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Spotify verbannt politische Werbung wegen US-Wahlen und Fake News

Spotify verbannt politische Werbung – aus Gründen ...

30.12.2019, 08:0230.12.2019, 09:13

Der Streamingdienst Spotify wird im kommenden Jahr wegen der US-Präsidentschaftswahl keine politische Werbung mehr ausstrahlen. Das Unternehmen begründet diesen am vergangenen Freitag kommunizierten Schritt mit Sorgen vor der Verbreitung von Falschinformationen.

Gegenwärtig sei Spotify nicht in der Lage, den Inhalt von politischer Werbung zu überprüfen und zu validieren. Der Verkauf von politischen Werbeannoncen werde deswegen Anfang 2020 ausgesetzt, hiess es in einer Stellungnahme.

Der 2006 in Stockholm gegründete Streamingdienst hat in den USA viele Kunden. Die grössten Konkurrenten sind Pandora und Apple Music. Ganz vorn liegt YouTube.

Trumps Wahlkampf betroffen

Angaben darüber, wie viele Einnahmen Spotify durch politische Werbung erzielt, liegen nicht vor. Das Branchenmedium Advertising Age berichtet, unter anderem die republikanische Partei von US-Präsident Donald Trump und der Senator Bernie Sanders, der sich um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten bewirbt, hätten Anzeigen bei Spotify geschaltet. Der Streamingdienst mit weltweit über 220 Millionen Nutzern gilt als Möglichkeit, auch junge Wähler zu erreichen. Im April 2019 wurde die Marke von 100 Millionen Kunden mit kostenpflichtigem Abo überschritten.

Vor der US-Präsidentschaftswahl im November 2020 wächst die Sorge vor Desinformationskampagnen und der Verbreitung sogenannter Fake News. Trump selbst verbreitet immer wieder falsche oder irreführende Angaben.

Die grossen Internetkonzerne haben darauf unterschiedlich reagiert. Twitter hat politische Werbung grösstenteils verbannt. Der Online-Riese Google kündigte im November an, er werde keine individualisierte Wählerwerbung zulassen. Zielgerichtete politische Werbung soll demnach nur anhand von weiter gefassten Kriterien wie Alter, Geschlecht oder Postleitzahl möglich sein.

Facebook dagegen will politische Werbeanzeigen weiterhin zulassen. Das Online-Netzwerk argumentiert, Nutzer und Journalisten sollten Anzeigen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen.

(dsc/sda/afp)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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User03
30.12.2019 09:50registriert April 2017
Finde ich stark von Spotify.

Ich glaube 2020 wird das Jahr in dem ich Facebook entgültig lösche mit diesem Wahlkampfgetue enet dem Teich.

Der Zuckerberg hat ja noch zwei Tentakeln an mir mit Instagram und WhatsApp. Das soll ihm genügen.
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