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In Deutschland musste Tesla die irreführende Preisangabe «Nach Einsparung» von der Webseite nehmen – nicht so in der Schweiz. screenshot: tesla

Tesla trickst weiter bei den Preisen



Der Elektroautohersteller Tesla wirbt für seine Fahrzeuge mit einem «Preis nach Einsparung». Dieser ist deutlich tiefer als der tatsächlich zu bezahlende Kaufpreis. In Deutschland musste Tesla die Angabe von der Webseite nehmen. In der Schweiz dagegen wird sie weiterhin angezeigt.

Für den «Preis nach Einsparungen» zieht Tesla die Mehrkosten ab, die ein Konsument für Benzin ausgeben würde, wenn er statt eines Elektrofahrzeuges des amerikanischen Unternehmens ein benzinbetriebenes Fahrzeug kaufen würde. Wer sich durch die Internetseite durchklickt, dem wird die entsprechende Berechnung zwar offengelegt. In Deutschland hat die Preisangabe aber dennoch die Wettbewerbszentrale auf den Plan gerufen.

Die Wettbewerbszentrale ist nach eigenen Angaben eine Selbstkontrollinstitution der Wirtschaft zur Durchsetzung des Rechts gegen unlauteren Wettbewerb. Sie ist der Meinung, die Preisangabe «nach Einsparungen» sei willkürlich und intransparent, weshalb Tesla damit den Grundsätzen von Preiswahrheit und Preisklarheit widerspreche. Auf jeden Fall könne eine solche Einsparung nicht vom Kaufpreis abgezogen werden, da Kunden beim Erwerb ja den vollen Betrag bezahlen müssten, argumentiert die Wettbewerbszentrale.

Nach der Intervention hat Tesla sich nun aussergerichtlich verpflichtet, solche Werbung nicht zu wiederholen, wie es in einer unlängst publizierten Mitteilung hiess. Verschwunden ist die als irreführend taxierte Preisangabe aber nur in Deutschland. Wer die Schweizer Tesla-Internetseite aufruft, dem werden die verschiedenen Elektroautomodelle weiterhin mit einem «Preis nach Einsparungen» angeboten.

Verwechselungsgefahr mit tatsächlichem Preis

Vom Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) wird dieser auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP als «fiktiver, tieferer Preis» bezeichnet. Zwar gebe es eine Erklärung zu den Einsparungen, es sei aber fraglich, ob dieser fiktive Preis als Werbeelement zulässig sei, so das Seco.

Einerseits sei die Kosteneinsparung durch einen Umstieg auf ein Elektroauto von Tesla individuell, anderseits könnte eine Verwechselungsgefahr mit dem tatsächlichen Preis bestehen. Dies, so das Seco, könnte für den Kunden irreführend und damit unlauter im Sinne des Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sein. Ob das UWG aber tatsächlich verletzt werde, könne abschliessend nur ein Gericht beurteilen.

Solange indes niemand Klage erhebt, kann Tesla die Preisangabe stehen lassen. Das Seco selbst hat keine Untersuchungs- und Entscheidungskompetenzen und wird im Wettbewerbsrecht nur aktiv, wenn Kollektivinteressen tangiert sind, das heisst sich eine grössere Anzahl von Personen über eine Geschäftspraxis beschweren. Bisher, so ein Sprecher des Seco, habe das Seco aber noch keine Beanstandungen bezüglich der Preisangabe von Tesla bekommen.

Tesla gab bislang noch keine Stellungnahme zur Sache ab.

(sda/awp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • sowhat 15.03.2019 20:06
    Highlight Highlight Die Selbstkontrollinstitution der deutschen Wirtschaft rügt Tesla.....
    Hony soit qui mal y pense...
    • DerHans 15.03.2019 20:51
      Highlight Highlight Eigentlich zum fremdschämen, was sich unsere Nachbaren im Norden in sachen Tesla leisten. Überall wird versucht Tesla und Elektroautos schlecht zureden, aber selber bringen sie nichts mehr auf die Reihe... Wetten sobald dann VW seinen I.D. auf der Strasse hat, gibts nichts besseres als E-Autos. Natürlich haben VW diese dann auch noch erfunden.
    • SgtRambooo 16.03.2019 04:23
      Highlight Highlight Also wäre es für euch völlig in Ordnung wenn beim Kaufen eines Dieselfahrzeuges ein Rabatt angegeben wird von (Sie sparen soviel ... Franken) weil der Diesel weniger verbraucht als der Benziner)? Es geht hierbei darum dass eine Kosteneinsparung angegeben wird die gar nicht genau berechnet werden kann, da sich der Strompreis sowie auch die der anderen Treibstoffe verändert. Somit ist es eine Angebe von Kosteneinsparung in Zukunft mit den Preisen von Heute.
      Werben damit ist ja schön und gut aber den Kaufpreis mit Abzügen zu berechnen welches sich auf fiktive Zahlen beruht... kritsch.
    • DerHans 16.03.2019 08:10
      Highlight Highlight Rambo wenn dem Bürger nicht mehr zugetraut werden kann, dass er auch versteht was er liest, ja dann gute Nacht. Ich erwarte schon, dass Leute die hier eine Schulausbildung genossen haben, selber in der Lage sind eine Vollkostenrechnung zuerstellen. Seit jeher lügen uns die Autohersteller mit den Verbrauchsangaben an gestört hat es fast niemanden. Aber wenn Tesla aufzeigen möchte was eingespart werden könnte, ist es ein Skandal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 15.03.2019 20:00
    Highlight Highlight Das ist ja noch transparent. Der zu bezahlende Preis wird ja angezeigt.
    Viel schlimmer sind die Rechenkünste bei den Leasing-Zinsen. Hier herrscht zu wenig Transparenz und viele Leute haben Mühe beim Zinsrechnen. Da sollten die Behörden reagieren.
    • ujay 16.03.2019 04:49
      Highlight Highlight Nö, wer nur minimalst in der Schule aufgepasst hat, kann eine Leasing- und andere Zinsberechnungen nachvollziehen.
    • Schne 16.03.2019 09:27
      Highlight Highlight Wer nur minimalst in der Schule aufgepasst hat, schliesst als Privatperson keinen Leasingvertrag ab.
  • Stormrider 15.03.2019 17:49
    Highlight Highlight Wir wissen ja schon, dass die CO2 Bilanz dieser Fahrzeuge nicht besser ist als diejenige einer Dieselkarosse. (Herstellung der Batterien und Ursprung des Strommixes). Und Tesla ist an der Börse immer noch überbewertet und schleift am finanziellen Abgrund entlang. Also gibt es nur einen Weg: mehr verkaufen. Es hat ein wenig den Anschein der einsetzenden Verzweiflung, mit einer guten Show aufgeputzt.
    • DerHans 15.03.2019 20:38
      Highlight Highlight Trudi Gerster könnte ihr Märchen mit der bösen bösen Batterie nicht besser erzählen.
    • R3lay 15.03.2019 22:24
      Highlight Highlight Es geht nicht darum was wir wissen, sondern darum was stimmt. Elekto Autos sind in der Schweiz definitv CO2 freundlicher als Verbrenner.
    • Ökonometriker 15.03.2019 22:42
      Highlight Highlight @Stormrider: wobei bei Diesel noch das Problem mit dem Feinstaub besteht und eine gewisse Energieautarkie sicherlich erstrebenswert ist.
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