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FOR USE AS DESIRED, YEAR END PHOTOS - FILE - FILE - In this Nov. 22, 2012 file photo, people stand near a house sitting in the middle of a new main road on the outskirts of Wenling city in east China's Zhejiang province.  Authorities have demolished the five-story home that stood incongruously in the middle of a new main road and had become the latest symbol of resistance by Chinese homeowners against officials accused of offering unfair compensation. (AP Photo/File) CHINA OUT

Hier siehst du, was passiert, wenn du dich in China weigerst, dein Haus dem Staat zu überlassen, obwohl der eine Autobahn geplant hat. Bild: AP

Money Matter

«Ich habe ein Haus gekauft. Kann es mir der Staat wieder wegnehmen?»

Miriam (46): «Ich habe kürzlich ein Haus mit Umschwung gekauft. Kann es mir der Staat eigentlich wieder wegnehmen?»

Frédéric Papp / Comparis



Liebe Miriam

Die unangenehme Antwort gleich vorneweg: Hierzulande darf Vater Staat Haus und Land im Ausnahmefall wieder wegnehmen. Die Behörden dürfen allerdings nicht willkürlich Grundstücke und Gebäude im Privatbesitz an sich reissen. Das Eigentumsrecht ist ein Grundrecht. Privatpersonen oder Firmen dürfen somit nur enteignet werden, wenn triftige Gründe vorliegen. In der Sprache der Juristen heisst das: Es muss ein «überwiegend öffentliches Interesse» bestehen, und der Eingriff muss verhältnismässig sein.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Klassische Fälle von einem «überwiegend öffentlichen Interesse» sind etwa der Bau eines Trottoirs, eines Radwegs oder der Ausbau des Schienen- und Strassennetzes. Die Installation von oberirdischen Rohrleitungen, Ufersanierungen, um Überschwemmungen vorzubeugen, oder der Bau militärischer Anlagen können ebenfalls Enteignungen notwendig machen.

Finanzielle Entschädigung

Sollte dir tatsächlich eine Enteignung drohen, kannst du gegen das Vorhaben Einspruch erheben. Der Fall geht dann vor die entsprechende Kantonsregierung. Sie prüft nochmals eingehend, ob eine Enteignung wirklich unausweichlich ist. Grundsätzlich steht dir der Weg bis zum Bundesgericht offen.

Die Abgabe von Grundeigentum wird vom Staat in der Regel finanziell entschädigt. Zankapfel ist naturgemäss die Höhe der Entschädigung. Fällt sie für die Betroffenen zu tief aus, geht der Fall an die kantonale Schätzungskommission. Der Entscheid kann ebenfalls bis vor Bundesgericht weitergezogen werden.

Erst prüfen, dann kaufen

Grundsätzlich gilt: Vor dem Kauf eines Grundstücks bzw. einer Immobilie bei der entsprechenden Gemeinde nachfragen, ob die Gefahr einer Enteignung besteht. Derzeit stehen etwa diverse Renaturierungen von Bächen und Flüssen an. Das benötigt Land. Droht dennoch eine Enteignung, nicht aus Prinzip auf stur schalten. Eine gütliche Einigung mit den Behörden spart in der Regel Zeit und Geld.

Viele Grüsse von Comparis.ch

Über 500 Luxusvillen in der Türkei stehen leer

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Schön aber leer: Geschütze Häuser in Stein am Rhein

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«Mein Kind hat vielleicht Corona. Kann ich die Betreuungskosten verrechnen?»

Tatjana (43): «Die Schule meines Kindes bietet keinen Fernunterricht und keine Betreuung für kranke Kinder an. Ich muss aber arbeiten und kann nicht zuhause bleiben. Kann ich die Betreuungskosten der Schule oder meiner Gemeinde verrechnen?»

Liebe Tatjana

Nein, die Betreuungskosten für kranke Kinder kannst du weder der Schule noch der Gemeinde verrechnen. Grundsätzlich sind Schulen und Gemeinden nicht dazu verpflichtet, ein Betreuungsprogramm für kranke Kinder zur Verfügung zu stellen. Du als Elternteil hingegen hast die Pflicht, das Kind zu pflegen und zu betreuen.

Die Corona-Pandemie hat einen Einfluss darauf, wie du im Krankheitsfall deines Kindes vorgehen musst. Die Vorgehensweise hängt dabei vom Alter deines Kindes ab. Ein Kind …

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