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Kim Dotcom muss nicht ins Gefängnis – und nimmt das Maul wieder ziemlich voll

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Kim Dotcom
Kim Dotcom vor dem Gericht in Auckland, Neuseeland.
quelle: ap/new zealand herald / chris gorman
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«Keine Fluchtgefahr»

Kim Dotcom muss nicht ins Gefängnis – und nimmt das Maul wieder ziemlich voll

Der Megaupload-Gründer bleibt ein freier Mann – zumindest vorerst. Ein neuseeländischer Richter hat abgelehnt, den von den USA Gejagten in Untersuchungshaft zu nehmen.
01.12.2014, 11:1601.12.2014, 11:42
Ein Artikel von
Spiegel Online

Der in den USA angeklagte deutsche Internet-Unternehmer Kim Dotcom muss vorerst nicht ins Gefängnis. Ein Richter in Neuseeland lehnte den Antrag der Staatsanwaltschaft ab, ihn bis zum Auslieferungsverfahren im Juni nächsten Jahres in Untersuchungshaft zu nehmen.

Er sehe keine Anzeichen dafür, dass Dotcom fliehen könnte, sagte der Richter nach Angaben der Zeitschrift «National Business Review». Zuvor hatte es an insgesamt drei Tagen Anhörungen über eine mögliche Untersuchungshaft gegeben. 

Mehrere Millionen verdient seit der Verhaftung?

Dotcom ist bislang gegen Auflagen auf freiem Fuss – nach Ansicht der Staatsanwälte verstiess er gegen mehrere davon. Zudem argumentierten sie, Dotcom habe seit seiner Verhaftung im Jahr 2012 mehrere Millionen Dollar verdient. Mit dem Geld könne er versuchen, das Land zu verlassen.

«Mega und ich sind frei», twitterte Dotcom kurz nach der Entscheidung des Richters. «Mega» ist die neue Tauschplattform, die Dotcom gründete, nachdem die Amerikaner sein Portal Megaupload abgeschaltet hatten. Sie werfen ihm vor, dass Nutzer darauf im grossen Stil Material heruntergeladen und geteilt hätten, ohne für Urheberrechte zu zahlen. Sie wollen ihm den Prozess machen. 

Der gebürtige Kieler lebt seit 2010 in Neuseeland. (rls/AP)

«Zwei Milliarden Schadenersatz»
In einem weiteren Tweet kündigt Kim Dotcom eine Klage wegen der «gesetzeswidrigen Zerstörung» seiner früheren Filesharing-Plattform Megaupload an. Der nächste grosse Anlass stehe in Hongkong an, wo auch die Megaupload-Server beschlagnahmt wurden. Falls er mit seinen Anwälten vor Gericht gewinne, werde er Schadenersatz in der Höhe von zwei Milliarden US-Dollar verlangen. (dsc)
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