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This Monday, July 30, 2019 photo shows an update information of Facebook application on a mobile phone displayed at a store in Chicago. The FBI is looking for outside contractors to monitor social media for potential threats, setting up a possible conflict with Facebook and other companies over privacy. (AP Photo/Amr Alfiky)

Ob und wie viele Schweizer Facebook-User betroffen sind, ist nicht bekannt. Bild: AP

Hunderte Millionen Handynummern von Facebook-Usern «geleakt» – das musst du wissen

Der US-Konzern wird vom nächsten Datenskandal durchgeschüttelt.



Die Telefonnummern von rund 420 Millionen Facebook-Usern waren frei über das Internet (Web) zugänglich. Die Online-Datenbank scheint aus bei Facebook öffentlich abrufbaren Informationen zusammengestellt worden zu sein.

Der amerikanische Social-Media-Konzern versuchte am Mittwoch zu beschwichtigen und erklärte, es gebe keinen Hinweis darauf, dass damit Accounts gehackt worden seien.

Ob Schweizer direkt betroffen sind, ist nicht bekannt.

Wer steckt dahinter?

Es ist zur Zeit unklar, wer die Datenbank erstellt und hochgeladen hat. Laut Facebook handelt es sich dabei um alte Daten. Sie seien anscheinend gesammelt worden, bevor das Online-Netzwerk im vergangenen Jahr die Möglichkeit abschaffte, Bekannte mit Hilfe ihrer Telefonnummer zu finden.

Die Datei mit den Telefonnummern hatte ein IT-Sicherheitsforscher entdeckt und darauf der US-Techblog TechCrunch hingewiesen. Sie sei unverschlüsselt zugänglich gewesen und inzwischen entfernt worden.

Dies sei die jüngste sicherheitsrelevante Verfehlung in Zusammenhang mit Facebook-Daten nach einer Reihe von Vorfällen seit dem Cambridge-Analytica-Skandal, bei dem mehr als 80 Millionen Profile missbräuchlich verwendet wurden.

Wer ist betroffen?

Unter den Telefonnummern seien 133 Millionen Facebook-Nutzer aus den USA gewesen, wie auch 18 Millionen aus Grossbritannien und über 50 Millionen aus Vietnam.

Jeder Datensatz enthielt die eindeutige Facebook-ID eines Benutzers und die im Konto angegebene Telefonnummer. Die Facebook-ID eines Benutzers ist in der Regel eine lange, eindeutige und öffentliche Nummer, die seinem Konto zugeordnet ist und die leicht verwendet werden kann, um den Benutzernamen eines Kontos zu erkennen.

quelle: techcrunch.com

Aber nicht nur das: Die Datenbank-Einträge enthielten offenbar auch weitere Angaben, etwa zum Geschlecht, wie ein von Tech Crunch veröffentlichter Screenshot zeigt.

Bild

Anonymisierter Datensatz eines britischen Facebook-Users. screenshot: techcrunch.com

Warum ist das gefährlich?

Zum einen droht exponierten Handynutzern, dass sie mit unerwünschten Werbenachrichten (Spam) und personalisierten Phishing-Versuchen (Spear Phishing) attackiert werden.

Die grösste Gefahr bei persönlichen Kontaktdaten ist, dass Kriminelle sie nutzen könnten, um Account-Passwörter zurückzusetzen und die Profile zu kapern. Dies wäre durch eine Angriffsmethode möglich, die SIM-Swapping genannt wird: Ein Angreifer bringt den Kundendienst eines Mobilfunk-Providers dazu, eine Handynummer neu zu vergeben. Das ist nur schwer vorstellbar, scheint aber immer wieder zu funktionieren, wie publik gemachte Fälle demonstrieren.

Gerade erst hat Twitter mitgeteilt, dass wegen eines solchen Angriffs der Funktionsumfang eingeschränkt werde.

Facebook hatte bereits im April 2018 eingeräumt, dass die Freunde-Suche nach Telefonnummern dazu missbraucht wurde, Daten abzugreifen, und schaltete die Funktion ab.

(dsc/sda/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chnobli1896 05.09.2019 13:22
    Highlight Highlight Ist es überhaupt ein Leak wenn die Daten öffentlich zugänglich sind?
  • Nurmalso 05.09.2019 13:01
    Highlight Highlight Früher war die Telefonnummer war Telefonnummer Adresse und Beruf für alle Menschen öffentlich einsehbar welche eine Telefonkabine betraten. Also tut jetz nicht so als ob das jetzt der Weltuntergang wäre.

    Es ruft euch trotzdem keiner an dafür seid ihr nicht interessant genug.
  • Stinkmuff 05.09.2019 09:16
    Highlight Highlight Zum Glück ist FB amerikanisch. Wenn das einer chinesischen Firma passiert wäre, Hr. Trump wäre durchgedreht.
  • Bruno S.1988 05.09.2019 09:06
    Highlight Highlight "Die Online-Datenbank scheint aus bei Facebook öffentlich abrufbaren Informationen zusammengestellt worden zu sein."

    Es sind die USER schuld! Bei den Einstellung ein Häckchen wohl vergessen. Selber schuld, wer seine Handy-Nummer öffentlich auf FB veröffentlicht.
    • Bruno S.1988 05.09.2019 10:12
      Highlight Highlight Viele wissen nicht, dass man die Handynummer durch einen zusätzlichen Schritt ausblenden muss!
      Grundsätzlich gehört die Handynummer nicht in ein öffentliches Internet Profil!
      Benutzer Bild
  • My Senf 05.09.2019 08:53
    Highlight Highlight Nach den iPhone- und Android-Exploits hat die Meldung eine ganz neue Qualität!
    Nicht wundern wenn plötzlich SMS mit „komischen“ Links eintrudeln.
    Und da ja FB die Daten mit WhatsApp schön teilt....
    Fühlt sich so gut an, WhatsApp am Tag der Bekanntgabe von der Übernahme gelöscht zu haben 😀

    So ein Datenklau würde eigentlich eine Sammelklage rechtfertigen, eine richtig saftige bei 420 Mio. Betroffenen.
  • ralck 05.09.2019 07:48
    Highlight Highlight Wann werden diese Firmen endlich zur Rechenschaft gezogen? Einfach jede Person, welche betroffen ist, mit einer Million Dollar entschädigen und die Firmen bemühen sich plötzlich richtig um den Datenschutz. :-)

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