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Apple hat am Dienstagabend drei neue Macs vorgestellt. Das Besondere: Die Rechner werden von einem neuartigen Prozessor angetrieben, der besonders effizient sei.
Apple hat am Dienstagabend drei neue Macs vorgestellt. Das Besondere: Die Rechner werden von einem neuartigen Prozessor angetrieben, der besonders effizient sei.screenshot: apple.com

Apple lanciert drei neue Macs, darunter ein Macbook Air auf Steroiden

Die neue Hardware der Kalifornier wird von einer Chip-Eigenentwicklung namens Apple M1 angetrieben.
10.11.2020, 21:0511.11.2020, 14:17

Wie bei den iPhones und iPads verbaut Apple nun auch bei seinen Mac-Computern eigene Chips.

Am Dienstag hat das Unternehmen die ersten Modelle der neuen Hardware-Generation vorgestellt.

In Macs steckt neu ein iPhone-Chip?

Gewissermassen. Ein System-on-a-Chip (SoC), um genau zu sein. Eine Eigenentwicklung, Apple M1 genannt.

Es handelt sich um eine aufgemotzte Variante von Apples mobilem Prozessor A14 Bionic, der die diesjährigen iPhone-Modelle (iPhone 12, 12 Pro, 12 Pro Max, 12 Mini) antreibt und auch im iPad Air (4. Generation) verbaut ist.

Apple Silicon basiert auf der ARM-Architektur und beinhaltet verschiedene Zusatz-Chips, die selbst produziert werden, respektive vom Apple-Partner TSMC (Taiwan) kommen.

Welche Macs kommen mit dem Apple M1 heraus und was kosten sie?

Apple hat am Dienstag die drei ersten Macs vorgestellt, die vom neuen Apple-M1-Prozessor angetrieben werden. Man kann sie laut Ankündigung ab sofort vorbestellen.

  • Macbook Air (13,3 Zoll), ab 1079 Franken
  • Macbook Pro (13,3 Zoll), ab 1399 Franken
  • Mac Mini, ab 779 Franken

Laut Apple-Website sind sie ab 17. November erhältlich.

Macbook Air
(13,3 Zoll, ab 1079 Fr.)​

Der erste Apple-Laptop mit dem M1-Prozessor ist ein neues Macbook Air. Es soll bis zu 3,5x schneller sein als die vorhergehende Generation, speziell bei Bildbearbeitungen.

Die Grafikleistung sei sogar fünf Mal so hoch. Und es lasse auch den «schnellsten Windows-Laptop seiner Klasse» hinter sich, hiess es an der rund 45-minütigen Präsentation.

Bild: Apple
  • Das 13,3-Zoll grosse LCD-Display (2560 x 1600 Pixel) kann den DCI-P3-Farbraum abbilden.
  • Das neue MacBook Air ermögliche bis zu 15 Stunden kabelloses Surfen im Internet und bis zu 18 Stunden Videowiedergabe.
  • Der Laptop verfügt über einen Touch-ID-Fingerabdruckscanner, ein Force-Touch-Trackpad, einen Klinkenstecker und zwei Thunderbolt 3/USB 4 (USB-C) zum Anschluss von Equipment und Ladegerät.
  • Der SSD-Speicher sei doppelt so schnell und bei der Laufzeit verspricht Apple, dass man bis zu 6 Stunden mehr (im Vergleich zum alten MacBook Air) bekommt.
  • Das neue Apple MacBook Air benötigt jetzt keinen aktiven Lüfter mehr und bringt laut Apple bis zu 5 Mal mehr Performance bezüglich Grafikleistung mit.

Die wichtigsten Herstellerangaben:

screenshots: apple.com

Macbook Pro
(13,3 Zoll, ab 1399 Fr.)

Das erste Macbook Pro mit dem Apple-M1-Prozessor hat einen 13,3 Zoll grossen Bildschirm (2560 x 1600 Pixel).

  • Das Macbook Pro verfügt über einen Fingerabdruckscanner (Touch ID), ein Force-Touch-Trackpad, einen Klinkenstecker und zwei Thunderbolt 3/USB 4 (USB-C) zum Anschluss von Equipment und Ladegerät.
  • Der Akku soll unter Dauerbelastung 17 Stunden Webbrowsing bzw. 18 Stunden Videowiedergabe ermöglichen.
screenshots: apple.com

Mac Mini
(ab 779 Fr.)

Als dritten Computer mit dem neuen Apple-M1-Prozessor ist ein neuer Mac Mini vorgestellt worden. Dabei handelt es sich um einen Mini-Desktop-PC ohne Bildschirm.

  • Der neue Mac Mini hat unter anderem zwei Thunderbolt/USB 3.1-Ports (USB-C), zwei USB-A-Anschlüsse, Gigabit-Ethernet, einen Klinkenstecker sowie HDMI 2.0. Mit an Bord sind AC-WLAN und Bluetooth 5.0.

Die Herstellerangaben:

Was kann der Apple M1?

Apple entwickelt nicht nur einen Prozessor, sondern eine ganze Prozessor-Familie. Die erste Generation trägt die Bezeichnung Apple M1, ist im 5nm-Verfahren produziert, nicht nur äusserst energieeffizient, sondern biete auch genug Power für Desktop-Anwendungen. Auch der Arbeitsspeicher (RAM) sei in das neue System-on-Chip (SoC) integriert.

screenshot: apple.com
  • Der Apple M1 beinhaltet 8 CPU-Kerne, aufgeteilt in 4 energieeffiziente Kerne und 4 Hochleistungs-Kerne. Der High-Performance-Kern sei der schnellste am Markt.
  • Der in das SoC integrierte Grafikprozessor (GPU) hat ebenfalls 8 Kerne, die knapp 25'000 Threads verarbeiten können. Er sei wesentlich schneller als bisherige Laptops.
  • Thunderbolt 4 und USB-C werden unterstützt.
screenshots: apple.com

Wann kommt das neue Mac-Betriebssystem?

Apple hat am Dienstagabend das Veröffentlichungsdatum des neuen Mac-Betriebssystems macOS 11 Big Sur kommuniziert. Das Software-Update ist am 12. November verfügbar.

macOS Big Sur wurde unter der Haube komplett neu gestaltet, damit es auch mit den neuen Apple-Silicon-Macs läuft. Zudem rückt die Benutzeroberfläche näher an die iPhone-Software iOS heran. Alles ist bunter und moderner.

Umweltschutz?

Apple hat während der Präsentation auf die vergleichsweise umweltschonende Produktion hingewiesen. Das Gehäuse sei vollumfänglich aus rezykliertem Aluminium, zudem verbrauchten die neuen Macs deutlich weniger Strom.

Die (sehenswerte) 45-minütige Produkte-Show als YouTube-Video:

Das Mac-Promo-Video:

«One More Thing»? Oh ja, der «PC Guy» (Jon Hodgman) ist zurück ...

Quellen

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80 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Aulus Agerius
10.11.2020 23:37registriert Februar 2018
Würde doch nur zu jeder Produktvorstellung eines jeden Herstellers ein solch ausführlicher Bericht erscheinen.
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C
10.11.2020 23:25registriert Januar 2014
Was Apple hier macht, ist bemerkenswert. Man beherrscht nun nach den Services und der Software nun mit dem eigenen Prozessor auch den Kern der Hardware-Lieferkette bei Notebooks.

Ich finde die neuen 13“-Notebooks mit M1 super spannend. Die Hoffnungen auf absurd lange Laufzeit scheinen sich zu erfüllen. Klasse Display. Bin auf Reviews gespannt.

Aber eben, bei den grossen 16“-Notebooks setzt Apple immer noch auf Intel. Es ist also ein Experiment und beide Welten existieren gleichzeitig.

Ich wünsche Apple viel Glück.
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Deahead
10.11.2020 23:09registriert November 2020
Auf Stereoiden? Bevor man das Schreibt, sollte man evtl auf Benchmarks warten. Er scheint gerade mal 2.8x schneller zu sein als der Chip im schwächsten direkten Vorgänger und schneller als die CPUs in 300 CHF Windows Notebooks. Direkter Vergleich mit 2.8-facher Geschwindigkeit ist mit dem Vorgängermodell mit einem 1,7 GHz Quad i7 (Coffee Lake I7-8557). Also eine 3-Generationen alte günstig-CPU von Intel. Abwarten und Kaffee trinken.
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