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Die Kantonsschule Schaffhausen fotografiert am 27. Juli 2020 in Schaffhausen. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Zwei Schülerinnen der Kantonsschule in Schaffhausen gaben diese Woche auf ihrem Smartphone den Covidcode ein. Die ganze Klasse ist nun in Quarantäne bzw. Isolation. Bild: KEYSTONE

Interview

So geht es weiter mit der SwissCovid-App

Auch wenn Apple und Google eine «Express»-Warnfunktion in die iPhones und Android-Geräte integrieren, sollen Schweizer Smartphone-User weiterhin auf die separate App setzen. Und dies aus mehreren guten Gründen.



SwissCovid wird langsam aber sicher zur Erfolgsgeschichte. Mittlerweile hat die Schweizer Corona-App 1,6 Millionen aktive User. 3 Millionen sind das erklärte Ziel.

Abgesehen von – zugegeben kleinen – Erfolgsmeldungen ging es diese Woche ums grosse Ganze. Nachdem Apple und Google eine Express-Warnfunktion lancierten, stellten sich aus Schweizer Perspektive grundlegende Fragen.

«Exposure Notification Express» macht die SwissCovid-App nicht überflüssig: Das schrieben wir bereits in einer ersten Analyse. Nun liegen die detaillierten Einschätzungen der verantwortlichen Fachleute vor. Mathias Wellig, SwissCovid-Entwicklerchef, erklärt im Folgenden die technischen Hintergründe und verrät, wie es mit der App weitergeht.

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit wird «Exposure Notification Express» im Folgenden als EN Express abgekürzt.

Können sich Schweizer Smartphone-User bald ohne App warnen lassen?

Entwicklerchef Mathias Wellig erklärt:

«Nein. EN Express ist nur die schnelle Zwischenstufe, die wir in der Schweiz nie durchlaufen haben. Wir sind mit SwissCovid bereits im Vollmodus inklusive App.»

Wellig erklärt, dass es auf den Status ankommt, in dem sich ein Land oder eine Region befindet, und zwar bezüglich der digitalen Kontaktverfolgung, dem Proximity-Tracing.

Für Länder und Regionen, die im Vollmodus inklusive App unterwegs seien, ändere sich nicht viel. Sobald eine Region im Vollmodus sei, brauche es EN Express nicht mehr.

Was wollen Apple und Google mit EN Express erreichen?

Dazu Wellig:

«EN Express ist die Antwort von Apple und Google auf die bisher eher schleppende Entwicklung im digitalen Proximity-Tracing in den USA. EN Express bietet eine schnelle Variante für Gesundheitsbehörden, die bisher noch keine App haben, um digitales Proximity-Tracing anzubieten. Entweder weil das Know-How nicht vorhanden ist oder die Kapazitäten fehlen. Geschwindigkeit ist auch weiterhin enorm wichtig beim Bekämpfen der Pandemie.»

Was hat die Schweiz dazu beigetragen?

Bekanntlich stehen die SwissCovid-Entwickler seit den Anfängen des Bluetooth-basierten Proximity-Tracing in Kontakt mit den Spezialisten bei Apple und Google. Und auch beim EN Express ist Schweizer Expertise eingeflossen. Wellig:

«Wir hatten in den letzten Monaten weiterhin einen Austausch mit den beiden Konzernen, bei dem wir auch auf die Erfahrungen aus der Schweiz eingegangen sind. Insbesondere die Architektur der Verifikation mittels Code und die starke Rolle der lokalen Gesundheitsbehörden finden sich im Feature wieder.»

Mathias Wellig, Geschaeftsfuehrer Ubique, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Lancierung der SwissCovid App und das Vollzugsmonitoring COVID-19, am Donnerstag, 25. Juni 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

SwissCovid-Entwicklerchef Mathias Wellig ist Geschäftsführer der Zürcher Softwarefirma Ubique AG und ETH-Absolvent. Bild: keystone

Wie wird EN Express für iPhone-User einer Region aktiviert?

Wellig erklärt, dass eine Gesundheitsbehörde mit Apple und Google in Kontakt treten müsse, damit die jeweilige Region für die Express-Funktion freigeschaltet werde. Ganz grob gesagt müssten dann drei Aufgaben von der Behörde erledigt werden:

  1. «Einen Server hinstellen, der sicherstellt, dass sich nur positiv getestete User als positiv melden können. Das ist das Pendant zu unseren CovidCodes.»
  2. Einen zweiten Server hinstellen, der die veröffentlichten Schlüssel bereitstellt.
  3. Metainformationen bereitstellen, die dann in den Einstellungen in iOS sichtbar sind.

Warum brauchts SwissCovid, obwohl die Warn-Funktion in die Betriebssysteme iOS und Android integriert ist?

Wellig erklärt, dass bei einer eigenen App die Benutzeroberfläche und die Funktionalität nach den eigenen Bedürfnissen umgesetzt, verbessert und ergänzt werden können:

«Während Regionen mit EN Express an standardisierte Nutzer-Flows, die global funktionieren, gebunden sind, können Regionen im Vollmodus in ihren Apps ein spezifisches Nutzererlebnis anbieten.

Beispielsweise können in einer App spezifisch Support, Handlungsempfehlungen und zusätzliche Informationen für das entsprechende lokale Gesundheitssystem dargestellt werden.

Auch die Akzeptanz dürfte in einem für die lokalen Gegebenheiten optimierten System besser sein. Insbesondere in Europa vertraut man eher den lokalen Behörden als kalifornischen Grosskonzernen.»

Und bezüglich der Genauigkeit der auf Bluetooth Low Energy (BLE) basierenden Distanzschätzungen zwischen Smartphones (der sogenannten «Expositionsmessung») gebe es bei der SwissCovid-App einen entscheidenden Vorteil:

«Ein weiterer wichtiger Vorteil des Vollmodus ist die Möglichkeit, ein spezifisches Modell für die Expositionsmessung zu implementieren. Die spezifischen Modelle zur Expositionsmessung (Dauer & Distanzabschätzung mittels Abschwächung des Bluetoothsignals), wie wir sie in der Schweiz dank der Forschung an der EPFL und ETHZ haben, wären mit EN Express nur begrenzt möglich.»

Sprich: Die App alarmiert genauer.

Wobei die SwissCovid-Entwickler noch keine für Laien verständliche Angaben zur Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Bluetooth-basierten Distanzschätzungen veröffentlicht haben. Ein Beurteilungssystem sei in Vorbereitung, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Aussicht gestellt.

Funktioniert SwissCovid dank EN Express im Ausland?

Leider nein. Hier war watson bei der ersten Einschätzung zu optimistisch bzw. lag daneben. Wellig erklärt:

«Bei der Interoperabilität harzt es nicht auf technischer Ebene – hier hätte man verschiedene Lösungsansätze bereit. Die offenen Fragen sind politische (will Land X mit Land Y offiziell zusammenarbeiten) und fachliche (akzeptiert Land X den Prozess, mit dem Land Y eine Person als positiv kennzeichnet). Das stringente neue Konzept mit Regionen auf Betriebssystemebene kann uns jedoch helfen, die User-Experience zu optimieren.»

Soll heissen: Es muss auf politischer Ebene eine Kooperation gefunden werden. Und da wird seitens der EU noch geblockt, weil das entsprechende Rahmenabkommen fehlt.

Wie geht es mit SwissCovid weiter?

«Für die Weiterentwicklung beschäftigen uns momentan folgende Themen», teilt der Entwicklerchef mit:

Fazit: SwissCovid wird weiterentwickelt und in den kommenden Monaten stetig verbessert. Dazu passen die jüngsten Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Oxford-Universität. Am Dienstag informierten sie über Berechnungen, die zeigen sollen, dass Tracing-Apps wie SwissCovid massgeblich dazu beitragen können, die Pandemie einzudämmen. Spitalaufenthalte und Todesfälle könnten «signifikant reduziert» werden, und dies auch bei relativ tiefer Akzeptanz.

Der britische Forscher David Bonsall:

«Abriegelungen und Reisebeschränkungen schaden der Gesellschaft, deshalb brauchen wir intelligentere, effizientere Systeme, die nur die gefährdeten Personen benachrichtigen und dafür sorgen, dass sich der Rest von uns frei bewegen kann.»

Was bringt SwissCovid?

Die App ist angesichts der vergleichsweise hohen Infektionszahlen wichtiger denn je. Sie warnt potenziell Betroffene, weist auf unbemerkte Infektionen hin und hilft, die erneute Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen.

Allerdings mangelt es weiterhin an Informationen, wie die SwissCovid-Alarmierung in der Praxis klappt.

Am Dienstag berichtete die Nachrichtenagentur SDA von drei Coronavirus-Ansteckungen an der Kantonsschule Schaffhausen. In der von vielen Medien aufgegriffenen Meldung wurden die Schaffhauser Behörden zitiert, dass der Alarm am Dienstag über die SwissCovid App ausgelöst worden sei.

Wie viele Smartphone-User von der SwissCovid-App gewarnt wurden, ist allerdings nicht bekannt: watson hat am Donnerstag mit der Leiterin des kantonalen Contact Tracing und der Covid-Hotline gesprochen. Laura Gialluca bestätigt, dass zwei Schüler den Covidcode eingegeben hätten. Doch wisse man nicht, wie viele Warnhinweise über «mögliche Ansteckungen» daraufhin auf anderen Handys angezeigt wurden.

Alle Schüler der betroffenen Klasse seien umgehend durch das Contact-Tracing-Team befragt und später zu einem Corona-Test angemeldet worden. Sie befänden sich in Quarantäne bzw. Isolation und erhielten Fernunterricht.

Warnung erhalten?

Wurdest du von der SwissCovid-App vor einer «möglichen Ansteckung» gewarnt und hast dich daraufhin bei der offiziellen Corona-Infoline des Bundes gemeldet? Schreib Digitalredaktor Daniel Schurter via E-Mail oder über die sichere Messenger-App Threema. Threema ID: ACYMFHZX. Alle Hinweise werden vertraulich behandelt.

Quellen

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mätse 04.09.2020 14:05
    Highlight Highlight Ein etwas anderer Punkt: Wann ist es möglich, dass wenn ich SwissCovid aktiviert habe, auf das "manuelle" Contract-Tracing (Name, Tel, Email, ... auf einer Papierliste hinterlassen) verzichten kann?

    So würden doch vielmehr Leute endlich kapieren, dass SwissCovid viel anonymer und datenschutzfreundlicher ist und ihnen sogar einen persönlichen Vorteil bringt.

    Es müsste halt eine Möglichkeit geben, dass jemand prüfen kann, ob SwissCovid auf meinem Handy wirklich aktiv am Laufen ist. Gibt es das bereits?
    • @schurt3r 04.09.2020 16:23
      Highlight Highlight Nein, gibts nicht.

      Das wäre rechtlich problematisch. Es gibt ja ein gesetzlich festgeschriebenes Diskriminierungsverbot zu SwissCovid.

      Dass viele Handy-User nicht begreifen, dass die App ein sinnvolles Hilfsmittel ist, oder «aus Trotz» nicht nutzen, lässt tief blicken...
    • bokl 04.09.2020 17:08
      Highlight Highlight Wird es nie geben.

      Es braucht eine nicht anonyme Nachverfolgungsmöglichkeit. Sonst ist nicht sichergestellt, dass allfällige Massnahmen (Quarantäne, etc.) umgesetzt werden.
  • 97ProzentVonCH68000 04.09.2020 13:49
    Highlight Highlight Wenn jemand infiziert ist und einen entsprechenden Code generiert wird, werden Handys informiert, die Kontakt hatten.
    Deren Besitzer sind gewarnt und machen ev. auch einen Test.
    Wer das tut und positiv ist, wird mit grösster Wahrscheinlichkeit selbst einen Code generieren lassen.
    Eine solche Kette würde den Erfolg der App belegen. Gibt es diese Zahlen?
    Wenn ja, wie hoch sind sie?
    Wenn nein, warum nicht?
    • @schurt3r 04.09.2020 16:25
      Highlight Highlight Es wurden bereits Infektionsketten unterbrochen. Wie viele es insgesamt sind, wissen wir nicht. Ganz sicher könnten es noch viel mehr sein.

      Dass genau Statistiken fehlen, hat mit dem föderalistischen System der Schweiz zu tun. Der Bund betreibt die SwissCovid-Infrastruktur, die Kantone organisieren das Contact-Tracing. Und der Datenaustausch klappt überhaupt nicht...
    • 97ProzentVonCH68000 04.09.2020 18:28
      Highlight Highlight Meine obige Kette betrifft nur nicht vertrauliche Daten auf der COVID-Infrastruktur. Das heisst, diese Daten wären auswertbar.
      Wird das tatsächlich nicht getan oder nicht kommuniziert?
      Wäre schön, wenn ihr das mit Verweis auf das Öffentlichkeitsprinzip anfragt und publiziert. Sonst bleibt nur subjektive Spekulation.
    • cheeky Badger 04.09.2020 18:29
      Highlight Highlight Letzte Woche hat das BAG verlauten lassen dass bisher 13 Leute wegen der App positiv getestet wurden bzw. nur dank der App überhaupt einen Test gemacht haben. Das ist ein überschaubarer Erfolg.
  • Autokorrektur 04.09.2020 13:35
    Highlight Highlight Zitat: «Wir wollen mehr Informationen zur Nutzung von SwissCovid direkt innerhalb der App anzeigen.»
    Sorry, aber bei vermutlich 98% aller Leute läuft die App sowieso nur im Hintergrund und wird kaum je geöffnet. Wofür brauche ich dann noch mehr Infos? Nein, danke. Die ständigen Popups weil ich zu Hause Standort und Bluetooth ausschalte nerven schon.
  • bärn 04.09.2020 13:07
    Highlight Highlight Ein Schritt "zurück" wäre aber eben vielleicht doch angebracht... weshalb?

    - es ist immer noch eine App, die man installieren muss.

    --> mit der Zeit, und ja Leute es wird noch lange gehen, werden die installierten und aktiven Apps abnehmen, schon nur bei jedem Handywechsel wird sich manch einer überlegen, was er denn nun noch installieren will.

    - wieso nicht etwas nutzen, was die Hersteller als Basis zur Verfügung stellen? Wir wollen doch einfach primär informiert werden. Für was wir wieder die Schweizer-Goldlösung brauchen, weiss ich wirklich nicht. Für Informationen.. sorry das geht einfacher.
  • Parcival 04.09.2020 12:16
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel und auch alle anderen zum Thema. Ich finde es toll, dass man die News zu diesem wichtigen Tool hier so gut verfolgen kann. 👍🏻
    • Autokorrektur 04.09.2020 13:33
      Highlight Highlight Ehrlich gesagt habe ich genau das Gegenteil gedacht. So langsam ist gut mit informieren, man kann es auch übertreiben. Aber da ich die App habe, dachte ich dann, lesen soll ja nicht schaden, sagt man.
    • @schurt3r 04.09.2020 13:48
      Highlight Highlight @Autokorrektur
      Lesen und Kommentieren, wolltest du eigentlich schreiben. 😉
    • Autokorrektur 04.09.2020 14:01
      Highlight Highlight @schurt3r Ich betrachte die Kommentarspalte hier als sehr wertvoll, weil eure User oftmals weitere Infos anführen oder Fragen stellen, die mich auch interessieren. Und ich denke, es ist auch für euch wertvoll, zu lesen wie ihr von uns wahrgenommen werdet. Ich bin dankbar für die Infos mit denen ihr uns füttert, aber wöchentliche Artikel immer zur selben App führen (bei mir) zu Übersättigung, und ich denke, ihr habt ebenfalls ein "Recht" darauf, dies zu erfahren, damit ihr es berücksichtigen könnt. 🙃
    Weitere Antworten anzeigen
  • Davide F. Lu 04.09.2020 12:04
    Highlight Highlight @schurt3r: Dass es ein IT-Projekt gibt, dass im Zusammenspiel vieler Akteure schnell aus dem Boden gestampft wurde und erst noch kaum relevante technische Probleme verursacht, grenzt wirklich schon fast an ein Wunder (war aber nicht das Hauptziel des Projektes, oder?). Um den Anwender aber von der Sinnhaftigkeit der Nutzung der App zu überzeugen, wollte man in erster Linie die Anzahl 'Ansteckungen, die verhindert wurden' quantifiziert haben... Wer und wie kann man das?
    • @schurt3r 04.09.2020 16:31
      Highlight Highlight Ja, da muss das Bundesamt für Gesundheit (BAG), als Herausgeberin der App, mehr liefern.

      Ist nicht ganz einfach, weil die Datenerhebung (zu SwissCovid) in den Kantonen und der Datenfluss zum Bund bislang überhaupt nicht klappt.

      Die hohen Datenschutz-Standards (Datenminimierung) erschweren alles zusätzlich. Aber wir wollen es schliesslich ja auch so haben :)
  • K1aerer 04.09.2020 11:54
    Highlight Highlight Die meisten, die ich kenne, die das nicht wollen, glauben, dass der Standort im Hintergrund getrackt wird. Leider haben diesbezüglich nur sehr wenig Leute Ahnung von IT und Co.
    • madu 04.09.2020 13:50
      Highlight Highlight Open Source ist nur die nationale Applikation, jedoch nicht die API von Google und Apple! Das heisst, dass der Standort nicht an die nationalen Server weiter gegeben wird, eine Weitergabe der Kontaktdaten mit den Standortangaben an Google und Apple erachte ich als wahrscheinlich. Weshalb braucht der Dienst denn sonst die Standortfreigabe?
    • K1aerer 04.09.2020 15:37
      Highlight Highlight Weil man mit BLE theoretisch mit grosser Aufwand dich auch tracken könnte. Aber dazu müsste man aber auch das Mobilfunksignal auswerten. Vorallem wird der Standort ja eben nicht aufgezeichnet, sondern nur den Kontakt aufgezeichnet. Dieser Kontakt hat einen anonymisierten Schlüssel dabei, den man nicht auflösen kann.
    • Bongj 04.09.2020 15:40
      Highlight Highlight Jedes Handy kann sowieso getracked werden – auch ohne GPS und Konsorten aktiviert zu haben.

      Aber ja... langsam keine Lust mehr auf Diskussionen, welche zu nichts führen... over and out 🙂
  • Musch 04.09.2020 11:11
    Highlight Highlight Die Schweiz 🇨🇭 darf sich nicht an das Netzwerk der europäischen Corona-Apps anschliessen. Als Grund dafür nennt Brüssel offiziell das fehlende Rahmenabkommen.
    Damit stellt die EU die Machtpolitik über die Gesundheit ihrer Bürger 😷.
    • madu 04.09.2020 13:54
      Highlight Highlight Ohne das Rahmenabkommen muss die Schweiz ihr Datenschutzgesetz nicht an die EU-Richtlinie anpassen, welche strenger als der Schweizer Datenschutz ist. Deshalb habe ich ein gewisses Verständnis der EU für ihre Sicht.
      Wäre die App gesundheitlich zielführender, würde die EU wohl eine andere Haltung einnehmen. Leider bringt die App nicht das Erhoffte, selbst wenn 60% der Bevölkerung die App installiert hätten.
    • Davide F. Lu 04.09.2020 17:36
      Highlight Highlight Wäre man wirklich an der Sache interessiert, würde dies wohl kaum in eine Verbindung mit dem unheilvollen Rahmenabkommen gebracht. Dies nur eine weitere, unnötige Stichelei und Schikane gegen die Schweiz. Ein weiteres Mosaiksteinchen in der erpresserischen Drohkulisse der EU gegen die Schweiz, dereinst unwidersprochen dem Rahmenabkommen zuzustimmen. ... Ist diese die Vorstellung der EU, über ein partnerschaftliches Verhalten gegenüber einem Vertragspartner?
  • Davide F. Lu 04.09.2020 10:34
    Highlight Highlight Mit ''SwissCovid wird langsam aber sicher zur Erfolgsgeschichte'' wird dieser Artikel eingeleitet. Dann wäre es eigentlich angezeigt, konkret diese Erfolgsgeschichte etwas auszudeutschen. Schliesslich besteht das vorgegebene Ziel darin, mindestens weitere 1,4 Mio. Einwohner zu aktiven Nutzern der App zu machen. Oder bestehen möglicherweise unterschiedliche Auffassungen, was eine 'Erfolgsgeschichte' ist?
    • @schurt3r 04.09.2020 10:41
      Highlight Highlight Da bestehen ganz sicher unterschiedliche Auffassungen. Bei watson haben wir es die letzten Monate ziemlich intensiv «ausgedeutscht». 😉

      Für ein Fazit ist es aber definitiv zu früh.

      Ich bin angesichts der andauernden Corona-Krise der Auffassung, dass wir neuen Hilfsmitteln gegenüber aufgeschlossen sein sollten.

      1,6 Millionen aktive User (täglich), Ansteckungen, die verhindert wurden, keine gravierenden technischen Probleme, obwohl das relativ komplexe IT-Projekt (mit vielen Akteuren) in wenigen Monaten aus dem Boden gestampft wurde.

      Kein schlechter Start, finde ich.
    • hairypoppins 04.09.2020 11:29
      Highlight Highlight Etwas Neues hat in der konservativen Schweiz immer einen schwierigen Start. Bei so vielen aktiven Nutzer in kürzester Zeit, würde ich schon sagen, dass die SwissCovid App als erfolgreich betrachtet werden kann.
    • idrisi 04.09.2020 12:00
      Highlight Highlight Das Konzept der SwissCovid App und der Protokolle, die sie benutzt, ist jetzt schon eine Erfolgsgeschichte. Eine Idee, die hier massgeblich entwickelt wurde, wird weltweit die Grundlage für Covid-Apps sein und viele Menschenleben retten.

      Der relative Misserfolg in der Schweiz ist ein kleiner Wehrmutstropfen, der weltweit gesehen nicht von Bedeutung ist. Es zeigt in erster Linie, dass Intelligenz und Dummheit geographisch nahe beieinander liegen können und nicht Eigenschaft von Nationen sind.
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