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ChatGPT will Nutzerinfos merken

FILE - The OpenAI logo is seen displayed on a cell phone with an image on a computer monitor generated by ChatGPT's Dall-E text-to-image model, Dec. 8, 2023, in Boston. ChatGPT maker OpenAI has o ...
ChatGPT bekommt ein Gedächtnis für Nutzer-Informationen.Bild: keystone

ChatGPT wird bald wissen, ob deine Tochter Quallen mag – und sich deine Nutzerinfos merken

14.02.2024, 06:3614.02.2024, 06:36

Der Chatbot ChatGPT soll sich künftig Informationen über seine Nutzer merken können. Die Funktion wird zunächst im kleinen Kreis getestet, wie die Entwicklerfirma OpenAI am Dienstag mitteilte.

Damit würde sich Software zum Beispiel daran erinnern, dass man eine Tochter habe, die Quallen mag, erläuterte die Entwicklerfirma OpenAI. Bittet man ChatGPT dann, eine Geburtstagskarte für das Kind zu entwerfen, könnte eine Qualle mit Partyhut auf dem Bild sein. Bis alle von der neuen Fähigkeit profitieren können, dürfte es allerdings dauern: Die Funktion wird zunächst im kleinen Kreis getestet.

Damit ChatGPT sich künftig ganz sicher Informationen über Nutzer merkt, können sie den Chatbot darum bitten. Zugleich kann die Software selbst versuchen, Wissen über die Nutzer aus Unterhaltungen mit ihr herauszupicken. «Das Gedächtnis von ChatGPT wird besser, je mehr man es nutzt», betonte OpenAI.

Vorsichtsmassnahmen geplant

Die Funktion kann zugleich neue Ängste auslösen, dass Software zu viel über ihre Nutzer wisse. OpenAI will Vorsichtsmassnahmen ergreifen. So merkt sich ChatGPT empfindliche Informationen etwa mit Bezug zur Gesundheit nicht automatisch – sondern nur auf Bitten der Nutzer.

Auch kann man abfragen, was die Software über einen weiss - und alle oder einzelne Angaben löschen. Die Gedächtnis-Funktion soll den Chatbot nützlicher machen. Für Unterhaltungen ohne Personalisierung gibt es temporäre Chats. Die Informationen daraus werden auch nicht zum weiteren Anlernen der Software verwendet. Die Gedächtnis-Funktion kann zudem komplett ausgeschaltet werden.

Nutzen für Firmen

Nutzen für die Erinnerungs-Fähigkeit sieht OpenAI auch beim Einsatz in Unternehmen. So könne sich die Software merken, in welchem Format man am liebsten Zusammenfassungen von Treffen auf der Arbeit bekomme. Oder sie könne sich merken, in welchem Stil man seine Texte schreibt und diesen bei Formulierungsvorschlägen anwenden.

ChatGPT ist der KI-Chatbot, der vor einem Jahr den Hype um Künstliche Intelligenz mit Erwartungen von einem digitalen Schlaraffenland für alle bis hin zur Angst vor einem Auslöschen der Menschheit auslöste. KI-Chatbots wie ChatGPT werden mit gewaltigen Mengen an Informationen angelernt und können Texte auf dem sprachlichen Niveau eines Menschen formulieren. Das Prinzip dahinter ist, dass sie Wort für Wort abschätzen, wie ein Satz weitergehen sollte. Ein Nachteil davon ist, dass die Software manchmal auch völlig falsche Antworten ausgeben kann, selbst wenn sie nur korrekte Informationen als Basis hatte. (yam/sda/dpa)

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