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Spielkonsole Xbox One X bei der Präsentation 2017: Microsoft hat in einem Gerichtsverfahren bestätigt, dass man als Hersteller auf Software-Verkäufe angewiesen sei.
Spielkonsole Xbox One X bei der Präsentation 2017: Microsoft hat in einem Gerichtsverfahren bestätigt, dass man als Hersteller auf Software-Verkäufe angewiesen sei.Bild: Invision for Microsoft

Microsoft-Managerin im Apple-Prozess: Wir verdienen kein Geld mit Xbox-Geräten

05.05.2021, 22:3006.05.2021, 18:05

Eine Grundannahme über die Gaming-Branche hat sich im Prozess um Apples App Store offiziell bestätigt: Spielkonsolen sind ein Verlustgeschäft.

Microsoft verdiene grundsätzlich kein Geld mit dem Verkauf von Geräten seiner Xbox-Konsole, sagte eine Managerin des Software-Konzerns, Lori Wright, am Mittwoch aus. Stattdessen sei man unter anderem darauf angewiesen, beim Verkauf von Spielen auf der Plattform 30 Prozent vom Erlös einzubehalten.

Wright wurde dabei von Anwälten der Spielfirma Epic Games befragt, die in dem Prozess mit Apple über die Konditionen im App-Geschäft auf dem iPhone streitet.

Streit um Milliarden

Die 30-Prozent-Abgabe ist ein zentraler Streitpunkt in dem Verfahren. Apple nimmt sie beim Verkauf von Apps und digitaler Inhalte auf dem iPhone. Epic will dagegen einen eigenen App Store auf dem iPhone betreiben und bei digitalen Verkäufen keine Abgabe an Apple zahlen. Der Prozess könnte das Multimilliarden-App-Geschäft daher umkrempeln.

Apples Anwälte hatte Epic-Chef Tim Sweeney damit konfrontiert, dass seine Firma kein Problem damit habe, eine Abgabe in gleicher Höhe an Konsolen-Anbieter zu zahlen. Er entgegnete, dass die Konsolen Defizite machten, während das iPhone hochprofitabel sei. Die Epic-Anwälte verfolgten bei der Befragung Wrights offenkundig das Ziel, diese These zu untermauern.

Apple blockierte XCloud

In dem Prozess geht es unter anderem um die Frage, ob das iPhone als eigenständiger Markt für Spiel-Apps gesehen werden kann. Epic vertritt diese Ansicht und wirft Apple daher den Missbrauch einer marktbeherrschenden Position vor.

Der iPhone-Konzern entgegnet, dass man stattdessen das gesamte Spielgeschäft samt Konsolen betrachten müsse. Epic ist unter anderem als Entwickler des populären Online-Spiels «Fortnite» bekannt.

Apple hat sich in der Vergangenheit wiederholt gegen Apps ausgesprochen, die ähnliche Funktionen wie der App Store und der eigene Spiele-Streamingdienst Apple Arcade bieten. Betroffen war auch Microsofts XCloud-Dienst. Dieser Microsoft-App verweigerte Apple im vergangenen Jahr den Zugang zum App Store, wie 9to5Mac schreibt.

(dsc/sda/dpa)

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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Shifty
06.05.2021 07:54registriert April 2021
Ich liebe ja meine Appleprodukte. Allerdings muss dieses Monopol aufgebrochen werden.
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PettR
06.05.2021 09:14registriert Oktober 2015
Also würde dies bedeuten, dass wenn das Speilkonsolengeschäft gewinnbringend wäre, würden sie auch da keine Komissionen zahlen wollen? Man kann ja der einen oder der anderen Meinung sein, aber nur dort Geld zahlen zu wollen wo das Geschäft defizitär ist, weil sonst die Plattform die man braucht um Geld zu verdienen vom Markt verschwindet, ist nicht mein Verständnis von fairem Wettbewerb.

Entweder überall dasselbe fordern, oder mit der Situation wie sie ist leben!
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Truth Bot
06.05.2021 09:14registriert Februar 2014
Also arbeiten Spielekonsolen und iPhones mit dem gleichen Geschäftsmodell wie Billigdrucker und Kaffeekapselmaschinen. 😄 Immer wieder interessant wenn Marketing-Abzocke in Prozessen zugegeben wird um sich andernorts aus der Schlinge zu ziehen. 😂
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