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Der Tatverdächtige Jürgen Hermann ist international zur Fahndung ausgeschrieben. Bilder: KeystoneN

Fieberhafte Suche

Hat sich der Liechtensteiner Todesschütze in die USA abgesetzt?

Trotz intensiven Ermittlungen gibt es auch am Donnerstag keine neuen Erkenntnisse zum Verbleib von Jürgen Hermann, der am Montag in Liechtenstein einen Bankchef erschossen hat. Der mutmassliche Todesschütze ist international zur Fahndung ausgeschrieben worden.



Noch immer wird der mutmassliche Todesschütze von Balzers, Jürgen Hermann, fieberhaft gesucht. Die Suche verlief auch am Donnerstag erfolglos, wie die liechtensteinische Landespolizei mitteilt. Da die Tatwaffe sowie weitere persönliche Gegenstände des Tatverdächtigen bislang nicht auffindbar sind, wurden im Gebiet Ruggell zwischen dem Fundort des Reisepasses sowie des Tatfahrzeuges weitere Suchen eingeleitet. Im Einsatz waren auch Diensthunde der Kantonspolizei St. Gallen.

Die Polizei nimmt an, der 58-jährige Mann habe Suizid im Rhein begangen. Dennoch ermittelt sie daneben «in diverse weitere Richtungen». Hermann ist inzwischen weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. Vor Hermanns Haus ist eine amerikanische Flagge gehisst, wie das Liechtensteiner Vaterland berichtet. Es wird spekuliert, dass sich der Täter in die USA abgesetzt haben könnte, wo er jahrelang gelebt hatte und durch seine Erfindungen reich geworden sei.

Liechtensteiner Parlament tagt unter Sicherheitsvorkehrungen

Der Inhalt der Webseite des Tatverdächtigen wurde auf Anordnung der Polizei gelöscht. Damit soll die Seite vor Manipulationen durch Drittpersonen geschützt werden, um die polizeilichen Ermittlungen nicht zu behindern. 

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen im liechtensteinischen Parlament. Bild: KEYSTONE

Im Fürstentum Liechtenstein findet die dreitägige Session des Parlaments, des Landtages, unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Wie die Polizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA weiter bekannt gab, stehen neben dem Landtagsgebäude, in dem das 25-köpfige Parlament tagt, weitere Institutionen unter Polizeischutz. Zum Personenschutz machte die Polizei aus «taktischen Gründen» keine Angaben.

Der gesuchte Ex-Fondsmanager und Erfinder wird verdächtigt, am Montagmorgen in der Tiefgarage der Bank Frick in Balzers den Vorsitzenden der Geschäftsleitung des Geldhauses, Jürgen Frick, mit drei Schüssen aus einer Faustfeuerwaffe getötet zu haben. Opfer und Täter standen früher in einer geschäftlichen Beziehung zueinander. 

Beisetzung des Opfers ohne Medien

Der getötete Banker, Jürgen Frick, wird am Samstag in Balzers beigesetzt. Am Freitagabend findet in der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus ein Gedenkgottesdienst statt. Die Abdankung für das Opfer ist am Samstagmorgen um neun Uhr, wie die Medienverantwortlichen der Bank mitteilten. Bis dahin ist der Sarg in der Kapelle des Friedhofs Balzers aufgebahrt. 

Die Bank bittet die Medien, die Totenruhe und die Privatsphäre der Trauerfamilie zu wahren. Den Medien werden Bilder des Sarges sowie der Abdankung zur Verfügung gestellt, die ein Pool-Fotograf macht. Kamerateams und Fotografen sollen sich während der Messe am Freitag und der Abdankungsfeier am Samstag nicht in der Kirche oder auf dem Friedhof aufhalten. Tonaufnahmen während der Abdankung sind unerwünscht. (whr/sda)

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