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Bei diesem Testgerät löste sich die Schutzfolie – nur ein Teil des Problems ... bild: twitter

Samsungs Falt-Handy geht nach nur einem Tag kaputt – und das Internet explodiert

Das Galaxy Fold legt einen klassischen Fehlstart hin. Mehrere Testgeräte von Tech-Journalisten mussten bereits ersetzt werden ...



Update: Samsung USA hat mit einem Statement auf das Debakel um das Galaxy Fold geantwortet. Darin heisst es, die Testgeräte würden nun genau untersucht:

«A limited number of early Galaxy Fold samples were provided to media for review. We have received a few reports regarding the main display on the samples provided. We will thoroughly inspect these units in person to determine the cause of the matter.»

quelle: techcrunch.com

Und zur Schutzfolie, die das Kunststoff-Display überzieht, lässt das Unternehmen verlauten, dass die Kunden, bzw. Käufer des Galaxy Fold, entsprechend informiert würden:

«Separately, a few reviewers reported having removed the top layer of the display causing damage to the screen. The main display on the Galaxy Fold features a top protective layer, which is part of the display structure designed to protect the screen from unintended scratches. Removing the protective layer or adding adhesives to the main display may cause damage. We will ensure this information is clearly delivered to our customers.»

quelle: theverge.com

Dazu die Einschätzung von The Verge: Trotz Samsungs Stellungnahme sei unklar, was das zugrundeliegende Problem mit dem Display des Galaxy Fold war, und ob der Hersteller in der Lage sein werde, die Probleme rechtzeitig zum Verkaufsstart (26. April) oder sogar überhaupt zu lösen.

Damit zur ursprünglichen Story:

Das hatte sich Samsung anders vorgestellt ...

Am frühen Mittwochabend explodierte Twitter – wegen Schadensmeldungen zum Galaxy Fold, dem ersten faltbaren Smartphone des südkoreanischen Konzerns.

Die beunruhigenden Schilderungen und Fotos stammen von renommierten Gadget-Testern und Tech-Journalisten aus den USA. Wie etwa Todd Haselton von CNBC.

Und auch Dieter Bohn von The Verge ist betroffen. Sein Testgerät habe plötzlich eine Delle im Display aufgewiesen, und zwar offensichtlich dort, wo das Scharnier liegt:

Samsung habe das nach nur zwei Tagen kaputte Exemplar zurückgenommen und ersetzt – nun warte er auf eine offizielle Stellungnahme des Herstellers, so Bohn.

«Wir haben Ärger wegen Kratzern auf teuren Handys gesehen und wegen Fremdkörpern, die die Tastatur von teuren MacBooks kaputt machen können. Aber ein Fremdkörper, der den Bildschirm eines 1980-Dollar-Handys nach einem Tag Gebrauch deformiert, fühlt sich an, als wäre es auf einer ganz anderen Ebene.»

quelle: theverge.com

Auch Tech-Journalist Mark Gurman, der für die Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt, sorgte am Abend mit Tweets über ein defektes Testgerät für Aufregung ...

Gemäss seiner Schilderung hatte Gurman allerdings eine Schutzfolie vom Display abgezogen, die er nicht hätte abziehen sollen. Und so sieht der Überzug für das ebenfalls aus Kunststoff bestehenden Aufklappdisplay aus:

Mit dem gleichen Problem hat offensichtlich auch der bekannte Gadget-Reviewer und Youtuber Marques Brownlee (3,17 Millionen Follower) zu kämpfen ... Und er warnt via Twitter, dass es sich nicht um eine abziehbare Folie handle.

Brownlee stellt zudem die ketzerische Frage, wie das andere bereits vorgestellte Falt-Smartphone solche Display-Probleme vermeide. Das Display des Huawei Mate X werde nach aussen eingeklappt, im Gegensatz zum Galaxy Fold, sei also die ganze Zeit äusseren Einflüssen ausgesetzt.

Galaxy Fold ausprobieren

Samsung hat in Zürich und Lausanne zwei Pop-up-Stores zum Galaxy Fold eröffnet. Ab heute Freitag, 18. April, können Interessierte an der Bahnhofstrasse 61 in Zürich (Sunrise) und der Rue Haldimand 5 in Lausanne (Mobilezone) das faltbare Android-Smartphone ausprobieren.
Vorbestellungen für das 2050-Franken-Gerät laufen ab dem 26. April; erste Exemplare seien ab dem 3. Mai in der Schweiz limitiert verfügbar, wie Samsung mitteilt. Ab 26. April seien Testgeräte auch in ausgewählten Shops bei Sunrise, Mobilezone und Swisscom verfügbar.

So reagiert das Internet

Wie zu erwarten hagelt es Spott und Häme für das mit Vorschusslorbeeren bedachte Falt-Smartphone. Die Schadenfreude ist gross ...

Es wird an das Debakel mit dem brennenden Note 7 erinnert

Das Samsung-Fold-Team so ...

Was Steve Jobs sagen würde ...

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bild: theverge.com

Ein faltbares iPhone? Check.

Da war doch mal was mit verbiegbaren Apple-Geräten ...

Oder handelt es sich um ein neues Datenschutz-Feature?

Bleibt anzumerken, dass das aufgeklappte Hauptdisplay nicht aus Glas, sondern Kunststoff besteht. Das kleinere Front-Display, das man im zugeklappten Zustand sieht, wird hingegen durch ein Sicherheitsglas von Corning geschützt:

«Das Galaxy Fold verfügt über das weltweit erste faltbare 7,3-Zoll Dynamic AMOLED Infinity Flex Display und steht damit für eine neue Smartphone-Kategorie. Im geschlossenen Zustand ist es ein kompaktes Gerät, das mit widerstandsfähigem Gorilla Glass 6 gegen Abnutzung geschützt ist. Aufgeklappt bietet das Infinity-Flex-Hauptdisplay den bisher grössten Smartphone-Bildschirm von Samsung.»

quelle: medienmitteilung samsung

Der frühere Kommentar des watson-Redaktors zu Falt-Handys:

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Das Samsung Galaxy Fold

Samsungs Falt-Smartphone Galaxy Fold kostet 2000 Franken

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