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Einige Games können auch noch Jahrzehnte nach Erscheinen Spass machen.

9 Game-Klassiker, die jeder Gamer einmal gespielt haben sollte

Tim Kröplin / watson.de



Nichts geht über Nostalgie. Dieses angenehme Gefühl, das uns zurück in eine - wenn auch romantisch verklärte - Vergangenheit versetzt, sobald wir das von unseren Eltern mittlerweile zum Hobbyraum umfunktionierte Kinderzimmer betreten. Doch auch andere Dinge können uns schwärmen lassen: Videospiele zum Beispiel.

Entsprechend betonen ältere Spielende gelegentlich, dass die Games früher gelungener waren. Das kommentiert die jüngere Generation mit einem müden Achselzucken. Viele Titel erschienen schliesslich noch vor ihrer Geburt, weshalb ihnen der persönliche Bezug wohl fehlt. Das Internetportal archive.org änderte das.

Die Betreiber des Software-Archivs machten 2015 hunderte Spieleklassiker im Browser kostenlos spielbar – und kürzlich erweiterten sie ihre Sammlung um 2'500 weitere Titel. Die ältere Generation kann sich also von der Nostalgiewelle hinfortreissen lassen und die jüngere herausfinden, ob früher wirklich alles besser war. Wir haben neun Klassiker herausgesucht, die beide Seiten gleichermassen in ihren Bann ziehen sollten. Sie zeigen vor allem eines: Es braucht nicht zwingend Nintendo, Xbox oder einen Hardware-lastigen Windows PC, um liebevoll entwickelte Spiele zocken zu können.

«Disney's Aladdin»: Der spielbare Cartoon

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Mit Dschinni Witze reissen, vor den wütenden Palastwachen davonlaufen und auf Teppich durch den Himmel gleiten: Als «Disneys Aladdin» 1993 erschien, sorgte es für leuchtende Kinderaugen. Kein Wunder, kam das Spiel dem Original optisch doch sehr nahe.

Dass es mittlerweile 26 Jahre alt ist, fällt kaum auf. Wer den Look des aktuellen Films peinlich fand, kann sich guten Gewissens das Game anschauen.

«Doom»: Ballern auf dem Mars

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Als der Mars-Shooter «Doom» 1993 erschien, sorgte die Gewaltdarstellung dafür, dass er in Deutschland nach einem Jahr indiziert wurde. Es war schlicht zu befremdlich, menschenähnliche Pixelwesen mit Pistole, Schrotflinte oder Kettensäge niederzustrecken.

Mittlerweile hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien das Spiel nach einer Neuprüfung wieder freigegeben. Die veraltete Grafik sei zu realitätsfern. Die Prüfstelle verwies auch darauf, dass es von historischem Interesse sei. Klar, das Spiel ist ein Stück Kulturgeschichte. Viel wichtiger ist jedoch: Es macht immer noch höllisch Spass.

«Simon the Sorcerer»: Typisch britische Comedy

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Die 1993 erschienene Geschichte um den Zauberlehrling Simon zeigt, wie lustig Videospiele sein können. Liegt wohl daran, dass ein britisches Entwicklungsteam für «Simon the Sorcerer» verantwortlich ist. Die Geschichte ist einfach erklärt: Simon wird durch ein Portal in eine Parallelwelt befördert, die dem Fantasy-Universum von Tolkien stark ähnelt. Kurz darauf wird er zum Zauberlehrling, der diese Welt retten soll.

Der rote Faden ist mit dem Sarkasmus des Protagonisten gespickt und entfaltet erst so seine fesselnde Wirkung. Bis zum Ende bleibt es spannend; Erfahren wir ob Simon seine Witze mit dem Leben bezahlt?

«King´s Quest»: Spielbares Märchen

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Wer wollte nicht Rotkäppchen helfen, sicher durch den Wald zu gelangen oder Hänsel und Gretel vor dem Hexenhaus warnen?

1984 machte «King´s Quest» das möglich. Die Spielmechanik musste man sich erstmal aneignen. Das Game orientiert sich ansonsten stilistisch an die Romantik des späten 19. Jahrhunderts – sprich, viel blau und rosa und alles scheint irgendwie kitschig. Doch genau das macht King´s Quest zu einem spielbaren Märchen.

«Prince of Persia»: Nur noch ein Versuch...

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«Prince of Persia» prüfte 1989 erstmals die Frustrationstoleranz der Gamerinnen und Gamer. Denn über das Spiel lässt sich vor allem eins sagen: Es ist bockschwer. Das fängt bei dem vorgelegten Zeitlimit an und endet bei den überraschenden Fallen, die den Spielenden per Holzhammermethode das Trial-and-Error-Prinzip nahebringen.

Umso befriedigender war es, wenn der Prinz erfolgreich durch den Hindernisparcours geschleust und in die Arme seiner geliebten Prinzessin gelenkt werden konnte. Wer seine Geduld auf die Probe stellen möchte, sollte das Game ausprobieren.

«Maniac Mansion»: Der Name ist Programm

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Ein ohnehin irrer Wissenschaftler führt in seinem Haus merkwürdige Experimente durch, wird durch einen Meteoriten verstrahlt, verliert endgültig den Verstand und entführt die Freundin des Protagonisten. Und das nur, um an ihr herumzuexperimentieren. 1987 lieferte «Maniac Mansion» eine Geschichte der anderen Art.

Die schrillen Charaktere und witzigen Rätsel sorgten damals für einen frischen Wind in der Videospielbranche. Und auch heute bietet das Spiel etwas Abwechslung. Denn nur wer sich von gewohnten Denkmustern verabschiedet, kann es beenden.

«The Secret of Monkey Island»: «Ich bin ein übelriechender groggurgelnder Pirat!»

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Piraten sind schon interessant. Noch interessanter sind hingegen Piraten, die sich ausschliesslich mit Schimpfwörtern bekämpfen. Genau das machte «The Secret of Monkey Island» 1990 möglich. Die Dialoge sind entsprechend eine Klasse für sich:

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Hat jemand ein Problem mit seiner Schlagfertigkeit, kann er diese mithilfe des Protagonisten Guybrush Threepwood verbessern. Schliesslich will er nur eins: Pirat werden. Um das zu schaffen, muss er sich von unbeholfenen Spinner zum sprücheklopfenden Seeräuber mausern.

«Pitfall»: Gelungene Indiana-Jones-Kopie

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Über rollende Fässer springen, an Lianen durch den Dschungel schwingen und über Krokodilmäuler hinwegsegeln: «Pitfall» erinnerte 1982 stark an die Indiana-Jones-Filme. Verwunderlich ist das nicht, schliesslich dienten die Filme mit Harrison Ford als Inspiration.

«Pitfall» ist übrigens das zweite weltbekannte Jump ´n´Run neben dem damals erfolgreichen «Donkey Kong». Auch wenn das Alter dem Spiel deutlich anzusehen ist, macht es immer noch Spass.

«E.T the Extra-Terrestrial»

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So verschieden Geschmäcker auch sind, beim 1982 erschienen «E.T the Extra-Terrestrial» sind sich Gamerinnen und Gamer einig: Es ist das schlechteste Videospiel aller Zeiten. Bis heute trägt es den aus Dung geformten Siegerkranz. Es war sogar so schlecht, dass es das verantwortliche Studio Atari in der Wüste von New Mexico vergraben liess. Doch wieso ist es so schlimm?

Das sollte jeder selbst herausfinden. Um ein wenig zu spoilern: Dieses Spiel ergibt in sich keinen Sinn. Wer es erfolgreich beendet, weiss wahrscheinlich selbst nicht, wie er das geschafft hat.

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