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Von den 2500 Mitarbeitenden in Kambodscha sind nur zwei Ausländer. Bild: KEYSTONE

Beat Richner  ist schwer erkrankt und gibt die Leitung der Spitäler in Kambodscha ab

Publiziert: 28.03.17, 14:33 Aktualisiert: 28.03.17, 14:50

Der Gründer der Kantha-Bopha-Spitäler in Kambodscha ist schwer erkrankt: Beat Richner kann seine Funktion als Leiter der Spitäler nicht mehr ausüben und muss alle öffentlichen Auftritte absagen. Dies teilte die Kinderspital-Stiftung am Dienstag mit. Angaben über die Krankheit und ob mit einer Rückkehr Richners zu rechnen sei, gab die Stiftung Kinderspital Kantha Bopha auf Anfrage nicht bekannt.

Beat Richner sei als «Beatocello» einmalig und als genialer Fundraiser nicht ersetzbar, heisst es in der Mitteilung. Auch wenn die Erkrankung nun unerwartet erfolgt sei, treffe der Ausfall des kürzlich 70 Jahre alt gewordenen Kinderarztes und Musikers den Stiftungsrat nicht unvorbereitet.

2500 Mitarbeitende

Bereits vor Jahren sei gemeinsam mit Beat Richner eine Strategie ausgearbeitet worden, welche den Fortbestand von dessen Werk bei einem unerwarteten Ereignis sichere. 

Die Kantha-Bopha-Spitäler sind gemäss Mitteilung aber medizinisch und technisch autonom und arbeiten normal weiter. «Von den 2500 Mitarbeitenden in Kambodscha sind nur zwei Ausländer – Beat Richner als Leiter der Spitäler und Denis Laurent als Leiter der Labors und der Logistik.»

2003 wurde er im Rahmen der SRF-Fernsehshow «SwissAward» als erster Schweizer des Jahres ausgezeichnet. Bild: KEYSTONE

Erster Schweizer des Jahres

1992 hatte «Beatocello» seine Praxis in Zürich geschlossen, um in Phnom Penh mit Hilfe von Spendengeldern aus der Schweiz das Kinderspital «Kantha Bopha» (Blumenduft) zu bauen. Dieses wurde 1993 eingeweiht. Es folgten weitere Spitäler.

Finanziert wird Richners Werk mit privaten und öffentlichen Geldern. Um Spenden zu sammeln, tourte der 70-Jährige auch immer wieder mit seiner «Blondine», seinem Cello, durch die Schweiz.

Richner erhielt für sein Werk verschiedene Auszeichnungen und Ehrungen. Schon 1994 wurde ihm etwa der Adèle-Duttweiler-Preis zugesprochen, der mit 50'000 Franken dotiert ist. Den Preis erhalten Personen und Organisationen für Verdienste im sozialen Bereich. 2003 wurde er im Rahmen der SRF-Fernsehshow «SwissAward» als erster Schweizer des Jahres ausgezeichnet

Beat Richner und der kambodschanische König Norodom Sihamoni in Phnom Penh am 28. Dezember 2007. Bild: AP

Peter Studer übernimmt interimistisch

Der Vizepräsident des Stiftungsrates, Mediziner Peter Studer, wird interimistisch die Leitung der Spitäler übernehmen. Studer habe Richner seit Beginn unterstützt und stelle so die Kontinuität in der Leitung sicher.

Die Spitäler in Siem Reap und Phnom Penh sind Departemente des kambodschanischen Gesundheitsministeriums und haben den Status von Universitätskliniken. Die Regierung hat gemäss Mitteilung auf «hartnäckiges Ersuchen» von Beat Richner ihren jährlichen Beitrag für die Spitäler stetig erhöht und für 2017 weitere Mittel zugesagt. (whr/sda)

So geht die Welt zur Schule: 47 Klassenzimmer

«Bildung ist kein Privileg, Bildung ist ein Grundrecht, Bildung ist Frieden», sagte die 18-jährige Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai aus Pakistan vor der UNO-Vollversammlung. Wir zeigen euch 47 Klassenzimmer aus der ganzen Welt. Den Auftakt macht diese Freiluftschule in Jalalabad in Afghanistan. X02750 / PARWIZ
Schüler einer 9. Klasse in London. X00036 / RUSSELL BOYCE
Eine Schule für Flüchtlingskinder im Alter von 1 bis 6 Jahren in London. X90130 / SUZANNE PLUNKETT
Die Harrow-Schule im britischen Middlesex, hier ging unter anderen auch Winston Churchill zur Schule. X90130 / SUZANNE PLUNKETT
Klasse in Manila. Weil die Schule noch nicht fertig gebaut ist, dient ein Korridor als Klassenzimmer. X00226 / ROMEO RANOCO
Primarschule in Irland. X02612 / CATHAL MCNAUGHTON
Diese Schüler in Uruguay lernen auch Kuhmelken, Gemüseanbauen und Kochen. X01386 / ANDRES STAPF
Primarschule in Bogotá, Kolumbien. X02467 / JOHN VIZCAINO
Englischstunde in einer Schule im Gaza-Streifen. X01833 / IBRAHEEM ABU MUSTAFA
Tunis, Tunesien. X02858 / ANIS MILI
Abidjan, Elfenbeinküste. X01459 / LUC GNAGO
Dante-Alighieri-Schule in São Paulo, Brasilien. X00921 / PAULO WHITAKER
Islamabad, Pakistan. X90088 / CAREN FIROUZ
Koranschule in Kuala Lumpur, Malaysia. X90169 / OLIVIA HARRIS
Schule am Amazonas, Brasilien. X03410 / BRUNO KELLY
Syrische Flüchtlingskinder in einer Schule in Jordanien. X02365 / MUHAMMAD HAMED
Ein Schulschiff auf dem Amazonas in der Nähe von Manaus, Brasilien. X03410 / BRUNO KELLY
Primarschule in Chicago, USA. X90065 / JIM YOUNG
Eine Mädchenklasse in Kabul, Afghanistan. X02487 / OMAR SOBHANI
Tokio, Japan. X01095 / TORU HANAI
Rabat, Marokko. X02771 / YOUSSEF BOUDLAL
Tunis, Tunesien. X02858 / ANIS MILI
New Delhi, Indien. X90166 / ADNAN ABIDI
Kiew, Ukraine. X00550 / GLEB GARANICH
Durban, Südafrika. X02832 / ROGAN WARD
Kibera-Slum in Nairobi, Kenia. X02441 / NOOR KHAMIS
Syrische Flüchtlingskinder in Ankara, Türkei. X90076 / UMIT BEKTAS
Soweto, Südafrika. X90069 / SIPHIWE SIBEKO
Rabat, Marokko. X02771 / YOUSSEF BOUDLAL
Portrush, Nordirland. X02612 / CATHAL MCNAUGHTON
Primarschule in London. X90130 / SUZANNE PLUNKETT
Boston, USA. X90051 / BRIAN SNYDER
Van Chai, Vietnam. X01568 / KHAM
Moskau. X90156 / MAXIM SHEMETOV
Koranschule in der Nähe von Kuala Lumpur, Malaysia. X90169 / OLIVIA HARRIS
Islamabad, Pakistan. X90088 / CAREN FIROUZ
Tokio, Japan. X01095 / TORU HANAI
Bermeo, ein baskisches Fischerdorf in Spanien. X00957 / VINCENT WEST
Technikum in Quito, Ecuador. X00872 / GUILLERMO GRANJA
Iranduba, Brasilien. X03410 / BRUNO KELLY
Bujumbura, Burundi. X90150 / THOMAS MUKOYA
Tiflis, Georgien. X01222 / DAVID MDZINARISHVILI
Chatsworth, Durban. X02832 / ROGAN WARD
Ottawa, Kanada. X90141 / CHRIS WATTIE
Erwachsenenschule in Santiago, Chile. X01744 / IVAN ALVARADO
Seefahrerschule in Panama. X03028 / CARLOS JASSO
Van Chai, Vietnam. X01568 / KHAM

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