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iPad-Einsatz mit Digitalstift an einer High-School. Nun rüstet die sechstgrösste Schweizer Stadt die Schulen mit Apple-Tablets aus. Einen anderen Weg hat die Stadt Schaffhausen gewählt.
iPad-Einsatz mit Digitalstift an einer High-School. Nun rüstet die sechstgrösste Schweizer Stadt die Schulen mit Apple-Tablets aus. Einen anderen Weg hat die Stadt Schaffhausen gewählt.
Bild: EPA

Alle Winterthurer Sekschüler erhalten ein iPad – und die Schaffhauser ein Surface

Die zweitgrösste Zürcher Stadt setzt auf Apple. Die Stadt Schaffhausen hingegen auf Windows-Tablets von Microsoft. Zumindest ab der 4. Klasse.
06.07.2021, 06:0006.07.2021, 16:11

In Winterthur erhalten alle Sekschülerinnen und Sekschüler nach den Sommerferien ein persönliches Tablet, das sie bis Ende der Schulzeit nutzen können. Für die 2800 iPads gibt die Stadt 2.7 Millionen Franken aus.

Heute teilen sich ganze Klassen einige wenige Computer und Laptops. Nun kommt die Eins-zu-Eins-Ausrüstung, wie die Stadt am Montag mitteilte. Das sei ein Paradigmenwechsel, weil das Tablet flexibel als tägliches Werkzeug für kurze Sequenzen genutzt werden könne.

Auslöser für die Anschaffung ist der Lehrplan 21, der den vermehrten Technologie-Einsatz vorschreibt, insbesondere im Modul «Medien und Informatik». Das Tablet solle keinesfalls Bleistift und Papier ersetzen, betonte die Stadt. Auch Exkursionen und herkömmliche Unterrichtsformen würden nicht wegfallen.

Der Unterricht werde aber mit digitalen Möglichkeiten angereichert. Das Home-Schooling während der Pandemie habe gezeigt, welch wichtige Rolle digitale Unterrichtsmittel einnehmen könnten. Die flächendeckende Abgabe von Geräten trage zudem erheblich zur Chancengleichheit in Schule und Bildung bei.

Die Schülerinnen und Schüler dürfen die iPads nach Schulschluss auch nach Hause nehmen. Ihr Eigentum sind die Geräte aber nicht: Haben sie die Sekundarschule abgeschlossen, müssen sie sie zurückgeben.

Bereits im Herbst 2019 hatte der Grosse Gemeinderat den Antrag des Stadtrates unterstützt und die Tablets bewilligt. In einer «umfangreichen Submission» fiel die Wahl dann schliesslich auf das Apple-Produkt. Dieses erfülle die Anforderungen der Schulen momentan am besten, schreibt die Stadt dazu.

Schaffhausen setzt auf Microsoft und Apple

Weil der Lehrplan 21 den vermehrten Einsatz von Technologie fordert, rüsten auch andere Gemeinden auf. Vergangene Woche etwa gab die Stadt Schaffhausen bekannt, dass sie 3500 Tablets für alle Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse anschafft. Dort fiel die Wahl aber auf ein Tablet der Marke Microsoft.

«Neu stehen in der Stadt Schaffhausen im Kindergarten pro Kindergartenklasse drei iPads zur Verfügung, in der 1. bis 3. Klasse sind es zwölf iPads pro Klasse und ab der 4. Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler ihr persönliches Leihgerät, ein Surface Go. Die Lehrpersonen bekommen leihweise ein Surface Pro 7. So sind in der Stadt Schaffhausen nun knapp 1000 iPads, 2000 Surface Go und 500 Surface Pro 7 im Einsatz.»

Diese Geräte würden den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen gratis zur Verfügung gestellt. Die Geräte blieben im Eigentum der Stadt Schaffhausen und müssten beim Schulaustritt wieder zurückgegeben werden.

(dsc/sda)

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