Schweiz
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Dr. Beat Richner, auch bekannt unter seinem Kuenstlernamen 'Beatocello', untersucht einen jungen Patienten in der Tuberkulose Abteilung von Jayavarman VII, aufgenommen im Februar 2001. Der Zuercher Kinderarzt Beat Richner hat im Maerz 1999 in der Stadt Siem Reap das Kinderspital Jayavarman VII eroeffnet. Diese Paediatrieklinik ist nach den beiden Kantha-Bopha-Spitaelern in Phnom Penh das dritte Kinderspital, das Richner in Kambodscha eroeffnete. (KEYSTONE/Gary Kieffer)  :DIA]

Von den 2500 Mitarbeitenden in Kambodscha sind nur zwei Ausländer. Bild: KEYSTONE

Beat Richner  ist schwer erkrankt und gibt die Leitung der Spitäler in Kambodscha ab



Der Gründer der Kantha-Bopha-Spitäler in Kambodscha ist schwer erkrankt: Beat Richner kann seine Funktion als Leiter der Spitäler nicht mehr ausüben und muss alle öffentlichen Auftritte absagen. Dies teilte die Kinderspital-Stiftung am Dienstag mit. Angaben über die Krankheit und ob mit einer Rückkehr Richners zu rechnen sei, gab die Stiftung Kinderspital Kantha Bopha auf Anfrage nicht bekannt.

Beat Richner sei als «Beatocello» einmalig und als genialer Fundraiser nicht ersetzbar, heisst es in der Mitteilung. Auch wenn die Erkrankung nun unerwartet erfolgt sei, treffe der Ausfall des kürzlich 70 Jahre alt gewordenen Kinderarztes und Musikers den Stiftungsrat nicht unvorbereitet.

2500 Mitarbeitende

Bereits vor Jahren sei gemeinsam mit Beat Richner eine Strategie ausgearbeitet worden, welche den Fortbestand von dessen Werk bei einem unerwarteten Ereignis sichere. 

Die Kantha-Bopha-Spitäler sind gemäss Mitteilung aber medizinisch und technisch autonom und arbeiten normal weiter. «Von den 2500 Mitarbeitenden in Kambodscha sind nur zwei Ausländer – Beat Richner als Leiter der Spitäler und Denis Laurent als Leiter der Labors und der Logistik.»

Der Schweizer Arzt und Schweizer des Jahres 2002, Beat Richner, wird am Samstag, 17. Mai 2002 am Mittelpunkt der Schweiz, der Alp Aelggi oberhalb Sachseln, fuer seine Arbeit in Kambotscha mit einer Erinnerungstafel festlich geehrt. Beat Richner ist der erste Schweizer, welcher die Ehre eines Schweizer des Jahres erhielt.  (KEYSTONE/Urs Flueeler)

2003 wurde er im Rahmen der SRF-Fernsehshow «SwissAward» als erster Schweizer des Jahres ausgezeichnet. Bild: KEYSTONE

Erster Schweizer des Jahres

1992 hatte «Beatocello» seine Praxis in Zürich geschlossen, um in Phnom Penh mit Hilfe von Spendengeldern aus der Schweiz das Kinderspital «Kantha Bopha» (Blumenduft) zu bauen. Dieses wurde 1993 eingeweiht. Es folgten weitere Spitäler.

Finanziert wird Richners Werk mit privaten und öffentlichen Geldern. Um Spenden zu sammeln, tourte der 70-Jährige auch immer wieder mit seiner «Blondine», seinem Cello, durch die Schweiz.

Richner erhielt für sein Werk verschiedene Auszeichnungen und Ehrungen. Schon 1994 wurde ihm etwa der Adèle-Duttweiler-Preis zugesprochen, der mit 50'000 Franken dotiert ist. Den Preis erhalten Personen und Organisationen für Verdienste im sozialen Bereich. 2003 wurde er im Rahmen der SRF-Fernsehshow «SwissAward» als erster Schweizer des Jahres ausgezeichnet

Cambodia's King Norodom Sihamoni, right, greets Dr. Beart Richner, left, of Kuntha Bopha Hospital's director as Prime Minister Hun Sen, center, looks on during the inauguration ceremony in Phnom Penh, Cambodia, Friday, Dec. 28, 2007. King Sihamoni presided over the Swiss-funded children hospital. (AP Photo/Heng Sinith)

Beat Richner und der kambodschanische König Norodom Sihamoni in Phnom Penh am 28. Dezember 2007. Bild: AP

Peter Studer übernimmt interimistisch

Der Vizepräsident des Stiftungsrates, Mediziner Peter Studer, wird interimistisch die Leitung der Spitäler übernehmen. Studer habe Richner seit Beginn unterstützt und stelle so die Kontinuität in der Leitung sicher.

Die Spitäler in Siem Reap und Phnom Penh sind Departemente des kambodschanischen Gesundheitsministeriums und haben den Status von Universitätskliniken. Die Regierung hat gemäss Mitteilung auf «hartnäckiges Ersuchen» von Beat Richner ihren jährlichen Beitrag für die Spitäler stetig erhöht und für 2017 weitere Mittel zugesagt. (whr/sda)

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Heute kommt die neue 100er-Note in den Umlauf – was du dazu wissen musst

So:

Nein. Das ist Wasser in seinen Händen. Die neue 100er-Note zeigt die humanitäre Seite der Schweiz, die gestalterisch durch das Wasser repräsentiert wird. Dargestellt wird das unter anderem durch eine Suone. Oder eben mit zwei Händen, die Wasser schöpfen.

Die neue 100er-Note ist somit ebenfalls blau, wie auch die bisherige Note, die Bildhauer, Maler und Grafiker Alberto Giacometti gewidmet war. Zudem ist die neue Note etwas kleiner als ihre Vorgängerin.

Bei der Schweizer Nationalbank. Vorerst. …

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