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Apples «Vision Pro» kommt – und es wird ziemlich kompliziert

epa10675042 A handout photo made available by Apple showing Apple CEO Tim Cook introducing the Apple Vision Pro during the keynote address for the 2023 Apple Worldwide Developers Conference (WWDC) on  ...
Apple-Chef Tim Cook fiebert der Lancierung der neuen Hardware entgegen.Bild: keystone

Apples «Vision Pro» kommt – und es wird ziemlich kompliziert

Der US-Konzern will seine «revolutionäre» Mixed-Reality-Brille laut Medienberichten im Februar lancieren. Marktbeobachter sprechen von der bislang «komplexesten Produkteinführung».
21.12.2023, 16:2221.12.2023, 16:23
Steve Haak / t-online
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Ein Artikel von
t-online

Apple bereitet den Verkaufsstart seiner Mixed-Reality-Brille Vision Pro für Februar 2024 vor. Das berichtet der bekannte Apple-Insider Mark Gurman in einem Artikel des Nachrichtenportals «Bloomberg».

Wie Gurman unter Berufung auf «mit der Angelegenheit» vertraute Personen schreibt, habe Apple die Produktion der Datenbrille bei seinen chinesischen Fertigern gesteigert und damit die Voraussetzungen für eine baldige Markteinführung geschaffen.

«Die Vision Pro ist die erste neue Produktkategorie von Apple seit dem Beginn des Verkaufs von Smartwatches im Jahr 2015.»

Was ist Mixed Reality?

Bei Mixed Reality werden mittels einer Datenbrille digitale Objekte in die reale Umgebung eingeblendet, sodass sie mit der Umwelt verschmelzen und miteinander interagieren.

Zum Beispiel: Ein virtuell eingeblendeter Hund schaut hinter einem echten Baum hervor. Ausserdem gibt es noch Virtual Reality (der Nutzer sieht nur eine virtuelle Welt vor sich, beispielsweise einen virtuellen Hund in einer virtuellen Welt) und die Augmented Reality: Hier werden ebenfalls digitale Objekte in die reale Welt eingeblendet; sie interagieren hier jedoch nicht mit der Umwelt.

Zudem habe der Konzern Mitte dieser Woche eine E-Mail an Softwareentwickler mit der Bitte verschickt, sich auf die Vision Pro vorzubereiten, «indem sie ihre Apps mit den neuesten Tools testeten». Auch das sei ein Zeichen für eine bevorstehende Veröffentlichung, so Gurman.

Die Einführung der Datenbrille sei die bislang «komplexeste Produkteinführung von Apple» und erfordere völlig neue Vertriebsstrategien, heisst es weiter. Warum? Weil die Datenbrille Komponenten besitze, die an die Bedürfnisse der Kundschaft angepasst werden müssten, heisst es.

Dazu gehörten unter anderem Teile, die dafür verantwortlich seien, dass das Gerät richtig am Kopf des Users angebracht werden könne. Andernfalls würden Inhalte möglicherweise nicht richtig angezeigt werden können.

So einfach soll die Bedienung sein:

Aufwendige Schulung der Apple-Store-Angestellten

Die Vision Pro soll in zahlreichen Grössen und Konfigurationen verfügbar sein.

Ausserdem sei die Schulung der Mitarbeiter in den Apple-Filialen aufwendig, schreibt Gurman weiter. Der Konzern wolle im Januar mindestens zwei Mitarbeiter aus jeder seiner Filialen zur Weiterbildung in seine Zentrale ins kalifornische Cupertino schicken. Dort sollen die Angestellten den richtigen Umgang mit dem Headset lernen.

Der iPhone-Konzern hatte im vergangenen Juni das Gerät vorgestellt, das äusserlich an eine Hightech-Skibrille erinnert. Das Headset kann auf seinen Displays digitale Objekte in die reale Umgebung einblenden.

Die erste Generation der Vision Pro soll 3499 US-Dollar kosten. Wann die Brille nach Europa kommt, ist nicht bekannt. Marktbeobachter rechnen mit einem Verkaufsstart hierzulande frühestens Ende 2024.

«Der Vision Pro ist nur der erste Teil einer – wie Apple hofft – zunehmend erfolgreichen Reihe von Mixed-Reality-Produkten. Das Unternehmen arbeitet bereits an einem komfortableren und kostengünstigeren Modell, das dem Konzept zum Durchbruch verhelfen könnte.»
Mark Gurmanquelle: bloomberg.com

Quellen

(dsc/t-online)

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Apple enthüllt Mixed-Reality-Brille «Vision Pro»
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quelle: apple
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67 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bruchpilot
21.12.2023 21:14registriert Juli 2020
Die Brille muss also genau auf die Nutzerin/den Nutzer angepasst werden. Das bedeutet, dass die Brille in einem Haushalt (theoretisch) nicht geteilt werden kann, sondern jede Person eine eigene kaufen muss. Ein Schelm, wer da böses denkt.
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TCMek
21.12.2023 23:02registriert Dezember 2021
Die angesetzten $3500 für diesen Plastik Backstein sind umgerechnet ca. 7 Monate Krankenkasse Prämien bei mir. Werde das Geld dafür ausgeben müssen.
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Smoke
21.12.2023 19:26registriert Juli 2017
Könnte auch ein ganz grosser Flop werden. Einem grossen Teil der Bevölkerung wird es bei VR und AR Anwendungen speiübel. Weiter fehlt immer noch die Killeranwendung. Wobei Apple wohl so viel Geld in Marketing usw investiert dass es sicher wieder klappt.
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