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In einer Vorschauversion der Facebook-App ist ein WhatsApp-Button aufgetaucht.
In einer Vorschauversion der Facebook-App ist ein WhatsApp-Button aufgetaucht.Bild: DAVID W CERNY/REUTERS

Kann man WhatsApp-Nachrichten bald via Facebook verschicken?

In einer Vorabversion der Facebook-App haben Tech-Blogger einen neuen Button entdeckt. Offenbar kann man neben Liken, Kommentieren und Teilen künftig auch Inhalte versenden – per WhatsApp.
07.04.2015, 08:3607.04.2015, 09:47
Ein Artikel von
Spiegel Online

Es ist ein sehr kleines Symbol, das gerade auf verschiedenen Digital-Blogs diskutiert wird. Allerdings ist dieses Minipiktogramm vielen bestens bekannt: Es ist ein Telefonhörer in einer Sprechblase, das Logo des Messenger-Dienstes WhatsApp. In einer Vorabversion der Facebook-App für Android gibt es offenbar einen entsprechenden Button, neuerdings gleichberechtigt neben dem hochgestreckten Daumen zum Liken und dem Pfeil zum Teilen und der Sprechblase zum Kommentieren.

Das berichten unter anderem die Blogs Geektime und Mobilegeeks. Sie haben die zusätzliche Funktion beim Ausprobieren der amerikanischen Vorabversion entdeckt und Screenshots davon verbreitet. Seitdem wird spekuliert: Schliesst Facebook seine eigenen Dienste nun doch mit denen von WhatsApp zusammen?

Eigentlich gab es nämlich erst zum Jahresbeginn eine deutliche Ansage: Der zuständige Facebook-Manager David Marcus hatte im Januar erklärt, dass Facebook und WhatsApp getrennt bleiben sollen, zumindest vorerst. Anfang 2014 hatte Facebook den Kurznachrichtendienst WhatsApp gekauft; bei vielen Nutzern machte sich daraufhin die Sorge breit, ihre Daten würden mit den Beständen des sozialen Netzwerks verknüpft.

«Im Moment geht es nicht um Daten»

Die Verantwortlichen beider Firmen versicherten daraufhin, das sei nicht geplant. «Im Moment geht es nicht um Daten», sagte Marcus im Januar. Derzeit hätten beide Dienste, der Messenger und WhatsApp, das Ziel, die Marke von einer Milliarde Nutzern zu knacken.

Wegen dieser Ankündigungen sorgt der neue Button für Irritationen – auch wenn sein Auftauchen gut ein Jahr nach der Übernahme kaum überrascht. «Es sieht also so aus, als ob WhatsApp nun langsam aber sicher von Facebook aufgeschnupft würde», heisst es bei «MobileGeeks». Ein Leser kommentiert darunter: «Wenn sie WhatsApp und Facebook zwingend verbinden, ist es für mich Zeit zu gehen.»

Auch andere Nutzer versichern, in einem solchen Fall die Dienste nicht mehr nutzen zu wollen. Ein Nutzer wendet allerdings ein: Nur weil offenbar ein kleiner Sendeknopf geplant sei, heisse das noch lange nicht, dass der komplette Dienst aufgesogen und komplett in Facebook integriert werde.

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(juh)

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