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(FILES) This February 20, 2014 file photo shows  a logo of WhatsApp, the popular messaging service bought by Facebook in New York. Facebook on October 6, 2014 completed its buy of mobile messaging application WhatsApp, with the mostly stock deal tallying nearly $22 billion. The acquisition was given the colossal price tag of $19 billion when the deal was struck in February, but a rise in Facebook shares has pushed the value even higher.

Android kommt zuerst, die iPhone- und Windows-Phone-Nutzer müssen sich gedulden. Bild: AFP

Update für Android bringt Verschlüsselung

WhatsApp wird um Welten sicherer. Sogar sicherer als Threema und iMessage

WhatsApp war lange verschrien, löchrig wie ein Emmentaler zu sein. Das neuste Update für Android macht die Kommunikation über die Chat-App endlich abhörsicher.

WhatsApp gilt bei Datenschützern als eine der unsichersten Kurznachrichten-Apps. Im Gegensatz zu Threema aus der Schweiz verzichtete WhatsApp lange auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Über WhatsApp versendete Textnachrichten waren daher für Angreifer relativ einfach zu lesen. 

Jetzt kommt die überraschende Nachricht, dass das neueste Update für Android eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung beinhaltet. Die neue Verschlüsselung macht WhatsApp voraussichtlich zum aktuell sichersten Messenger. Die WhatsApp-Besitzerin Facebook hat sich die Kritik an der Datensicherheit endlich zu Herzen genommen und bietet nun mit «TextSecure» eine Verschlüsselung an, die bei unabhängigen Datenschützern als aktuell sicherste Lösung gilt. WhatsApp, beziehungsweise Facebook selbst, kann die Verschlüsselung laut Blog der TextSecure-Entwicklerfirma nicht knacken. Auch die Polizei soll so keinen Zugang mehr auf WhatsApp haben.

WhatsApp für Android sei nun sicherer als sämtliche Lösungen von Google, Microsoft oder Apple – so die vollmundige Selbstaussage. Der Haken: Erst wenn auch die WhatsApp-Versionen für das iPhone, Windows Phone und andere Geräte Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, kann man wirklich von einer sicheren Lösung sprechen, wie sie etwa Threema schon jetzt bietet. Wann auch iPhone-Nutzer und Windows-Phone-Nutzer verschlüsselte WhatsApp-Nachrichten verschicken können, ist noch unklar.

Der Facebook Messenger, der ja seit der WhatsApp-Übernahme aus dem gleichen Haus kommt, bietet keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Sicherer als Apples iMessage und Threema

Der einzige sichere Chat-Dienst in vergleichbarer Grösse ist Apples iMessage, mit mehr als 800 Millionen Nutzern. In einem kürzlich durchgeführten Test der Electronic Frontier Foundation (EFF) erhielt iMessage vier von sieben Punkten und Threema fünf Punkte. WhatsApps neue Verschlüsselung TextSecure erhielt die maximale Punktzahl. Die Entwickler von TextSecure lassen ihren Code im Gegensatz zu Threema von unabhängigen Prüfern testen.

Bei iMessage bestehen trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Sicherheitsbedenken: So lassen sich die kryptographischen Schlüssel nicht bestimmten Nutzern zuweisen. Das heisst, die Identität von Kontakten kann nicht verifiziert werden. Im Umkehrschluss könnte Apple (bzw. die NSA) theoretisch neue Schlüssel generieren, um heimlich Nachrichten abzufangen. Ein weiteres Problem sind die iCloud-Backups, die die Verschlüsselung auf dem Endgerät hintertreiben bzw. aushebeln. 

Fraglich ist, ob bei iMessage die sogenannte «Forward Secrecy» gewährleistet ist. Das heisst, das bei jeder neuen Nachricht ein neuer Schlüssel verwendet wird, Laut EFF erfüllt iMessage dieses Kriterium, laut dem US-Magazin «Wired» hingegen fehlt dieses Sicherheitselement. 

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Was wären Chat-Apps ohne Emoji? Noch besser sind Emoji im echten Leben

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(oli/dsc)



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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 19.11.2014 09:09
    Highlight Highlight End-zu-End encryption ist nett, aber entscheidend sind dann die private keys. Von wem werden sie generiert und wie und wo werden sie abgelegt.
    • Andres Mitavic 21.11.2014 01:08
      Highlight Highlight Genau das ist der Punkt!
  • Christian Denzler 19.11.2014 07:26
    Highlight Highlight Solange die Geheimdienste nur mithören gehört man zum Hintergrundrauschen. Kritisch wird es erst wenn Menschen in Anzügen einen besuchen oder man einen roten Punkt auf der Stirn hat. Echte Gefahren werden nicht über den Rechtsstaat geregelt.
  • Nunja 18.11.2014 22:25
    Highlight Highlight Lustig, mein Favorit, den anscheinend nach diesem Artikel 800 Millionen andere auch mitbenützen, ist nicht aufgeführt. Ich nutze am liebsten und häufigsten iMessage.
  • smoe 18.11.2014 21:11
    Highlight Highlight Ein wichtiger Aspekt taucht in solchen Diskussionen leider selten auf:

    Im Moment landet man als Benutzer von Diensten, die die Sicherheit und Privatsphäre der Benutzer schützen automatisch auf einer Liste von Verdächtigen der NSA und wohl auch anderer Geheimdienste. Man hat ja offensichtlich etwas zu verbergen, aus deren Sicht.

    Wenn nun aber grosse Anbieter wie WhatsApp auf End-Zu-End-Verschlüsselung setzten, kommunizieren auf einen Schlag Millionen von Benutzern verschlüsselt und verunmöglichen dem Staat eine solche Generalverdächtigung.

    Und u.a. deshalb ist das hier eine grossartige Nachricht. Wessen Leben aber von sicherer Kommunikation abhängt, sollte nach wie vor auf die Apps setzten die von der EFF das höchste Rating bekommen haben wie TextSecure, Silent Text oder CryptoCat bzw. um ganz sicher zu sein im Moment gar kein Mobiltelefon verwenden.
    • Cox 19.11.2014 13:56
      Highlight Highlight "Im Moment landet man als Benutzer von Diensten, die die Sicherheit und Privatsphäre der Benutzer schützen automatisch auf einer Liste von Verdächtigen der NSA und wohl auch anderer Geheimdienste. Man hat ja offensichtlich etwas zu verbergen, aus deren Sicht. "

      Ich habe noch nie verstanden, wie man auf solche Ideen kommen kann. Die NSA interessiert sich noch lange nicht so stark für Ihre Whatsapp-Nachrichten und Ihre Nummer wie Sie denken oder es gerne hätten.
    • smoe 19.11.2014 21:33
      Highlight Highlight http://en.wikipedia.org/wiki/XKeyscore
      http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/nsa230_page-1.html

      «Merely searching the web for the privacy-enhancing software tools outlined in the XKeyscore rules causes the NSA to mark and track the IP address of the person doing the search. Not only are German privacy software users tracked, but the source code shows that privacy software users worldwide are tracked by the NSA.»

      Ich glaube nicht, dass sich die NSA sonderlich für *meine* Whatsapp Nachrichten interessiert. Deshalb verwende ich auch hauptsachlich Whatsapp. Aus Bequemlichkeit. Weil es mir völlig egal ist wer die mitliest. Die Nachrichten die ich dort sende, könnte ich auch öffentlich twittern.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 20.11.2014 00:29
      Highlight Highlight @smoe, nicht was du schreibst ist wertvoll, sondern was deine Identitaet darstellt. Einen unauffaelligen, unbescholtenen Buergee. Genau so eine Identitaet ist teilweise die richtige Tarnung fuer einen geheimdienst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • jamaika 18.11.2014 20:55
    Highlight Highlight ja klar...und schweizer Kühe können neuerdings stricken !!
  • Captain Metal 18.11.2014 20:16
    Highlight Highlight Ist schon 1. April? Ich benutze Whatsapp nicht mehr, seit es zu Facebook gehört.
    Diensten aus den USA ist generell nicht zu trauen und im Internet gilt sowieso "Feind hört mit".
  • OTB 18.11.2014 19:04
    Highlight Highlight Ja genau ! Danke für den Witz der Woche !
  • Herr Noergler 18.11.2014 18:56
    Highlight Highlight Sicherer als iMessage sicher, dort steckt ja auch Apple dahinter. Und dem Zuckerberg glaube ich eh kein Wort. Somit bleibe ich also bei Threema.
    • ast1 19.11.2014 11:15
      Highlight Highlight Mit dem Unterschied, dass Apple Geräte und Software verkauft und deshalb geringes Interesse an den Daten der Kunden hat. Facebook, Google & Co. sammeln möglichst viele Daten um gezielte Werbung zu ermöglichen.
  • Androider 18.11.2014 18:29
    Highlight Highlight Man beachte, wie sehr hier Threema gepusht wird ^^ Kann als Alternative Telegram empfehlen, da der Messenger über PC benutzt werden kann & die Nachrichten sofort mit dem Handy synchronisiert werden.
  • Zippy 18.11.2014 18:19
    Highlight Highlight Von wegen sicherer als Threema: Gruppennachrichten und Bilder werden nicht verschlüsselt. Das komplette Adressbuch wird nach wie vor abgegrast und in die USA geschickt und eine Handynummer muss man auch zwingend angeben. Wer hier den billigen PR-Gag nicht 10 Kilometer gegen den Wind riecht, dem ist nicht mehr zu helfen.
    • sivi10 18.11.2014 18:46
      Highlight Highlight Sehe ich genau so...
      ausserdem finde ich Threema auch so ein super App vor allem das man keine Handynummer oder E-Mail Adresse benötigt.
    • smoe 18.11.2014 20:13
      Highlight Highlight Ja, die Behauptung von wegen sicherer ist zum jetzigen Zeitpunkt Blödsinn. Aber, abgesehen vom Ersten, sind die von dir genannten Punkte Privatsphäre Probleme. Sehr Unschön, haben aber mit Sicherheit aus technischer Sicht nichts zu tun.

      Natürlich geht es um Marketing, aber das Ganze ist definitiv kein PR-Gag. WhatsApp hat eben nicht schnell selbst etwas zusammengebastelt, sondern ist für die Verschlüsselung eine Partnerschaft mit Open Whisper Systems eingegangen. Diese sind in der Szene hochangesehen und die Leute dahinter haben als Sicherheitsexperten und Internet-Aktivisten einen Ruf zu verlieren.

      Die Verschlüsselung der Gruppenchats und Bilder wird gemäss ihnen als nächstes aufgeschaltet und danach folgt die Unterstützung der restlichen Plattformen. Das sind aber bei WhatsApp einige mehr als bei den anderen Anbietern und wird wohl eine Weile dauern.
      https://whispersystems.org/blog/whatsapp/
  • buehler11 18.11.2014 18:11
    Highlight Highlight Na geht doch :)
  • Blinky 18.11.2014 18:00
    Highlight Highlight Alles was nicht Open Source ist kann nicht als "sicher" gewertet werden. Und schon gar nicht, wenn es Facebook gehört. Ich als IT-Profi mache auf jeden Fall weiterhin einen Bogen um WhatsApp.

    Lasst euch nicht verarschen ;)
    • smoe 18.11.2014 19:50
      Highlight Highlight Dass nur Open Source als sicher gewertet kann, stimme ich zu. Das Problem ist aber, dass man im Moment mit überhaupt keinem Mobiltelefon "sicher" kommunizieren kann.

      Ob nun iPhone, Android, Blackphone, WasAuchImmer 2.0 – alle haben nicht offene Baseband-Prozessoren die ausserhalb des Betriebssystems und jedweder Kontrolle des Benutzers weitgehenden Zugriff (u.a. GPS, Mikrofon) auf das Gerät haben.

      Das heisst natürlich nicht, dass man überhaupt nichts tun sollte, um Apps sicherer zu machen und wenn grosse Player wie WhatsApp das tun sind die Auswirkungen nun mal immens grösser als wenn eine Handvoll IT-Profis auf Alternativen setzt.
    • smoe 18.11.2014 20:23
      Highlight Highlight @Dagobert
      Sicher gewertet bedeutet nicht sicher sein. Software, ob open- oder closed source wird nie komplett sicher sein. Es geht darum, dass bei open source von Unabhängigen die Implementation überprüft werden kann – nicht das diese zwingend alles entdecken.
    • saukaibli 19.11.2014 10:01
      Highlight Highlight Sorry, Blinky, aber wer sich selber als IT-Profi bezeichnet, kann ich nicht ernst nehmen. Bis jetzt hatte JEDER, der sich mir gegenüber als IT-Profi o.Ä. bezeichnete absolut keine Ahnung. Und, naja, wenn ich deine Aussage so durchlese...
      Auch ich bin absoluter Fan von Open Source, einerseits gibt das eine gewisse Sicherheit, aber vor allem finde ich OS ist für die Innovation sehr gut. Lange offene schwerwiegende Lücken gibt's in Open und Closed Source, nur wird bei Closed Source kaum jemand sagen, seit wann eine Lücke da ist.

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