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Microsoft kassiert mehr von Schweizer Schulen – und bis zu 500'000 Franken pro Jahr

Der Windows-Konzern verlangt höhere Gebühren für Software-Lizenzen. Besonders betroffen sind kleine Bildungseinrichtungen.
12.07.2017, 07:1612.07.2017, 13:03

Die Schweizer Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen educa.ch und Microsoft haben den Rahmenvertrag für Schullizenzen erneuert.

Bei einigen Softwareprodukten im Bildungsbereich hat Microsoft die Preise erhöht respektive die Rabatte gestrichen oder gekürzt, wie educa.ch in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

So müssen Schulen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein mit rund 10 Prozent höheren Kosten rechnen für Software-Lizenzen. Weil Sonderrabatte für kleine Auftragsvolumen wegfallen oder reduziert wurden, seien kleine Schulen am stärksten betroffen, sagte Mediensprecher Simon Graber auf Anfrage.

Educa.ch bedauere die Preisanpassung von Microsoft. Dennoch würden die Schulen im Vergleich zu den üblichen Marktkonditionen zwischen 20 und 25 Prozent weniger bezahlen.

Dank des Rahmenvertrags können die Schulen zu Konditionen einkaufen, die üblicherweise erst ab einem Bezug von 1000 Lizenzen gelten.

Bis zu einer halben Million Franken Lizenzgebühren pro Jahr

Die Ausgaben für solche Lizenzprodukte variieren je nach Grösse der Bildungseinrichtung stark. Während kleine Schulen ab 500 Franken Lizenzen beziehen, liegen die Ausgaben bei den ganz grossen Einrichtungen laut Educa-Sprecher zwischen 250'000 und 500'000 Franken. Eine Lizenz koste rund 55 bis 85 Franken.

Die Preisangabe beziehe sich auf das Lizenzpaket «Desktop Education», welches sich je aus einer Lizenz für «Microsoft Windows Upgrade», «Office Professionals Plus» und «Client-Zugriffslizenzen» zusammensetze.

Abgesehen von der Preiserhöhung entspricht der neue Rahmenvertrag mit Microsoft Ireland Operations Limited in den Grundzügen der bisherigen Vereinbarung. Darin werden erstmals die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen für den Bezug von Microsoft-Produkten für Schweizer Schulen geregelt.

Der neue Vertrag gilt bis 2020.

(dsc/sda)

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