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Microsoft vs. Sony: FTC verliert Streit um Activision-Deal vor Gericht

FILE - The Activision Blizzard Booth during the Electronic Entertainment Expo in Los Angeles, June 13, 2013. British regulators have blocked Microsoft's $69 billion deal to buy videogame maker Ac ...
Activision Blizzard dürfte schon sehr bald Microsoft gehören.Bild: keystone

Microsoft vs. Sony: FTC verliert 69-Milliarden-Streit um Activision vor Berufungsgericht

17.07.2023, 08:46
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Microsoft kommt dem Kauf des Videospiele-Riesen Activision Blizzard immer näher. Auch ein US-Berufungsgericht wies in der Nacht zum Samstag die Forderung der US-Wettbewerbsaufsicht FTC ab, die Übernahme mit einer einstweiligen Verfügung zu blockieren. Zuvor schon hatte eine US-Richterin eine Klage der FTC abgewiesen. Die Wettbewerbsaufsicht hätte nicht glaubhaft machen könnten, dass die Übernahme «den Wettbewerb erheblich beeinträchtigen könnte».

Als letzte Hürde für den 69 Milliarden US-Dollar schweren Deal bleibt damit noch der Widerstand der Wettbewerbshüter in Grossbritannien. Um die britische Aufsichtsbehörde CMA zu beschwichtigen, sei Microsoft bereit, einen Teil des Geschäfts mit Cloud-Gaming in dem Land abzutreten, berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Freitag. Dabei können Videospiele über das Netz statt auf Konsolen genutzt werden.

Microsoft will sich mit dem Kauf von Activision Blizzard beliebte Videospiele wie «Call of Duty», «Overwatch» und «Candy Crush» sichern. Eine Befürchtung von Wettbewerbshütern war, der Konzern würde die Games danach nur noch auf seiner Xbox-Konsole und dem hauseigenen Cloud-Dienst anbieten. Microsoft dementiert dies.

Im Zuge der Untersuchungen versprach der Konzern, die Spiele zehn Jahre lang auch für andere Konsolen wie Sonys Playstation oder Nintendos Switch sowie Cloud-Plattformen anderer Anbieter wie NVIDIA verfügbar zu machen. Der FTC reichte das nicht. Die Wettbewerbshüter in der EU sowie in rund 40 anderen Ländern gaben indes bereits grünes Licht für die Übernahme.

Microsoft und Activision Blizzard hatten sich ursprünglich eine Frist bis zum 18. Juli 2023 gesetzt, um die Anfang 2022 angekündigte Übernahme abzuschliessen. Unklar bleibt, ob es bis dahin eine Einigung mit der CMA geben kann.

(oli/sda/dpa)

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