der Aufschub der Zertifikatspflicht lässt sich trotz des Jubels der Massnahmengegner auch mit der deklarierten Strategie des Bundesrates erklären: Er will erst reagieren, wenn die Spitäler quasi kurz vor dem Kollaps stehen. Die Landesregierung sah offiziell von den Verschärfungen ab, weil die Ansteckungszahlen zuletzt rückläufig waren. Zudem rechnen Insider in Bundesbern damit, dass die Ausweitung der Zertifikatspflicht diesen Herbst so oder so kommt. Der Bundesrat wird am kommenden Mittwoch wahrscheinlich erneut über die Frage beraten. Die Ausweitung der Zertifikatspflicht könnte also schon nächste Woche kommen.

Beschliessen Alain Berset und seine Ratskolleginnen und -kollegen schon nächste Woche die Zertifikats-Ausweitung? Bild: keystone

Dennoch hätte mit einer schnelleren Einführung wertvolle Zeit gewonnen werden können. Bereits jetzt werden in den Spitälern Operationen wegen der vielen Covid-Patienten verschoben. Das Zögern des Bundesrates reiht sich ein in eine Politik der grossen Rücksicht auf die impfskeptische Minderheit. Man erinnere sich an die ersten Impf-Plakate, die lediglich dazu aufriefen, sich zu informieren. Gesetzliche Bestimmungen setzen der Werbung für Arzneimittel Grenzen, aber so viel Zurückhaltung müsste nicht sein. Während umliegende Länder längst auf Zertifikate setzen, scheut die Schweiz den Schritt - trotz hoher Fallzahlen.

SP befürwortet Zertifikatspflicht, die SVP kämpft dagegen

Politisches Gewicht erhalten Impfzögerer und Massnahmengegner vor allem durch die SVP. Bundesrat Ueli Maurer kokettierte damit, sich nur einmal impfen zu wollen. Mittlerweile ist auch er ganz geimpft, und einzelne Führungsfiguren wie Christoph Blocher und Roger Köppel empfehlen die Spritze. Eine Zertifikatspflicht will die SVP aber auf keinen Fall. Dank der Unterstützung der Partei kann das zweite Referendum gegen das Covid-19-Gesetz, wo es vor allem um die Zertifikate geht, erst einen gewissen Druck auf die Regierung ausüben.

Empfiehlt die Impfung, ist aber gegen eine Zertifikatspflicht: Roger Köppel, SVP-Nationalrat des Kantons Zürich und Verleger der «Weltwoche». Bild: keystone

Die SP setzt sich stark fürs Impfen ein, mit der Zertifikatspflicht wird sie aber auch nicht wirklich warm. Co-Präsident Cedric Wermuth sagt:

«Die Zertifikatspflicht muss Ultima Ratio bleiben, um Restaurant-Schliessungen und einen erneuten Lockdown für alle zu verhindern.»

Cedric Wermuth Bild: keystone

Besonders unglücklich findet er die gleichzeitige Abschaffung der kostenlosen Tests. Er befürchtet, es könnte kontraproduktiv sein, Druck aufzusetzen, solange der Zugang zur Impfung nicht einfacher sei. Die Unternehmen und viele Kantone täten dafür aber noch zu wenig. Wermuths Rücksicht auf Ungeimpfte zielt nicht auf die schrillen Impfgegner mit den Kuhglocken ab. Er spricht von Personen aus seinem Umfeld, die noch unsicher seien. Druck könne bei ihnen auch eine Abwehrhaltung auslösen.

Mitte-Politikerin Ruth Humbel ist Präsidentin der Gesundheitskommission des Nationalrates und hat sich früh für das Zertifikat ausgesprochen. Sie sagt:

«Ohne Druck geht es nicht.»

Ruth Humbel. Bild: keystone

Den Rückstand der Schweiz beim Impfen führt sie auch auf eine Art «Wohlstandsverwahrlosung» zurück. Selbst Impfgegner zählten darauf, im Notfall doch noch eine Vorzugsbehandlung zu erhalten. «Aber es kann doch nicht sein, dass nun wegen solcher Leute Operationen verschoben werden.» Humbel glaubt, dass die Aktionen der Impfgegner eine gewisse Wirkung entfalten. «Wenn man ständig mit E-Mails bombardiert wird, wo von einer Diktatur die Rede ist, dann kann das dazu führen, dass mancher Politiker unbedingt diesen Eindruck vermeiden will.»

Die Geduld mit den Impfmuffeln geht zu Ende

Die Geduld der Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) mit den Impfgegnern ist am Ende. Diese Woche sagte sie im «Tages-Anzeiger»: «Wer Impfgegner ist, der müsste eigentlich eine Patientenverfügung ausfüllen, worin er bestätigt, dass er im Fall einer Covid-Erkrankung keine Spital- und Intensivbehandlung will.» Und auch im Volk brodelt es. Das kann man sich in Roger Schawinskis «Talkradio» auf Radio 1 anhören, das sich zu einem Corona-Sorgentelefon für die Bevölkerung entwickelt hat. Ungefiltert sagen Hörer, was sie denken. Da ist immer viel Skepsis gegenüber den Massnahmen und der Impfung dabei.

Die Geduld der Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) mit den Impfgegnern ist am Ende. Bild: keystone

In letzter Zeit häufen sich aber ungehaltene Voten von Geimpften. In der aktuellen Sendung sagte ein Hörer: «Wir können doch unser Gesundheitswesen nicht an die Wand fahren, nur weil wir ein paar impfkritische Zeitgenossen haben. Die muss man hart anpacken.» Ein anderer Hörer schlug vor, Menschen, die andere mit Corona anstecken wegen «Verbreitens menschlicher Krankheiten» zu belangen. Schawinski sagt dazu:

«Ich habe den Eindruck, die Impfgegner sind sich am Verschlaufen. Es braucht einen gewissen Mut, bei mir anzurufen. Den bringen nun vermehrt flammende Befürworter von Impfung und Zertifikatspflicht auf.»

Lange Zeit sei den Zögerern und Skeptikern viel Verständnis entgegengebracht worden. Nun sei die Geduld vieler Hörer «aber langsam, aber sicher am Ende.»

Bis zum 28. November dürfte die Zahl der Ungeimpften weiter schrumpfen. Wie gross die Geduld der Bevölkerung dann noch ist, wird sich zeigen. Es ist der Tag der zweiten Abstimmung über das Covid-19-Gesetz. (bzbasel.ch)

Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

31. Dezember 2019: Erste Meldungen über eine mysteriöse Lungenkrankheit, die in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen ist, werden publiziert. 27 Erkrankte sind identifiziert. keystone
15. Januar: Das neuartige Coronavirus wird ausserhalb Chinas bestätigt. Der Erreger wird mit Hilfe einer Genom-Analyse bei einer Frau in Thailand nachgewiesen. EPA / RUNGROJ YONGRIT
22. Januar: Krisentreffen der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf. Die Flughäfen Zürich und Genf warten vorerst ab. EPA / SALVATORE DI NOLFI
23. Januar: Die chinesischen Behörden riegeln die Elf-Millionen-Metropole Wuhan ab. Das BAG äussert sich «eher beunruhigt» über die Dynamik und Entwicklung des Coronavirus. EPA / STRINGER
25. Januar: Die neue Lungenkrankheit breitet sich in China stark aus und erreicht Europa. In Frankreich werden drei Fälle nachgewiesen. EPA / ARNOLD JEROCKI
26. Januar: Der Bund verschärft die Meldepflicht zum Coronavirus. Ärzte und Laboratorien müssen Fälle mit Verdacht auf eine Corona-Infektion innerhalb von zwei Stunden den Behörden melden. AP / Salvatore Di Nolfi
30. Januar: Das BAG schaltet eine kostenlose Hotline auf, um Fragen zum Coronavirus aus der Bevölkerung zu beantworten. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
21. Februar: Die Schweizer Gesundheitsbehörden nehmen über 20 Personen in der Schweiz in Quarantäne. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
25. Februar: Erster bestätigter Fall von Covid-19 in der Schweiz. KEYSTONE / DENIS BALIBOUSE
27. Februar: Start der Präventionskampagne des BAG gegen das Coronavirus: Hände waschen, in den Ellbogen oder ein Taschentuch husten und niesen und bei Husten und Fieber zu Hause bleiben. TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI
28. Februar: Der Bundesrat verbietet alle Grossevents mit mehr als 1000 Personen. Er ruft die «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz aus. Er erlässt drei Hygieneregeln. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
5. März: Das erste Coronavirus-Todesopfer in der Schweiz: Eine 74-jährige Frau stirbt im Universitätsspital Lausanne. Insgesamt zählt die Schweiz 87 bestätigte Infektionen. KEYSTONE / DENIS BALIBOUSE
6. März: Der Bundesrat rät von Besuchen in Alters- und Pflegeheimen sowie Spitälern ab. ÖV-Reisen in Stosszeiten sollen wenn möglich vermieden werden. KEYSTONE / LEANDRE DUGGAN
11. März: Der Kanton Tessin ruft den Notstand aus und schliesst alle nicht-obligatorischen Schulen. Auch sämtliche Kinos, Theater, Schwimmbäder, Clubs und Ähnliches werden geschlossen. Die Zahl der Infizierten steigt schweizweit auf 645 Fälle. In mehreren Städten kommt es zu Hamsterkäufen. KEYSTONE / Alessandro Crinari
16. März: Der Bundesrat schliesst Schulen und Ausbildungsstätten bis vorerst 4. April. Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind verboten. In Bars, Restaurants und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten. TI-PRESS / SAMUEL GOLAY
15. März: Das Parlament bricht seine Frühlingssession ab. In der Schweiz sind 2220 Fälle positiv getestet. Basel-Land schliesst alle Restaurants und Läden, die nicht der Grundversorgung dienen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
16. März: Der Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage». Truppen werden mobilisiert, Veranstaltungen verboten. Geschäfte und Lokale müssen schliessen, nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen. Die Grenzen werden geschlossen. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
19. März: Das Angebot des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz wird schrittweise reduziert. Alle Urlaube in Rekrutenschulen und Wiederholungskursen sind gestrichen. Der Kanton Uri verhängt eine Ausgangssperre für Menschen über 65 Jahre. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
20. März: Versammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. Der Bundesrat schnürt ein gut 40 Milliarden Franken schweres Hilfspaket für die an den Folgen der Pandemie leidende Wirtschaft. Desinfektionsmittel und Schutzmaterial sind Mangelware. Nicht notfallmässige Operationen in Spitälern werden verboten. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
24./25. März: Die Einreisebeschränkungen werden auf alle Schengen-Staaten ausgedehnt. KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
24. März: In der Schweiz gibt es bereits 90 Todesfälle. Fast 9000 Personen haben sich mit dem Virus angesteckt. EPA / LAURENT GILLIERON
3. April: Der Bundesrat stockt die Wirtschaftshilfe auf 40 Milliarden Franken auf. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
4. April: Fast jeder vierte Erwerbstätige in der Schweiz, d.h. 1,3 Millionen Menschen, befindet sich inzwischen in Kurzarbeit. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
8. April: Der Bundesrat verlängert den Lockdown bis zum 26. April und mahnt, an Ostern trotz des schönen Wetters zu Hause zu bleiben. Für die Zeit nach dem 26. April kündigt er langsame Lockerungen an. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
16. April: Der Bundesrat beschliesst erste Lockerungen. Am 27. April dürfen Coiffeurgeschäfte, Baumärkte und Gartencenter wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. Zwei Wochen später soll der Unterricht an den obligatorischen Schulen wieder aufgenommen werden. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
29. April: In der bisher grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz werden in 35 Flügen über 7000 Menschen in die Schweiz zurückgeholt. KEYSTONE / CHRISTIAN MERZ
27. April: Coiffeure, Baumärkte und Gartencenter dürfen wieder öffnen und die Einschränkungen für Spitäler werden aufgehoben. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
4. bis 6. Mai: Die ausserordentliche Session des Bundesparlaments wird in die Messehallen der Bernexpo verlegt. Die eidgenössischen Räte geben grünes Licht für ein mittlerweile rund 57 Milliarden Franken schweres Corona-Kreditpaket. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
11. Mai: Neben den obligatorischen Schulen dürfen auch Läden, Cafés, Restaurants, Fitnesscenter, Bibliotheken und Museen wieder öffnen, falls sie Schutzvorkehrungen getroffen haben. Der öffentliche Verkehr fährt wieder weitgehend nach Normalfahrplan KEYSTONE/Ti-Press / Elia Bianchi
6. Juni: Kinos, Theater, Zoos, Skilifte, Campingplätze, Schwimmbäder und nachobligatorische Schulen können den Betrieb wieder aufnehmen. Die 30-Personen-Grenze für Veranstaltungen wird durch eine 300-Personen-Obergrenze ersetzt. keystone / GAETAN BALLY
15. Juni: Die Schweiz öffnet ihre Grenzen zu allen EU-Mitgliedsstaaten und Grossbritannien wieder. keystone / GIAN EHRENZELLER
22. Juni: Der Bundesrat kündigt weitere Lockerungen an. Versammlungen von bis zu 1000 Personen sind unter Einhaltung von Schutzkonzepten erlaubt. Weitere Einschränkungen werden für Gaststätten und Diskotheken aufgehoben. keystone / PETER SCHNEIDER
1. Juli: Der Bundesrat ordnet eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr an für Personen ab 12 Jahren. Die Pflicht gilt ab 6. Juli in Zügen, Trams und Bussen, Bergbahnen, Seilbahnen und auf Schiffen. sda / GIAN EHRENZELLER
6. August: Angehörige von Staaten ausserhalb des Schengenraums dürfen nicht in die Schweiz einreisen – mit Ausnahme von vorerst 20 Ländern. Damit bestehen Corona-bedingte Einreisesperren für 160 Länder. sda / ENNIO LEANZA
1. Oktober: Grossanlässe mit über 1000 Personen sind wieder erlaubt. Es gelten jedoch strenge Auflagen. keystone / ALEXANDRA WEY
7./8. Oktober: Die Ansteckungszahlen steigen schweizweit auf über 1000 pro Tag. Das Tessin reagiert mit Schliessungen von Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen. keystone / Pablo Gianinazzi
19. Oktober: Die Maskentragpflicht wird ausgeweitet auf alle geschlossenen öffentlichen Innenräume, einschliesslich Bahnsteige, Bushaltestellen und Flughäfen. keystone / Anex Anthony
28. Oktober: Einzelne Kantone rufen die Armee um Unterstützung an. Der Bundesrat beschliesst weitere Massnahmen um einen zweiten Lockdown zu verhindern, unter anderem die Zulassung von Schnelltests, eine Maskenpflicht im Freien, das Verbot von privaten Treffen mit mehr als zehn Personen und die Schliessung von Discos. keystone / PETER KLAUNZER
4./5./6. November: Die Zahl der Neuinfektionen steigen schweizweit auf über 10'000 pro Tag. Neuenburg, Waadt, Freiburg und Wallis schliessen Bars und Restaurants. sda / OLIVIER MAIRE
13. November: Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat von Moderna ein drittes Zulassungsgesuch für einen Corona-Impfstoff erhalten. Mitte Oktober hatte Pfizer/Biontech ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff eingereicht und bereits Anfang Oktober Astrazeneca. keystone / ORESTIS PANAGIOTOU
18. November: Um Firmen und Sportvereine zu unterstützen, stellt der Bundesrat nicht 400 Millionen, sondern neu eine Milliarde Franken zur Verfügung. keystone / ANTHONY ANEX
24. November: Die Zahl der Neuansteckungen halbiert sich innert zweier Wochen. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
9. Dezember: Die Vereinigte Bundesversammlung gedenkt in einer Schweigeminute der Covid-Toten in der Schweiz. keystone / PETER SCHNEIDER
12. Dezember: Auf Anordnung des Bundesrates werden schweizweit Restaurants, Bars, Geschäfte, Märkte, Museen, Bibliotheken, Freizeit- und Sportzentren zwischen 19 Uhr und 6 Uhr morgens geschlossen. keystone / ANTHONY ANEX
18. Dezember: Der Bundessrat schliesst alle Restaurants sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen. Die Kapazität von Läden wird weiter eingeschränkt. Zudem wird der Einsatz von Schnelltests erweitert. keystone / ANTHONY ANEX
19. Dezember: Swissmedic erteilt die Zulassung für den Pfizer/Biontech-Impfstoff. Es ist der erste in der Schweiz zugelassene Impfstoff gegen Coronaviren. keystone / Bilal Hussein
20. Dezember: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt setzt Flüge zwischen der Schweiz und Grossbritannien und Südafrika aus, da in diesen Ländern neue ansteckendere Coronaviren entdeckt worden sind. keystone / URS FLUEELER
22. Dezember: Schweizer Skigebiete dürfen mit kantonaler Genehmigung öffnen. Die Nachbarländer, mit Ausnahme von Österreich, schliessen ihre Skigebiete. Sport-, Kultur- und Freizeitzentren und Zoos müssen schliessen. keystone / MARCEL BIERI
23. Dezember: Impfstart in der Schweiz: Als erste Person wird eine 90-jährige Frau im Kanton Luzern geimpft. Auch in vier weiteren Kantonen erhalten Senioren die ersten Impfungen. sda / URS FLUEELER
24. Dezember: Die neue Variante des Coronavirus aus Grossbritannien wird in der Schweiz in zwei Proben von Briten nachgewiesen, die in der Schweiz positiv getestet wurden. Die Rückführung britischer Touristen beginnt. keystone / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
4./5. Januar 2021: In 25 Kantonen wird geimpft – die Ausnahme ist Bern. keystone / ALEXANDRA WEY
12. Januar: Der Verein «Freunde der Verfassung» reicht ein von knapp 90'000 Personen unterzeichnetes Referendum gegen das Covid-19-Gesetz ein, das die vom Bundesrat ergriffenen Massnahmen gegen die Pandemie auf gesetzliche Basis stellt. Das Gesetz gilt bis Ende 2021. Swissmedic erteilt dem zweiten Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna die Zulassung für die Schweiz. sda / LAURENT GILLIERON
13. Januar: Der Bundesrat verlängert die Corona-Massnahmen um fünf Wochen bis Ende Februar und beschliesst weitere Massnahmen. Offen bleiben die obligatorischen Schulen. Betriebe erhalten zusätzliche Finanzhilfen des Bundes. keystone / PETER KLAUNZER
18./19. Januar: Die neuen strengeren Corona-Schutzmassnahmen treten in Kraft. Unter anderen müssen Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, schliessen. Rund 110'000 Impfungen sind bisher verabreicht worden. keystone / URS FLUEELER
27. Januar: Der Bundesrat setzt neu auf Massentests und ermöglicht eine kürzere Quarantäne. Zudem beantragt er dem Parlament, die Wirtschaftshilfen für Härtefälle weiter auszubauen. sda / GIAN EHRENZELLER
29. Januar: In Nidwalden und Uri fehlen Impfungen um fristgerecht Zweitimpfungen durchzuführen. Bislang sind eine halbe Million Impfdosen geliefert und rund 260'000 Impfungen verabreicht worden. keystone / PETER KLAUNZER
7. Februar: In der Schweiz gelten für Reisende aus dem Ausland teils schärfere Bestimmungen. Vor dem Abflug in die Schweiz müssen alle einen negativen Corona-Test vorweisen. sda / CHRISTIAN BEUTLER

Herr Impfexperte, was wird uns da eigentlich gespritzt?

Video: watson / lea bloch

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