Bei Skoda kommt etwas Grosses
Da sich die mittelgrossen Elektro-SUVs Enyaq und Elroq glänzend verkaufen, bringt Skoda in diesem Jahr, na klar, zwei weitere SUVs. Der kleinere Epiq kommt im Herbst und nun präsentiert Skoda erstmals den grösseren Peaq. Auch der zweite neue Stromer soll ab Herbst zu den Händlern rollen.
Während der Epiq einen Startpreis ab 26'000 Euro haben soll, dürfte der Peaq locker doppelt so viel kosten. Die Preise werden erst mit dem Bestellstart ab August bekannt, aber Skoda lässt durchblicken, dass man sich an den Preisen des etwas kleineren Verbrenner-Modells Kodiaq orientiert. Diesen gibt es aktuell ab rund 50'000 Franken.
Mit einer Länge von 4,87 Metern übertrifft der Epiq Skodas bislang grössten E-SUV Enyaq um 22 Zentimeter. Platz wird der Peaq somit reichlich bieten: Der neue Fünfsitzer soll einen Kofferraum von 1010 Litern bereithalten. Auf Wunsch gibt es eine dritte Sitzreihe, dann bleiben noch 299 Liter Kofferraumvolumen. Dazu findet man vorn einen kleinen Frunk mit 37 Litern Stauraum.
Drei Varianten zum Start
Skodas grosser Familien-SUV kommt mit Heck- oder Allradantrieb: Das Basismodell Peaq 60 mit 150 kW hat einen 63 kWh starken Akku, der eine Reichweite von bis zu 460 Kilometern ermöglicht.
Das Modell Peaq 90 mit 210 kW bringt einen grossen 91-kWh-Akku mit sich, der laut Skoda Reichweiten über 600 Kilometer ermöglicht. Diese Variante wird es mit dem gleichen Akku auch als Allradmodell Peaq 90x mit 220 kW geben. Ein nochmals deutlich leistungsfähigeres RS-Modell folgt etwas später.
Alle zum Start verfügbaren Varianten laden in 27 bis 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Beim kleineren Akku soll die maximale DC-Ladeleistung bei rund 160 kW liegen, der grössere Akku lädt mit bis zu 195 kW.
Und der Innenraum?
Bilder des Innenraums veröffentlicht Skoda noch nicht, aber ein paar Informationshäppchen sind bereits bekannt: Das zentrale 13,6-Display ist anders als bei Skodas bisherigen Stromern vertikal angeordnet. Zudem gibt es neu ein deutlich grösseres Kombiinstrument hinter dem Lenkrad, das 10 Zoll misst. Weiterhin findet man separate Tasten und ein Drehrad auf der Mittelkonsole, mit deren Hilfe man u. a. die Klimatisierung und die Lautstärke reguliert.
Das Infotainment-System wird Android-basiert sein, aber ohne «Google built-in», also ohne Google Play Store. Skoda und die anderen VW-Marken setzen auf einen eigenen, Android-basierten App-Store, um beim Infotainment nicht vollständig von Google abhängig zu werden. Dieser eigene Android-App-Store wird auch in den neuen Modellen der anderen Volkswagen-Marken – Audi, Porsche, Cupra und natürlich VW – Einzug halten.
Diese neue Infotainment-Software basierend auf Android Automotive OS ist eine Zwischenstufe, bis ab 2027 die vollständig neue Systemarchitektur, die zusammen mit Rivian entwickelt wird, im Kleinwagen VW ID.1 debütieren wird.
(oli)
