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Netflix-Konto darf nur noch mit Leuten desselben Haushalts geteilt werden

FILE - The Netflix logo is displayed on the company's website on Feb. 2, 2023, in New York. Netflix on Tuesday, May 23, 2023, outlined how it intends to crack down on the rampant sharing of accou ...
Durch die neue Massnahme erhofft sich Netflix mehr Einnahmen.Keystone

Netflix-Konto darf nur noch mit Leuten aus demselben Haushalt gratis geteilt werden

Der Streaming-Riese hat eine radikale Entscheidung getroffen: Ab diesem Dienstag können Abonnenten in rund 100 Ländern, einschliesslich der Schweiz, ihr Konto nur noch mit den Mitgliedern ihres Haushalts kostenlos teilen.
23.05.2023, 22:0624.05.2023, 09:03
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Eine Ära geht zu Ende: Ab diesem Dienstag ist es nicht mehr möglich, sein Netflix-Konto kostenlos mit Personen ausserhalb des eigenen Haushalts zu teilen. Dafür wird man neu zur Kasse gebeten.

Diese neue Form, die bereits in Kanada getestet worden war, wurde auf etwa 100 Länder ausgeweitet. Betroffen sind unter anderem Nutzer aus der Schweiz, Frankreich und den USA, berichtet das Unternehmen.

«Wir sind uns bewusst, dass es viel Verwirrung über die Aufteilung von Netflix gegeben hat», betonte der US-Konzern kürzlich und stellt klar:

«Ein Netflix-Konto ist für die Nutzung durch Mitglieder eines Haushalts bestimmt.»

Knapp sechs Franken mehr pro Monat

Konkret bedeutet dies, dass Abonnenten, die ihr Netflix-Konto ausserhalb ihres Haushalts freigeben, eine E-Mail erhalten. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Personen, die das betroffene Konto nutzen, können ihr Profil auf ein neues Abonnement übertragen, das sie selbst bezahlen müssen;
  • Der Kontoinhaber kann weitere Abonnenten hinzufügen. Die Kosten dafür betragen 5,90 Franken pro Monat.

Beachtet werden muss dabei, dass die Preise von Land zu Land unterschiedlich sind. In Frankreich oder Spanien muss man für jeden neuen Nutzer 5,99 Euro pro Monat bezahlen, berichtet «Le Parisien». In Portugal belaufen sich die Kosten für jeden zusätzlichen Abonnenten auf 4 Euro.

«Mehr als 100 Millionen Haushalte teilen ihr Konto, was unsere Fähigkeit, in grossartige Filme und Fernsehserien zu investieren, beeinträchtigt», betonte Netflix im Februar in einer Erklärung.

Der Marktführer im Bereich Streaming hatte lange Zeit das Teilen von Konten toleriert. Doch nach Jahren, die dem Wachstum der Nutzerzahlen gewidmet waren, will das Unternehmen nun mehr Wert auf Rentabilität legen.

(asi)

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126 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Digichr
23.05.2023 23:15registriert Februar 2014
Und auch ganz legitime Anwendungen. Ich arbeite/studiere in Bern und habe dort im Zimmer, aber am Wochenende bin ich bei der Familie in Zürich. Ich schau in der Ferienwohnung im Engadin, wenn es regnet Netflix. Soll ich zwei Abos holen?
Naja, wenn ich mir die mir das Abo abdrehen lade ich mir die Sachen eben wieder runter. Dann bekommt ihr 0.00
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Pr0di
23.05.2023 23:19registriert Februar 2017
Im der Schweiz haben wir eh jahrelang zu viel bezahlt für Netflix (teuer und weniger Content als im anderen Ländern)
Das wars wohl für mich mit Netflix.
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sweeneytodd
23.05.2023 23:11registriert September 2018
Joa hier schauffelt sich Netflix gleich das eigene Grab. Das Angebot ist nicht mehr genug attraktiv, dass man dafür bereit ist 30.- zu bezahlen, da wirken Disney & Co. mit ihren Zugkräftigeren Franchises dann deutlich attraktiver, oder in einem Land wo Downloaden legal ist, Plex.
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