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Apple startet Verkauf von Vision Pro – in 18 Minuten «ausverkauft»

File - The Apple Vision Pro headset is displayed in a showroom on the Apple campus after it's unveiling on Monday, June 5, 2023, in Cupertino, Calif. The Vision Pro is a high-priced headset that  ...
Die Vision Pro hat mehr als die Konkurrenz zu bieten – und ist viel teurer.Bild: keystone

Apple startet Online-Verkauf von Vision Pro – innert 18 Minuten «ausverkauft», aber ...

Apple findet seit Freitag heraus, wie gross das Interesse der Kundinnen und Kunden an seiner rund 3500 Dollar teuren Computer-Brille ist.
19.01.2024, 17:4719.01.2024, 21:44
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Apple hat am Freitag den Vorverkauf der Vision Pro gestartet, mit der der iPhone-Konzern zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt in eine neue Produktkategorie eintritt.

Das ab 3499 Dollar (ohne Steuern) vorerst nur in den USA angebotene Erst-Generationen-Gerät kommt am 2. Februar auf den Markt. Apple will damit einen sogenannten «räumlichen Computer» etablieren, mit dem sich digitale Inhalte innerhalb der realen Umgebung anzeigen lassen.

Hype zum Start – und offene Fragen

18 Minuten nachdem Apple begonnen hatte, Online-Vorbestellungen für das neue Mixed-Reality-Headset anzunehmen, waren die Bestände bereits ausverkauft, wie der Techblog Apple-Insider berichtet. Die Liefertermine begannen sich nach hinten zu verschieben – um mehrere Monate.

Nach zwei Stunden der Vorbestellungen wurden Liefertermine für die Vision Pro bis in den März und in einigen Fällen sogar bis in den April hinein angegeben, so der Bericht.

Anzumerken bleibt, dass die Zahl der zum Start verfügbaren Vision-Pro-Exemplare nicht öffentlich bekannt ist.

Es gibt widersprüchliche Berichte darüber, wie viele Exemplare vorab gefertigt wurden. Unbestätigte Berichte aus der Lieferkette in China gingen von 400'000 Stück aus. Doch der Analyst Ming-Chi Kuo glaubt, dass bislang nur zwischen 60'000 und 80'000 Headsets verfügbar sind.

Apple bringt die Vision Pro zunächst nur in den USA auf den Markt. Wann sie nach Europa kommen wird, ist unklar. Zuletzt war der Konzern 2015 mit seiner Computer-Uhr Apple Watch in eine neue Produktkategorie vorgedrungen.

Was sollen wir damit anfangen?

Die Vision Pro nimmt die Umgebung mit Kameras auf und gibt sie zusammen mit den zusätzlichen Inhalten auf Displays vor den Augen wieder. Die beträchtliche Rechenleistung stammt von einem M2-Chip aus eigener Entwicklung.

Apple wirbt mit der Möglichkeit, mithilfe der Brille virtuelle Displays zum Arbeiten im Raum zu verteilen, Filme wie auf einer grossen Leinwand zu sehen oder über mit dem iPhone aufgenommenen 3D-Videos Erinnerungen aufzufrischen.

Ein markantes Element der Apple-Brille ist das Display auf der Aussenseite, das die Augenpartie anzeigen kann. Bei der Bestellung soll man das Gesicht mit den FaceID-Sensoren eines iPhones oder iPads scannen lassen, damit Apple die passende Form der Abdichtung von Aussenlicht wählen kann.

Apple sicherte sich vor dem Start Unterstützung unter anderem vom Unterhaltungsriesen Disney, der Filme und Videos optimiert auf der Brille verfügbar machen will.

Dagegen verzichten etwa Netflix und Googles marktführende Videoplattform YouTube zum Start auf eine Vision-Pro-App und verweisen darauf, dass man sich ihre Videoinhalte auf der Brille im Webbrowser ansehen könne.

Apple sehe für seine Brille eine Zukunft unter anderem auch in der Chirurgie, für Flugzeugreparaturen sowie Bildung, berichtete der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf ein internes Video des Konzerns.

Und die Konkurrenz?

Die Vision Pro wird vor allem gegen die Quest-Brillen des Facebook-Konzerns Meta antreten. Meta spezialisierte sich ursprünglich auf virtuelle Realität (VR), bei der die User komplett in digitale Welten eintauchen. Doch insbesondere das aktuelle Modell Quest 3 kann auch die reale Umgebung anzeigen. Die Quest 3 wird von Meta für 500 Dollar verkauft.

Mark Zuckerbergs Konzern steckt Milliarden in das Geschäft, es blieb bisher aber ein Nischenmarkt. Apple setzt auf ein besseres Erlebnis mit seinem kostspieligeren Gerät. Die Vision Pro kostet in der teuersten Version mit einem TB Speicher 3899 Dollar.

Quellen

Mit Material der Nachrichtenagentur Keystone-SDA

(dsc)

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quelle: ap / patrick semansky
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19 Kommentare
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Schnifi
19.01.2024 19:08registriert April 2015
Ist die Verschiebung des Lieferdatums mit "um mehrere Monate" nicht ein bisschen überdramatisiert, wenn im gleichen Text die Rede von Februar (Launch) zu "sogar April" ist? :D

Ok zwei sind mehrere..
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dmark
19.01.2024 21:34registriert Juli 2016
Es gibt wieder Nieren im Organhandel...
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Chanti10
19.01.2024 19:10registriert Juli 2023
"Die Vision Pro wird vor allem gegen die Quest-Brillen des Facebook-Konzerns Meta antreten."

Eher gegen Microsofts HoloLens 2. Diese wird seit Jahren vertrieben und auch rege genutzt, wo sie auch einen Sinn ergibt. Verschiedene Autohersteller, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen benutzen sie schon seit Jahren. In der LifeScience Fakultät der FHNW wird die HoloLens seit 2017 genutzt.
Die Meta Quest ist dagegen für normal sterbliche, rein zur Unterhaltung.
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