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Download mit über 1000 Mbit/Sekunde: Das Huawei Mate 20 X gehört zu den ersten 5G-Handys in der Schweiz. bild: watson

Das sind die ersten, ultraschnellen 5G-Handys: Und so viel kosten die passenden Handy-Abos

Swisscom und Sunrise überziehen die Schweiz mit Werbung für 5G-Smartphones und das neue 5G-Netz. Doch was kosten die notwendigen Geräte und Abos überhaupt? Der Überblick zeigt's.



Swisscom und Sunrise rühmen sich, eines der weltweit ersten 5G-Netze zu haben. Salt, die Nummer drei im Schweizer Mobilfunkmarkt, will in der zweiten Jahreshälfte nachziehen.

Das 5G-Netz ergänzt die bisherigen Netze, die primär wegen Videostreams (YouTube, Netflix etc.) an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. 3G und 4G werden deshalb in den nächsten Jahren nicht verschwinden, sondern parallel genutzt werden. 5G hat aber gegenüber den älteren Mobilfunktechnologien gewichtige Vorteile:

Bei der Diskussion um 5G geht es meist um die höhere Geschwindigkeit. Theoretisch sind aktuell bis 2 Gbit pro Sekunde möglich, also 2000 Mbit/s. Zum Vergleich: Viele Schweizer surfen zu Hause im WLAN mit 30 bis 100 Mbit/s. In unserem Alltagstest erreichten wir im 5G-Netz Downloads mit maximal etwas über 600 Mbit/s (siehe Video am Ende des Artikels). Privatkunden profitieren aber vor allem davon, dass sich mit 5G pro Mobilfunk-Antenne weit mehr Geräte gleichzeitig mit dem Mobilfunknetz verbinden können. Höhere Kapazität heisst also, viel mehr Menschen können an einem Standort gleichzeitig das Mobilfunknetz nutzen.

Zunächst ist der Hauptnutzen von 5G somit nicht, dass man mit 1000 Mbit/s surfen kann, sondern dass die grössere Kapazität effizient auf mehr Nutzer und Geräte verteilt wird.

Was brauche ich für 5G?

Wer die Vorteile des 5G-Netzes nutzen möchte, braucht ein neues, 5G-fähiges Smartphone und ein Mobilfunk-Abo, bei dem die Geschwindigkeit nicht gedrosselt wird.

Das Problem: «Noch gibt es erst wenige Smartphones und Abos, die 5G unterstützen. Und diese sind leider teuer», sagt Ralf Beyeler, Telekom-Experte bei Moneyland. Er hat das 5G-Angebot von Swisscom und Sunrise unter die Lupe genommen.

Die Geräte sind im Online-Handel teils günstiger.

Die bisherigen 5G-Modelle sind allesamt Premium-Geräte aus Asien mit den allerneusten Prozessoren sowie hochwertigen Displays und Kameras. Entsprechend gesalzen sind die Preise: Das günstigste 5G-Handy, das Mi Mix 3 5G von Xiaomi, kostet 847 Franken. Das Samsung Galaxy S10 5G schlägt gar mit 1297 Franken zu Buche. Auch Huawei und Oppo verlangen rund 1000 Franken für ihre ersten 5G-Phones.

Gründe für die hohen Preise gibt es mehrere: Die 5G-Technologie ist noch teuer und die Hersteller wissen, dass Early Adopter (frühzeitige Anwender wie Technik-Enthusiasten und Geschäftskunden) für ein 5G-Handy tief in die Tasche greifen.

Die ersten 5G-Smartphones im Überblick

Bei den ersten 5G-Handys fällt zunächst die Grösse auf. Die Displays erreichen teils Diagonalen von über 7 Zoll. Dies verdeutlicht, dass sich die Geräte an sehr anspruchsvolle User richten, die ihr Smartphone produktiv nutzen, oft spielen oder via 5G gestreamte Filme und Serien auf einem grossen Handy-Display konsumieren möchten.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die aktuellen 5G-Abos in der Schweiz:

Bei Swisscom ist 5G derzeit ausschliesslich mit folgenden Abos (und den entsprechenden Jugendabos) enthalten:

Es gibt allerdings Einschränkungen: Bei den Swisscom-Abos inOne mobile go und Swiss mobile flat nutzt man zwar das 5G-Netz, die maximale Geschwindigkeit ist jedoch auf 100 bzw. 50 Mbit/s. gedrosselt. Wer die maximal mögliche Geschwindigkeit möchte, muss sich die Option «Premium Speed» für zehn Franken pro Monat hinzukaufen.

Swisscom-Kunden mit den Abos inOne mobile basic, Swiss Mobile light sowie älteren Abos bleibt der Zugang zum 5G-Netz vorerst verwehrt.

Bei Sunrise ist 5G derzeit mit den folgenden Freedom-Abos (und den entsprechenden Young-Abos) enthalten:

Bei Sunrise ist für den maximalen Speed eine 5G-Option notwendig, die monatlich zehn Franken kostet. Kunden zahlen so mindestens 75 Franken pro Monat (Abo plus 5G-Option).

Wer ein anderes Abo von Sunrise hat, surft vorerst nicht auf dem 5G-Netz.

Kunden aller anderen Mobilfunk-Anbieter, sprich Salt, Yallo, Wingo etc., können 5G derzeit noch nicht nutzen.

Aber auch Sunrise und Swisscom «offerieren 5G bislang erst im Rahmen von teureren Abos. Wer ein günstiges Abo hat, geht vorläufig noch leer raus», sagt Telekom-Experte Beyeler. Kundenunfreundlich sei auch der 5G-Aufpreis, den Sunrise-Kunden bezahlen müssen.

Lohnt sich 5G bereits?

Aktuell eher nicht. Davon abgesehen, dass die meisten Nutzer derzeit wohl kaum 5G-Speed im Alltag brauchen, ist das 5G-Netz bei Sunrise und Swisscom nur sporadisch und bei Salt sowie den übrigen Handyabo-Anbietern überhaupt nicht verfügbar. Ob sich die Extrakosten für die 5G-Option im Moment lohnen, ist äusserst zweifelhaft, zumal die verfügbare Kapazität auch im 5G-Netz auf alle Nutzer in einer Funkzelle verteilt werden muss. Kommt hinzu, dass das Angebot an 5G-fähigen Smartphones nett gesagt überschaubar ist und die ersten Modelle noch sehr teuer sind. «Für die Mehrheit der Kunden hat 5G bislang noch keine grossen Vorteile. Die meisten Kunden können also mit dem Kauf eines 5G-Smartphones getrost noch zuwarten», so auch die Bilanz von Beyeler.

In einem Jahr wird dies allerdings ganz anders aussehen: Sunrise und Swisscom wollen bereits bis Ende 2019 rund 90 Prozent der Bevölkerung mit 5G erreichen und bis in zwölf Monaten wird es auch günstigere 5G-Handys geben. Spätestens dann sollte man ein 5G-fähiges Gerät in Erwägung ziehen, da man in zwei, drei Jahren vielleicht doch froh ist, das neuere und stabilere 5G-Netz nutzen zu können.

Bei 5G geht es eben nicht nur um mehr Tempo. Wie erwähnt, bietet es auch schnellere Reaktionszeiten (z.B. für Online-Games, Video-Anrufe) und weit mehr Menschen (und vor allem Maschinen, Roboter, Geräte etc.) können gleichzeitig das Mobilfunknetz nutzen. Das dürfte beispielsweise für Pendler in vollen Zügen interessant sein.

Lohnenswert kann 5G auch für all jene sein, die zu Hause keinen schnellen Glasfaser-Anschluss haben. In ländlichen Gebieten könnte ein 5G-Router eine sinnvolle Alternative zu einem langsamen Internet-Anschluss darstellen.

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Korrektiv 31.05.2019 12:22
    Highlight Highlight "Bei der Diskussion um 5G geht es meist um die höhere Geschwindigkeit." Nö, meist geht es um die wenig erforschten möglichen gesundheitlichen Folgen.
  • sikki_nix 31.05.2019 12:10
    Highlight Highlight 5G ist gut und recht, aber im Moment sind ja in manchen ländlichen Regionen oder auf Intercity strecken Abschnittweise nicht einmal 4G/3G gedeckt. Werden diese Netze eigentlich auch zusammen mit dem 5G-Ausbau erweitert?
    • Donald 31.05.2019 13:15
      Highlight Highlight Alle Provider haben Stellen, wo man sich melden kann. Frag doch mal da nach, ob deine Lücken geschlossen werden oder nicht.
  • Haokeaanig 31.05.2019 11:55
    Highlight Highlight Schön! Und ich habe starke 12Mbps auf dem Festnetz und Sunrise bringt Mobile 24Mbps bis zu mir. 🤬
    • Donald 31.05.2019 13:15
      Highlight Highlight Wenn du Glück hast, wohnst du nicht ganz so alleine, dass es sich für einen Provider lohnt eine 5G Antenne auszustellen xD
  • Ricardo Tubbs 31.05.2019 11:14
    Highlight Highlight 1000 öhre für ein telefon, dass ich fast nie zum telefonieren nutze...genau :-)
  • cille-chille 31.05.2019 11:11
    Highlight Highlight Das Gute ist ja:

    Je älter ich werde, umso weniger will ich die Smartphonerei in meinem Alltag, genau so wie mit den Social Media.

    Beruflich benötige ich dieses Instrument bereits genug und in der Freizeit bin ich als wie mehr "off".

    mit ner Mille für ein Gerät, gönn ich mir fast 4 Wochen Vollgas-Leben.

    oder so
    • Donald 31.05.2019 13:17
      Highlight Highlight Wie sieht so ein Vollgas-Tag mit 72.- CHF aus?
    • Donald 31.05.2019 15:00
      Highlight Highlight Sorry, habe mich verrechnet. Ich meine mit 36.- CHF. :)
    • LVeecy 31.05.2019 16:11
      Highlight Highlight Oh wow cille-chille, du bist ja so cool das du dich all dem entziehen kannst! Jemand ganz ganz spezielles bist du!
  • Burdleferin 31.05.2019 10:48
    Highlight Highlight Swisscom hat kein Huawei im Angebot 🙁
    Mein Wechsel von Apple weg rückt immer in weitere Ferne.
    • Brummbaer76 31.05.2019 15:22
      Highlight Highlight Da es bei Swisscom sowieso nur noch Abos ohne Geräte gibt, kannst du das Huawei auch sonst wo kaufen.
    • Burdleferin 31.05.2019 16:50
      Highlight Highlight Ist das so?
  • Katzenseekatze 31.05.2019 10:33
    Highlight Highlight Also ich werde bestimmt kein neues IPhone kaufen, wenn mein geliebtes handliches SE noch funktioniert. Und das tut es seit ein paar Jahren schon. Alles wird teurer. Gar nicht zu reden von den Ressourcen, die wir verbrauchen, wenn wir neue Technologie verbauen und altes Material wegwerfen. Ich finde, es ist an der Zeit, sich die Konsequenzen zumindest zu überlegen,
    • PeteZahad 31.05.2019 18:03
      Highlight Highlight Bis dich Apple zu einem iOS Update zwingt und dein Gerät absichtlich verlangsamt, wäre nicht das erste Mal. Mein Android wurde schneller mit dem neuen OS, bei Apple habe ich dies vorher nie erlebt.
    • samsam88 01.06.2019 10:34
      Highlight Highlight Mit iOS 12 wurden alle alten Geräte massiv und spürbar schneller. ein iPhone 6S mit iOS 11 und iOS 12 sind welten dazwischen...
  • azoui 31.05.2019 10:18
    Highlight Highlight Ich zahl doch keine Tonne für ein Smartphone :)
  • Ihre Dudeigkeit 31.05.2019 09:53
    Highlight Highlight kauft bitte die überteuerten Abos für etwas das ihr nicht braucht. Die 'early Adoptors' sind wichtig um die Entwicklungen voranzutreiben und das auch die Preise erschwinglich werden für jene, welche nicht bereit sind soviel auszugeben... anstatt zu bashen, sollten wir lieber dankbar sein, dass es Nerds gibt welche bereit sind jetzt schon auf den 5G Zug aufzuspringen.
    • npe 31.05.2019 10:12
      Highlight Highlight Wie bei den Kryptowährungen, nur dass die Preise steigen werden... :)
    • Der Geniesser 01.06.2019 09:39
      Highlight Highlight Danke, in die gleiche Richtung geht es mit den neuesten und teuersten Sportgeräten aller Art.Sportwagen, Rennrad, MTB , Und was sonst noch alles...
  • Scooby doo 31.05.2019 09:23
    Highlight Highlight Wenn die entsprechenden Endgeräte soo teuer sind, und ich die muse und zeit habe ein paar milisekunden länger zu warten bis die webseite oder app öffnet, so lange bleibe ich getrost auf dem 3g bzw, 4g Netz hängen. Dabei bleibe ich auch meinem provider treu und zahle viel weniger als die aktuellen Abo -Preise. Ich brauche ca 80gb Daten pro Monat und habe noch keine Datendrosselung seitens des Provider gemerkt.
    • Arts 31.05.2019 09:39
      Highlight Highlight Naja, die Preise entsprechen den aktuellen Flaggship Modelle der jeweiligen Hersteller..
  • sunshineZH 31.05.2019 09:17
    Highlight Highlight Hab das Xiaomi für einen Kunden bestellt, geiles Teil 😃
  • Raphael Stein 31.05.2019 09:17
    Highlight Highlight ...die ihr Smartphone produktiv nutzen,

    Was wäre so ein produktiver Nutzen?
    Holz spalten oder eher als Schminkspiegel einsetzen?
  • Magnum44 31.05.2019 09:15
    Highlight Highlight Wie viele user brauchen den tatsächlich 5G, 1%? 1000 (!) Fr. für ein mittelklassiges Smartphone und dazu noch ein überteuertes Abo ist einfach idiotisch.
    • Cmo 31.05.2019 09:21
      Highlight Highlight Wie viele User brauchen so einen Kommentar?
      Ohne Early Adopter würde manche Technologie nie Fuss fassen können.
  • Scaros_2 31.05.2019 08:54
    Highlight Highlight Wie immer bei solchen _Neuartigen_ Technologien etc. Egal ob ein Smartphone, Funktechnologie, TV, Stereoanlage oder was auch immer es ist.

    Als 0815 Mensch mit einem 0815 Leben braucht man diese Technologie nicht von Tag 0 an. Es reicht vollkommen, wenn man es dann nutzt wenn es Massentauglich wird weil man ausser hohen Anschaffungskosten und mangelden Nutzen kaum einen Vorteil hat.

    Aber wer will - feel free.
    • whatthepuck 31.05.2019 09:27
      Highlight Highlight Der Nutzen für Normalos wird selbst in ein paar Jahren noch gering sein. Wer das Smartphone nur als Smartphone nutzt kann kaum von den oben genannten Vorteilen von 5G profitieren. Höchstens bei Grossanlässen, wenn das Netz nicht mehr zusammenbricht - aber sowas erlebt man 1-2 Mal pro Jahr.

      Immerhin kann man das Zeug teuer vertschutten. Als Ersatz für das WLAN zu Hause könnte es in der Kombi Handy/WLAN zwar günstiger werden. Aber hat sich beim Bund denn niemand überlegt, dass der ganze Glasfaser-Aufwand beim 5G-Ausbau obsolet wird? Das fühlt sich irgendwie unglücklich an...
    • p4trick 31.05.2019 09:36
      Highlight Highlight @whatthepuck Glasfaser obsolet? Du wirst NIEMALS stabiles 1Gbit/s symmetrisch erreichen können mit 5G bei dir zu Hause das garantier ich dir!
      Und Glasfaser ist noch lange nicht überall, jetzt bauen die einfach FTTS und von da an über Kupfer weiter. Habe jetzt berauschende 250/60 über DSL...
    • Scaros_2 31.05.2019 09:52
      Highlight Highlight Wie p4atrick sagt. Glasfaser ist stabil. Bei 5 mg hast du in dichten wohngegenden je nach ausladtung starke schwankungen und dann wird der betreiber drosseln damit er die schwankungen glätten kann.
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Wohnst du neben einer 5G-Antenne? Hier findest du es auf einen Blick heraus

Sunrise und Swisscom haben das 5G-Netz gestartet. Der Bund zeigt auf seinem Online-Kartendienst, wo die neuen (und die bisherigen) Antennen stehen.

In der Schweiz sind bereits über 300 5G-Antennen installiert. Sie sind jedoch noch nicht alle in Betrieb. Auf der Website des Bundesamtes für Kommunikation sind alle Telefonantennen auf einer interaktiven Karte markiert, jene, die 5G übertragen, aber auch 3G- und 4G-Antennen.

Die 5G-Antennen von Swisscom, die seit Mittwoch in Betrieb sind, senden aber vorerst noch auf 4G+-Frequenzen. An 102 Standorten in 54 Ortschaften wie Zürich, Bern, Basel, Genf und Lausanne, soll 5G in Betrieb genommen …

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