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DER Enthüller

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Glenn H. würde seine rote Sporttasche nie auf den Boden stellen. «Ekelhaft! Möglicherweise ist da zuvor ein Kind gekrabbelt! » Bild: Buzz orgler

Der Enthüller

SBB-Insider verrät: «Im Dezember kommt das Rucksack-GA»

buzz orlger

Satire – kein Wort ist wahr!

Bern (den). Pendler kennen die Szene. Eigentlich hätte es im Zug noch haufenweise freie Sitzplätze, doch diese sind mit Rucksäcken und Taschen belegt. Wer nett fragt, ob der Platz noch frei ist, wird mit einem verachtenden Blick und lautem Ausatmen bestraft. Viele Zugreisende scheuen darum eine Auseinandersetzung mit den Platzbesetzern und bleiben deprimiert im Gang stehen. 

Das im Moment noch illegale Platzreservieren könnte den SBB schon bald Millionen in die Kassen spülen. Im Dezember soll ein Rucksack-GA auf den Markt kommen, welches die Belegung der wertvollen Sitzplätze zur Rushhour legitimiert. Dies bestätigt ein Insider gegenüber dem Enthüller. Ein Rucksack-GA für die zweite Klasse soll jährlich 8000 Franken kosten. Wer mehr Platz in der 1. Klasse braucht, wird mit 16‘000 Franken zur Kasse gebeten. 
Die Preise seien happig, sagt der Insider. «Aber wir gehen davon aus, dass es genug Pendler mit asozialer Ader gibt, die für ein bisschen Privatsphäre gerne bereit sind, extra zu zahlen.»

Hilfe für Klaustrophobiker

Analysten berechnen momentan, wie viel Umsatz mit dem Rucksack-GA generiert werden kann. Wie der Enthüller aus sicherer Quelle weiss, ist das Projekt, das SBB-intern unter dem Decknamen «NsA» (Nutzbarmachung sozialer Abnormität) läuft, heiss umstritten. 

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Mangelnde Hygiene! Obwohl dieses Bild an einem Donnerstag aufgenommen wurde, stand auf der Tasche noch immer Freitag.  Bild: buzz ORGLER

«Schlussendlich können wir die Pendler nicht erziehen, weder zum Entsorgen von Gratiszeitungen noch zum Rucksack unter den eigenen Platz schieben. Allerdings können wir aus ihrem asozialen Verhalten Profit schlagen», so der Insider. In der Flugbranche gehe die Rechnung mehr Platz für mehr Geld ja auch seit Jahren auf. «Durch die zusätzlichen Einnahmen ist es uns allenfalls sogar möglich, die auf Dezember geplante Preiserhöhung von 2,9 Prozent rückgängig zu machen. Und das nur dank Menschen, die Probleme mit Fremden neben sich haben.»

Vom Rucksack-GA begeistert ist Psychologe Allan Güggenbuhler: «Viele Pendler leiden unter Platzangst. Nur schon der Gedanke, dicht neben jemanden sitzen zu müssen, lässt bei ihnen den Puls in die Höhe rasen. Jetzt wird diesen armen Seelen endlich geholfen.» Seiner Meinung nach werde das Rucksack-GA aber auch dicken Menschen das Pendeln erleichtern. Oder solchen, die Angst davor hätten, von Fremden angesprochen zu werden.

Umfrage

Was halten Sie vom Rucksack-GA?

  • Abstimmen

88

  • Brauche ich nicht. Ein bisschen Plastikkotze und der Nachbarsitz bleibt frei. 33%
  • Absolut notwendig. Wer seine Louis-Vuitton-Tasche freiwillig auf den Boden stellt, ist wahnsinnig. 65%

Potentielle Käufer können es kaum erwarten

Comiczeichner Glenn Hugl pendelt täglich von Winterthur nach Zürich. Eine Strecke mit hoher Auslastung. Er kann es darum kaum erwarten, ein Rucksack-GA sein Eigen zu nennen. «Ich blockiere täglich den Nebensitz mit meiner Tasche. Bisher musste ich mich immer schlafend stellen oder so tun, als würde ich kein Deutsch verstehen, wenn ich gebeten wurde, mein Gepäck zu entfernen. In Zukunft kann ich einfach mein GA für die Louis-Vuitton-Tasche präsentieren und der Stress erübrigt sich.» 

Der 34-Jährige spielt sogar mit dem Gedanken, gleich drei Rucksack-GA’s zu kaufen, um ein ganzes Abteil für sich zu haben. Dass er seine tägliche Pendelei auch dazu nutzen könnte, neue Menschen kennenzulernen, leuchtet Hugl nicht ein. «Wozu?! Dafür habe ich ja Facebook.» 

Der Enthüller

Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über einen Schwangerschaftstest fürs iPhone oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu. 

www.der-enthüller.ch
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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Darius Dudek 27.08.2014 09:53
    Highlight Highlight Wer mit einem Finger auf meine Hipster-Tasche zeigt, ohne ein Wort zu sagen, kassiert von mir einen noch verständnisloseren Blick, als wenn er wagt zu fragen (mit betonung auf ER, schlanke Trägerinnen von Hotpants etc. dürfen sich natürlich ungefragt direkt auf meinen Schoss setzten).
    Ich werde mir auch mindestens zwei Taschen-GAs kaufen - für neben mir und für gegenüber.
    • Darius Dudek 27.08.2014 11:20
      Highlight Highlight Ich frage mich aber noch, ob ich den Zugführer rufen muss, wenn sich trotzdem jemand erdreisst, sich neben mich zu setzen. Oder darf ich dann die Beine breit machen und den «Dieb meiner Privatsphäre» einfach die ganze Fahrt durch mit meinem Knie und Ellbogen malträtieren?
      Ich hoffe bald kommt endlich auch das GA für meine Füsse (inkl. Schuhe), damit ich nicht immer zwei Taschen mitschleppen muss.
  • woman91 26.08.2014 21:19
    Highlight Highlight als jüngere frau gibts noch andere gründe, den platz neben sich zu besetzen! wohin setzten sich die (ältere) herren mit dem kaum versteckten lüsternen blick hin.... neben eben jene frau.... auch wenn noch vier andere plätze frei wären.... ich kenne das.... ist echt extrem angenehm
    • flubi 27.08.2014 13:04
      Highlight Highlight Die jungen Frauen müssen nicht die älteren Herren als Lüstlinge abstempeln.
      Wenn man meistens angezogen ist wie wenn man nichts anhat ist es eben so.
      Die Girlis spielen mit ihren Reizen und sind dann plötzlich prüde. Oh wie süss und verlogen.
    • woman91 27.08.2014 20:12
      Highlight Highlight ja, leider gibts auch lüsterne blicke, wenn mann "angezogen" rumläuft.... aber nette ausrede.... ich glaube hier hat sich jemand angesprochen gefühlt....
  • Maya Eldorado 26.08.2014 20:04
    Highlight Highlight Ich dachte zuerst, das sei ein origineller Witz.
    Und ich kann es immer noch nicht recht glauben.
    Das gleiche ist ja mit kleinen Kindern. Damals, wenn es Menschen hatte, die standen, forderte ich sie auf, auf meinem Schoss platz zu nehmen. Verweigerten sie das, sagte ich ihnen, dann kannst Du stehen.

    Es gäbe ja auch noch die Abstellflächen über den Sitzen. Aber eben, es geht ja offenbar den meisten darum, dass sie keine Luft mehr bekommen, wenn neben ihnen noch jemand sitzt.
    Arbeit für den Psychiater.
    • goschi 26.08.2014 23:56
      Highlight Highlight Ja, früher war Alles besser, da durfte man fremde Kinder noch vom unnötig belegten Platz mit einer freundlichen Ohrfeige wegprügeln, heute geht das einfach nicht mehr, alle sind zu empfindlich geworden.
    • Maya Eldorado 27.08.2014 00:05
      Highlight Highlight Danke, bin beruhigt.
      Habe schon am gesunden Menschenverstand der SBB gezweifelt und dachte dass das das grösste Irrenhaus ist.
      Und sagen Sie mir mal etwas dazu: Gerigate kommt mir auch wie ein Witz vor. Oder ist das jetzt Wahrheit?

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