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Kommentar

Voll bescheuert und verdammt sexy – die AirPods von Apple im Test 🙉

Die ikonischen weissen iPhone-Ohrstöpsel kommen neu ohne Kabel. Ist das eine gute oder schlechte Nachricht? Ein persönlicher Testbericht.
22.12.2016, 09:1003.12.2018, 08:56

Es ist schon viel geschrieben (und noch mehr gelästert) worden über die neuen Ohrstöpsel von Apple.

Ja, die kann man sich beide ins Ohr schieben. Haha

Dieser «Review» ist anders, wie du gleich sehen wirst, aber zunächst die Übersicht:

  • Fazit
  • R. I. P. EarPods
  • In eigener Sache (Transparenz-Box)
  • Der Hardcore-Träger
  • Mit Apple Watch und Co.
  • Hey Siri!?
  • Vor- und Nachteile (Tabelle)
  • Preisangaben
  • So robust sind die AirPods (Video)
  • Umfrage

Fazit

Die «abgeschnittenen elektrischen Zahnbürsten», die man ins Ohr steckt, polarisieren ungemein. Und sie werden die EarPods als ikonisches iPhone-Zubehör ablösen.

R. I. P. 💀

Apples weisse Ohrstöpsel sind Kult, der iPhone-Hersteller hat hunderte Millionen (wenn nicht Milliarden ...) EarPods in Umlauf gebracht. Sie liegen auch noch den aktuellen Modellen bei, dem iPhone 7 und dem iPhone 7 Plus, die beide keine Kopfhörerbuchse mehr besitzen.

Apple musste dafür heftige Kritik einstecken. Zumindest teilweise ist diese auch gerechtfertigt, denn der Start in die glorreiche kabellose Zukunft verlief ziemlich unglücklich. Zuerst killte man den Standard-Kopfhörer-Anschluss – und dann verzögerte sich die Lancierung der kabellosen Ohrstöpsel um Monate.

Der ganze Ärger ist vergessen, wenn man die neuen AirPods erst einmal ein paar Tage im Ohr hat. Und vor allem:

Tschüss Kabelsalat!
Transparenz-Box
Apple stellt dem watson-Redaktor die AirPods als langfristige Leihgabe zur Verfügung (wie auch ein iPhone und weitere Testgeräte). Der Hersteller nimmt keinerlei Einfluss auf die Berichterstattung, die Abgabe/Nutzung ist an keine inhaltlichen Bedingungen gebunden. Selbstverständlich gilt die Sorgfaltspflicht, mutwilliges Beschädigen ist nicht gestattet.

Wer die weissen Stöpsel in die Ohren steckt, fällt auf. Das kann man mögen – oder, wie in meinem Fall, hassen.

«Pro-Tipp»: Um die Dinger möglichst unauffällig zu tragen, lohnt es sich tatsächlich, das Einsetzen vor dem Spiegel zu üben. 😂 Je mehr sie nach links und rechts «aus dem Kopf» ragen, desto ... 🙈

Und keine Sorge: Wenn man die langen Lieferfristen ansieht (zurzeit rund sechs Wochen), dann haben sehr viele Leute die AirPods bestellt. Sie werden also 2017 öfters zu sehen sein ...

Der Neue (l.) und der Alte

Kein menschliches Ohr ist wie das andere, darum kann es auch sein, dass die AirPods nicht in deinen Gehörgang passen! Faustregel: Wer sich mit den bisherigen EarPods wohlfühlt, kann getrost zugreifen, denn die neue Form ist genau gleich. 

Mir bangt vor Aufenthalten im Schnee. Wer die weissen Dinger fallenlässt, muss wohl oder übel auf diesen Tipp setzen, um sie wiederzufinden.

Die Transport-Box ist genial. Punkt.

Auch eine Möglichkeit, die Dinger zu tragen. Wobei: Rausfallen ist auch ohne Ohren-Halterung fast unmöglich

bild: the verge / watson

Der Sound tönt knackig (Audiophile mögen mir verzeihen!), auch wenn ich keinen wesentlichen Unterschied höre im Vergleich mit den alten Stöpseln.

Die drahtlose Übertragung funktioniert über 20 Meter Distanz (in den allermeisten Fällen, wenn keine Mauer dazwischen) tadellos. Aussetzer (kurzes Knacken) sind extrem selten.

Bekanntlich soll man das iPhone 7 ja beim Telefonieren nicht unmittelbar an den Kopf halten. Wegen der im Vergleich zu anderen Mobilgeräten höheren Strahlenbelastung (SAR-Wert). Geschenkt mit den AirPods! Nie hat mit dem iPhone telefonieren mehr Spass gemacht, ob unterwegs oder im Büro.

Gutes Design – so wie es Apples Chefdesigner Jony Ive versteht – ist viel mehr als schöne Gehäuse und hochwertige Materialien. Auch wenn erfolgreiche Apple-Produkte wie das iPhone häufig auf Äusserlichkeiten reduziert werden, so liegt ihr Erfolgsgeheimnis im perfekten Zusammenspiel von Hardware und Software. Steve Jobs prägte die Philosophie, wonach man bei Apple auch auf die (vielen) Dinge stolz sei, die man während des Entwicklungsprozesses eines Produkts schliesslich weglasse.

Hier spricht der Design-Guru

Mit Apple Watch und Co.

Good News: Die AirPods funktionieren auch ohne iPhone. Und zwar mit der Apple Watch oder jedem anderen Gerät, das sich über Bluetooth mit den kabellosen Ohrstöpseln verbindet.

Apple-Watch-Besitzer können (ohne iPhone) mit Musik im Ohr joggen gehen, und unterwegs auch bei einem kurzen Shopping-Abstecher mit Apple Pay (auf der Uhr) bezahlen.

Mithilfe der «Louder!»-App (1 Franken) lässt sich die Lautstärke der Kopfhörer bequem über das Apple-Watch-Display ändern.

Hey Siri!?

Liebe Siri, es tut mir leid, aber ich werde einfach nicht warm mit dir. Du kannst mein Schweizer-Hochdeutsch mittlerweile besser verstehen, aber laut mit einem Gerät sprechen? Nope.

Überhaupt erscheint mir das Bedienkonzept verbesserungswürdig. Beim zweimaligen Tippen an den Ohrstöpsel (nicht an die Stirn) komme ich mir zwar ziemlich merkwürdig vor. Aber mehr Funktionalität (als die Musik zu pausieren) ist wünschbar.

Und wenn ich schon beim Wünschen bin. Wie wäre es, wenn man den Apple Pencil über die Lade-Box auftanken könnte? (Zugegeben, die praktische Idee stammt nicht von mir ...)

Bilder: watson

Die Vor- und Nachteile

Der Preis: Die AirPods kosten mit 179 Franken weniger als vergleichbare Konkurrenz-Produkte von Samsung und Co.
Akkuleistung: Mit einer Batterie-Ladung laufen die Stöpsel bis zu 5 Stunden. Die Lade-Box bietet «Saft» für insgesamt 24 Stunden, 15 Minuten Aufladen ergeben 3 Stunden für die AirPods.
Benutzerfreundlichkeit: Sie sind genial einfach in Betrieb zu nehmen*** und taugen gut fürs Telefonieren sowie das alltägliche Musik-Hören. Die Stöpsel erkennen automatisch, ob sie im Gehörgang stecken. Und wenn man sie rausnimmt, wird die Wiedergabe pausiert/gestoppt.
Wasserdicht und robust
Der Preis für Ersatzteile: Verlieren sollte man weder einen Stöpsel noch die Box – beides kostet laut Apple knapp 72 Franken.
Lautstärke-Regelung: Ist nur über Siri (Sprachsteuerung) oder das via Bluetooth verbundene Gerät (mit aktueller Software) möglich.
Nicht reparierbar
(laut iFixit-Test)
Lange Lieferfrist: über einen Monat (Stand: kurz vor Weihnachten).
screenshot: apple

*** Es lassen sich problemlos auch ältere Macs und andere Apple-Geräte, aber auch Android-Smartphones und PCs über Bluetooth koppeln. 9to5Mac erklärt hier, wie's geht.

Zu den Service-Preisen schreibt heise.de

«Apple hat Preise zu den Service- und Reparaturoptionen für die AirPods veröffentlicht: Ein nicht von der Garantie abgedeckter Akkutausch kostet innerhalb der ersten zwölf Monate knapp 50 Dollar – pro Ohrstöpsel, wie das englischsprachige Support-Dokument ausführt.
Den gleichen Preis setzt der Hersteller auch für den Tausch der Ladebox an. Die Garantie decke einen Defekt des Akkus ab, nicht aber die Abnutzung durch den normalen Gebrauch, merkt der Konzern an.»

So robust sind die AirPods

Die AirPods halten viel aus, wie das folgende YouTube-Video beweist:
Sie überstehen Waschgänge in der Waschmaschine, Stürze aus fast zwei Metern und ein Wasserbad.

Aber Vorsicht! Die Box schwimmt nicht und kann – wie die weissen Stöpsel – schnell absaufen.

Was hast du lieber im Ohr?

Wer sich für kabellose Premium-Kopfhörer interessiert, wird beim Fachmagazin Macwelt.de fündig. Die deutschen Kollegen haben die fünf besten Bluetooth-Modelle ausgiebig getestet.

Die Bilder für diesen Review wurden mit der Foto-Filter-App Prisma bearbeitet. Die Gratis-App gibts für iOS und Android.

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