Digital
Apple

EU fordert: Tech-Konzerne sollen Anti-Betrugsmassnahmen offenlegen

Illustration Lot 6 in India - 22 May 2025 In this photo illustration, an Apple logo is seen displayed on a smartphone with a Google logo in the background. India Copyright: xAvishekxDasx/xSOPAxImagesx ...
Tech-Konzerne sollen ihre Anti-Betrugsmassnahmen offenlegen. Bild: www.imago-images.de

EU verlangt Auskunft von Tech-Riesen zu Betrug

Techkonzerne wie Apple und Google geraten weiter unter Druck. Die EU will wissen, wie die Unternehmen gegen finanziellen Betrug auf ihren Plattformen vorgehen.
23.09.2025, 14:2923.09.2025, 17:30

Die Europäische Kommission verlangt von Apple, Google, Microsoft und Booking.com Auskünfte darüber, was sie gegen finanziellen Betrug auf ihren Plattformen tun. Die Brüsseler Behörde stellte ein für die Unternehmen verpflichtendes Auskunftsersuchen, wie ein Sprecher der EU-Kommission bestätigte.

«Dies ist auch ein wichtiger Schritt zum Schutz der Nutzer in der gesamten EU», so der Behördensprecher. Grundlage für das Ersuchen ist das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA).

Alle vier Plattformen sollen nun erläutern, wie sie verhindern, dass Nutzerinnen und Nutzer etwa durch fälschliche Angebote finanzielle Schäden erleiden. Bei Apple und Google dürften dabei besonders die Vertriebsplattformen App Store beziehungsweise Google Play im Fokus stehen. Konsumentenschützer warnen immer wieder vor gefälschten Apps und kostspieligen Abo-Fallen. Abo-Fallen können dazu führen, dass User versehentlich Abonnements abschliessen und dafür bezahlen. Apple und Google verdienen an diesen Abo-Fallen mit, da sie auf alle In-App-Käufe und Abonnements eine Provision von bis 30 Prozent erheben.

Microsoft betreibt auf der Plattform Bing eine Verkaufsplattform. Neben den drei US-Riesen nimmt die EU-Kommission mit Booking.com auch eine Firma mit Sitz in den Niederlanden ins Visier. Bei Booking geht es meistens um Phishing-Betrug, bei dem Kriminelle eine gefälschte Nachricht über den offiziellen Booking-Chat senden, um Kreditkartendaten zu stehlen.

Geldstrafen möglich

Bis wann die Plattformen die geforderten Informationen liefern müssen, teilte die Kommission nicht mit. In der Regel gibt die Brüsseler Behörde dafür aber einige Wochen Zeit.

Auf Grundlage der Antworten werde man die nächsten Schritte festlegen, hiess es. Wenn die Unternehmen falsche, unvollständige oder irreführende Informationen bereitstellen oder sich weigern, die Fragen zu beantworten, könnte die EU-Kommission Geldstrafen verhängen.

In einem nächsten Schritt könnte die Kommission ein Verfahren gegen die Unternehmen eröffnen. Dann will die Behörde auch mehr Details zu dem Vorgang mitteilen.

(sda/awp/dpa/oli)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Leute, bei denen die Online-Bestellung schief lief
1 / 59
Leute, bei denen die Online-Bestellung schief lief
Na ja, beide Varianten sind nicht sonderlich hübsch. 🤷‍♀️🤷‍♂️
quelle: imgur
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Erika Kirk vergibt dem Attentäter – Donald Trump gibt sich unversöhnlich
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Electronic Arts verkündet Aus für Game-Entwickler Bioware und stoppt neues Game
Electronic Arts zieht beim Entwicklerstudio Bioware den Stecker und streicht zugleich ein bedeutsames Projekt. Der Konzern richtet seinen Kurs auf weniger, dafür grössere Produktionen aus.
Das legendäre Videospiel-Entwicklerstudio Bioware ist Geschichte. Das 1995 gegründete Unternehmen mit Sitz im kanadischen Edmonton werde geschlossen, teilte der US-Spielehersteller Electronic Arts (EA) mit, der das Studio vor rund 20 Jahren übernommen hatte.
Zur Story