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Smartphone im Winter, Schnee

Was tun, wenn das Smartphone plötzlich keinen Wank mehr macht?
bild: shutterstock

6 praktische Tipps für Smartphone-Nutzer, um gut durch den Winter und die Kälte zu kommen

Das Handy ist auch bei Schnee und eisigen Temperaturen unser ständiger Begleiter. Um die kalte Jahreszeit schadlos zu überstehen, sollte man diese Ratschläge beherzigen.



Akku warmhalten

Ob Smartphone, Tablet oder Laptop: Kalte Akkus verlieren nicht nur Leistung, sondern nehmen auch weniger Energie auf. Je niedriger die Temperatur, desto weniger Energie wird gespeichert. Das gilt auch für die praktischen Ersatz-Akkus, sogenannte Powerbanks.

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Man sollte das Smartphone möglichst nah am wärmenden Körper tragen, am besten in der Hosen- oder Jackentasche. Dort ist das Gerät auch vor Temperatur-Schwankungen geschützt. Dies gilt allerdings nicht für Situationen, in denen man stark schwitzt und/oder Wintersport treibt, siehe Punkt 2.

Auf bedrohlich tiefe Akku-Anzeigen kann man mithilfe einer Powerbank und eines Ladekabels kurzfristig reagieren.

Und wenn das Gerät nicht mehr reagiert?

Einige Smartphone-Besitzer dürften nicht wissen, dass ihr Gerät bei eisiger Kälte plötzlich den Dienst verweigern kann oder sich sogar abschaltet, wenn die elektrische Spannung zu sehr abfällt.

Bei iPhone und Co. gilt: Laut Apple-Support sollte man alle iOS-Geräte nur in einem Temperaturbereich zwischen 0 Grad und 35 Grad Celsius verwenden. Dicke Schutzhüllen können natürlich helfen.

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Ein durchgefrorenes Gerät sollte man vor dem erneuten Aufladen warm werden lassen. Also nicht auf die Heizung legen, sondern bei Zimmertemperatur lagern und es langsam angehen. Um Schäden an der Elektronik des Geräts zu vermeiden, sollte es ausgeschaltet bleiben bis es eine normale Temperatur erreicht hat.

Falls das iPhone unerwartet schnell schlapp macht, kann aber auch der Akku am Ende seiner Lebenszeit angekommen sein. Bekanntlich bieten die in modernen Mobilgeräten verbauten Lithium-Ionen-Batterien nur für eine gewisse Anzahl Ladezyklen die volle Leistung. Bei Problemen lohnt es sich, den Akku-Zustand mittels Apps zu überprüfen.

Nichts im Auto liegen lassen (auch nicht das Navi)

Übrigens dankt es einem auch das berührungsempfindliche Display, wenn das Gerät nicht allzu stark abkühlt. Denn der Touchscreen reagiert langsamer auf Berührungen, wenn die im Bildschirm enthaltenen Flüssigkristalle vereisen. Farbdarstellung und Beleuchtung können sich ebenfalls massiv verschlechtern.

Normalerweise verschwinden die Fehler, wenn das Gerät wieder aufgewärmt ist, manche Defekte bleiben aber dauerhaft.

Mobilgeräte, ob Smartphone, Tablet oder Laptop, sollte man darum im Winter nicht längere Zeit im Auto liegen lassen.

Vor eisigen Nächten ist es sinnvoll, auch tragbare Navigationsgeräte über Nacht mit ins Warme zu nehmen.

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Zu nah am Körper ist riskant

Das Smartphone direkt am Körper zu tragen, birgt auch gewisse Risiken. Ob Schnee-Wandern oder Skifahren: Beim Wintersport wird heftig geschwitzt. Empfindliche Mobilgeräte sollten deshalb vor Schweiss und Kondenswasser geschützt werden.

Auch der schnelle Temperatur-Wechsel, wenn man von draussen an die Wärme kommt, kann zu Kondenswasser (im Innern des Gehäuses) führen. Dies wiederum verursacht im schlimmsten Fall Störungen oder gar einen Totalausfall.

Wer rasante Abfahrten mit Schlitten und Co. plant, sollte das Handy sicher verstauen. Die massiven Gehäuse können zu Verletzungen führen, wenn sie sich bei einem Sturz «quer stellen».

Trick gegen kalte Finger

Die meisten Smartphones lassen sich nicht mit normalen Handschuhen bedienen. Nur nackte Fingerspitzen leiten elektrischen Strom, was für die Touch-Erkennung benötigt wird. Im Sporthandel gibt es spezielle Handschuhe (Smart Gloves), die Touchscreen-tauglich sind. Deren Fingerspitzen sind häufig mit einer leitenden Kunststoffbeschichtung überzogen.

Bild

bild: tumblr

Wer den Umgang mit Nadel und Faden beherrscht, kann aber auch seine alten Lieblings-Fingerwärmer nachträglich digitaltauglich machen. Dazu wird einfach ein elektrisch leitender Faden an den Handschuhspitzen so vernäht, dass er aussen das Touch-Display und im Innern die Fingerspitzen berühren kann.

Gerät vorübergehend ausschalten

Wer das Smartphone nicht unbedingt durchgehend angeschaltet bzw. im Stand-by-Modus haben muss, sollte es besser ausschalten, falls man sich längere Zeit damit in der Kälte aufhält. Das schont den Akku.

Headset benutzen

Falls man ein längeres Telefonat in der Kälte führen muss, ist ein Headset zu empfehlen. Dank Ohrstöpsel und Mikrofon muss man kein kaltes Gerät ans Ohr halten, die Finger werden nicht kalt und das Smartphone kann in der wärmeren Tasche bleiben.

Diese Schweizer Apps retten Leben

Letztlich will man sein Smartphone natürlich auch mit passenden Apps wintertauglich machen. Wer Bergtouren macht oder abseits von Pisten fährt, sollte unbedingt die kostenlose Schweizer App Uepaa installieren. Diese kann in Notfällen alarmieren und Freunde lokalisieren.

Weil Smartphones dank Uepaa-App untereinander per WLAN-Verbindung kommunizieren, können im besten Fall auch Personen gefunden werden, die sich ausserhalb des Mobilfunknetzes (GSM) befinden und gar keinen Handy-Empfang haben.

Uepaa gibts für iOS (iPhone), Android und Windows Phone.

epa04597778 A handout image made available by Swiss Air-Rescue Rega (REGA) of rescue helicopters and rescue workers on duty after an avalanche accident at the Piz Vilan Mountain, eastern Switzerland, Saturday, 31 January 2014. An avalanche at the Piz Vilan mountain swept away seven members of a nine-strong group of ski hikers. Rescuers recovered three bodies and four seriously injured people, who were flown to hospitals in St. Gallen, Zurich and Chur. Police say a fourth person later died at a hospital.  EPA/REGA / HANDOUT MANDATORY CREDIT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/KEYSTONE/REGA

Von der Rega kommt ebenfalls eine praktische App, die vor allem die Alarmierung mit Übermittlung des Standortes vereinfacht.

Die Notfall-App gibt's für iOS (iPhone) und Android.

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

(dsc)

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