Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

So entsteht die Filterblase: Facebook, Google und News-Portale zeigen uns nicht die relevantesten Informationen zuerst, sondern jene, die uns bereits interessieren. Grafik: Smartcompany

Gefangen in der Filterblase

Was Ihnen Facebook und Google zeigen – und was nicht

Dass Facebook für ein psychologisches Experiment heimlich den Newsfeed manipuliert hat, hat viele empört. Insbesondere all jene, die nicht wussten, dass Facebook nie alle Postings der Freunde anzeigt, sondern nach ausgeklügelten Kriterien auswählt. «Von 1500 Status-Updates werden einem User etwa 300 angezeigt», erklärt Facebook in einem umfassenden Blog-Beitrag. Die Auswahl sei von tausenden Nutzer-spezifischen Kriterien abhängig. 

Im Detail hält Facebook seinen Auswahl-Mechanismus geheim, einige Kriterien sind jedoch bekannt. Status-Updates, die Links, Bilder oder Videos enthalten, schon viele Likes erhalten haben und von etablierten Facebook-Nutzern geschrieben wurden, werden häufiger angezeigt. Auch tauchen Postings zu Themen, die man bereits häufiger geliked hat, vermehrt im eigenen Newsfeed auf.

Das Ziel ist klar: Facebook will, dass die User möglichst lang auf der Website oder in der App verweilen. Daher zeigt uns das soziale Netzwerk nicht eine zufällige oder neutrale Auswahl aller Postings, sondern jene, die uns vermutlich am besten gefallen. 

Das klingt auf den ersten Blick praktisch, hat aber einen entscheidenden Haken. Facebook zeigt uns nicht das echte, reale Facebook, sondern eine künstliche Filterblase. Wir bekommen das zu sehen, was uns schon interessiert und uns bereits gefällt. Abweichende Meinungen, die uns ärgern könnten, versteckt das soziale Netzwerk vor uns. 

Suchmaschinen tun es auch

Genau das gleiche tun Suchmaschinen wie Google und Bing. Sie zeigen uns nicht die relevantesten Suchtreffer zuerst an, sondern jene, die uns vermutlich am meisten interessieren. 

Bild

Google und Bing zeigen jedem Nutzer eine andere Trefferliste.

Die alternative Suchmaschine DuckDuckGo verzichtet laut Eigenangabe auf die Manipulation der Suchergebnisse. Auf der Website dontbubble.us zeigen die Macher von DuckDuckGo unter dem Titel «Aus der Filterblase Ihrer Suchmaschine entkommen» auf, was Sie von den gefilterten Suchergebnissen von Google und Bing halten. Ein Besuch lohnt sich.



Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Matthias Studer 01.07.2014 22:14
    Highlight Highlight Google hat nie ein Geheimnis daraus gemacht. Sie sind ja quasi die Erfinder der personalisierten Suche. Aber man kann es ganz einfach umgehen. Inkognito-Modus öffnen, alle Filter raus und Sucheanfrage starten.
    Oft macht man sich umsonst Sorgen die es in der Realität nicht gibt. Wir geben uns aufgeklärt und selbstbewusst, dabei schaffen wir es kaum noch ohne Unterstützung die Türe zu öffnen.
    • Tomlate 02.07.2014 15:39
      Highlight Highlight Ein solches Vorgehen setzt gewisse Kenntnisse voraus, die dem Grossteil der heutigen Anwender fehlt. Medienkompetenz wird heute einfach so vorausgesetzt. Allerdings ist das Internet und IT überhaupt etwas komplexer, als es das ursprüngliche Fernsehen war.
    • Matthias Studer 02.07.2014 18:45
      Highlight Highlight Dabei ist man nur ein Suchbegriff davon entfernt. Deshalb lasse ich das nicht gelten. Hinweise findet man überall im Netz, in Printmedien oder sogar als Sachbuch. Für die Praxisorientierten gibt es Kurse im Angebot.

      Wie gesagt, die Gesellschaft ist zu faul geworden um sich um eine Angelegenheit selber zu kümmern. Und die Gesetze geben der Gesellschaft leider recht. Die Hersteller sollen quasi Kurse anbieten und dem Konsument erklären, wie er damit umgehen soll.

      Kurzum gesagt, alle kommen auf die Idee, Pornographie im Netz zu suchen, aber niemand schaut wie der Browser funktioniert.

      https://support.google.com/chrome/answer/95464?hl=de

    • Tomlate 02.07.2014 23:32
      Highlight Highlight Stimmt irgendwie schon. Ich habe den Grossteil meines Wissen selbständig erworben. Versuche den Leuten, die mich bei Computerproblemen um Unterstützung bitten jeweils zu erklären, dass ich in den meisten Fällen selber recherchieren muss. Wink mit dem Zaunpfahl, dass sie das auch selber tun könnten. Nur fällt vielen auch das nicht leicht. Ob das faul ist, kann ich nicht beurteilen. Die Leute sind sich Selbstlernen nicht gewohnt. Da ist unser Schulsystem nicht ganz unschuldig. Auf jeden Fall wird eigenständiges Lernen sicher immer wichtiger...

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Googles Sicherheitsteam hat ein halbes Dutzend Fehler im iPhone-Betriebssystem offengelegt. Mehrere davon sind kritisch. Malware-Hersteller und Geheimdienste zahlen Millionen für solche Lücken.

Googles Sicherheitsforscher haben insgesamt sechs neue Schwachstellen in iOS entdeckt. Die Lücken wurden Apple von einer Sicherheitsforscherin und einem Sicherheitsforscher von Googles Project Zero gemeldet. Apple hat letzte Woche fünf dieser Schwachstellen mit dem Update auf iOS 12.4 geschlossen, eine Lücke bleibt aber vorerst bestehen. Inzwischen sind einige Details zu den teils schwerwiegenden Fehlern bekannt: Mehrere der Sicherheitsprobleme betreffen Apples Chat-App iMessage und sind laut …

Artikel lesen
Link zum Artikel