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epa08486346 Customers in the Apple the store in Covent garden opens after opening its doors in London, Britain, 15 June 2020. Retail stores have begun to re-open their doors across the UK after three months of lockdown. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Apple und Google haben die nächste Stufe im digitalen Kampf gegen Covid-19 gestartet. Bild: keystone

Analyse

iPhones und Android-Handys können neu ohne Corona-App vor Ansteckungen warnen, aber...

Apple und Google integrieren per Update eine «Express-Funktion» für die Corona-Warntechnik in ihre mobilen Betriebssysteme iOS und Android. Hier sind die wichtigsten Fragen und (vorläufigen) Antworten.



Was ist neu?

Apple und Google integrieren die Corona-Warntechnik tiefer in ihre mobilen Betriebssysteme iOS und Android und lancieren eine «Express-Funktion», die es ermöglichen soll, Warnungen auch ohne installierte App anzuzeigen.

Für Besitzer von Android-Smartphones kommen die Neuerungen mit einer Aktualisierung der Google-Play-Dienste. Für iPhone-User ist am Dienstagabend das Betriebssystem-Update iOS 13.7 veröffentlicht worden.

Hinweis in eigener Sache: Die Software-Neuerungen sind dermassen neu, dass noch keine Einschätzungen der SwissCovid-Entwickler vorliegen (siehe Box weiter unten). Der Artikel beinhaltet Einschätzungen des Digital-Redaktors, die unter anderem auf der Beta-Version von iOS 13.7 (für Entwickler) basieren.

Apple und Google bezeichnen die Corona-Warnfunktion als «Exposure Notifications Express». Die neue Funktion ermögliche es Smartphone-Nutzern, Warnhinweise zu erhalten, wenn sie in der Nähe von Corona-Infizierten waren. Allerdings ist dies nur nach Zustimmung der User möglich. Und die nationale Gesundheitsbehörde muss grünes Licht geben, dass Warnungen ohne App angezeigt werden dürfen.

Die iOS- und Android-Lösungen seien untereinander und mit bestehenden Corona-Warn-Apps vollständig interoperabel. Die nationalen Gesundheitsbehörden können sich auch dafür entscheiden, ihre eigenen benutzerdefinierten Apps zu lancieren und zu betreiben – ohne die Express-Funktion.

Google und Apple wollen die Warn-Apps auch weiterhin vollständig unterstützen. Die neue Express-Funktion werde in Koordination mit den Gesundheitsbehörden lanciert.

Was ändert sich für SwissCovid-User?

Vorläufig nichts.

Der Bund ist gefragt

Seitens des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), als Herausgeberin der SwissCovid-App, und seitens der Entwickler liegt noch keine Stellungnahme zu den Neuerungen vor. Apple hat iOS 13.7 am Dienstagabend veröffentlicht.

SwissCovid-Entwicklerchef Mathias Wellig sagte kürzlich in einem Netzwoche-Interview: «Die nächsten grösseren Updates kommen, sobald Apple und Google die Version 2.0 ihrer API veröffentlicht haben. Das bringt zwar nicht unbedingt zusätzliche, sichtbare Features mit sich. Aber es wird uns helfen, das Ganze komfortabler zu gestalten und Details zu optimieren. Weitere Neuerungen gibt es mit den Updates der mobilen Betriebssysteme.»

Apple habe mit iOS 14 einige systematische Usability-Probleme gelöst, die die SwissCovid-Entwickler laut Wellig vorher nicht richtig angehen konnten. «Das heisst, wir werden die App besser ins System integrieren können. Auch in Sachen User Experience haben wir noch einiges vor, da geht es allerdings um Feintuning. Und dann ist da noch die Frage nach dem nächsten grossen Schritt. Was können wir tun, damit mehr Nutzer die App installieren?»

Braucht es jetzt keine Warn-Apps mehr?

Doch, die braucht es weiterhin. Zumindest vorläufig. Dazu gleich mehr.

Sicher unverzichtbar ist weiterhin die staatliche Infrastruktur, die es infizierten Smartphone-Nutzern ermöglicht, andere anonym und sicher zu warnen, indem sie einen Schlüssel (Covidcode) in der App eingeben. In der Schweiz ist es das Bundesamt für Gesundheit (BAG) als Herausgeberin der SwissCovid-App, die ein entsprechendes System betreiben lässt. Für das Verteilen der Covidcodes sind die Kantone zuständig.

Ich habe SwissCovid nicht installiert, was nun?

Niemand ist gezwungen, die Corona-Warntechnik zu nutzen. Auch die zukünftige Nutzung der Express-Funktion ist freiwillig und erfordert die explizite Zustimmung der User. Dies geschieht über die Geräte-Einstellungen.

iPhone-Besitzer, die auf die neue iOS-Version 13.7 aktualisieren, finden in den «Einstellungen» den neuen Menüpunkt «Begegnungsmitteilungen». Dies gilt auch für Geräte, auf denen keine Corona-Warn-App wie SwissCovid installiert ist.

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bild: watson

Man kann «Bewegungsmitteilungen aktivieren» und wird dann aufgefordert, mindestens eine (oder mehrere) der kompatiblen nationalen Corona-Warn-Apps zu installieren.

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screenshot: watson

Wenn SwissCovid installiert ist, wird die Schweiz als «Aktive Region» angezeigt. Und Infizierte können auf Knopfdruck die App öffnen, um ihre «Diagnose» (den Covidcode) einzugeben. Und so die Alarmierung von «Kontakten» auslösen, die während 15 Minuten oder länger in der Nähe waren.

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Neu ist auch die Funktion «Monatliches Update», die es laut Beschrieb ermöglicht, eine Mitteilung zu erhalten, die über «mögliche Begegnungen» informiert. Diese Funktion hatte in der jüngeren Vergangenheit für Verwirrung gesorgt.

Kann man mehrere nationale Apps nutzen?

Ja, das ist möglich. Obwohl jeweils nur eine App als «aktive Region» festgelegt werden kann, wird mit den neuen System-Einstellungen die parallele Nutzung mehrerer Apps vereinfacht. Es lassen sich «Autorisierte Regionen» hinzufügen.

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Wenn man mehrere nationale Apps installiert und als Autorisierte Regionen hinzufügt, kann man ganz einfach zwischen den verschiedenen Ländern hin- und herwechseln, was insbesondere für Grenzgänger eine Erleichterung ist.

Funktionieren Warn-Apps nun grenzübergreifend?

Nein, noch nicht.

Doch es zeichnet sich eine Möglichkeit ab.

Apple schreibt:

«Wenn du ‹Ortungsdienste› aktiviert hast, kann dein Gerät Schlüssel von Regionen herunterladen, in die du in den vergangenen 14 Tagen gereist bist, sofern die anderen Regionen auch die Begegnungsmitteilungen aktiviert haben, ohne eine App zu verlangen.»

Die nationalen Gesundheitsbehörden müssten also Apple und Google grünes Licht geben für das Aktivieren der Express-Funktion, damit das Ganze ohne Apps funktioniert.

Schliesslich gibt es die neue Funktion «Reisestatus teilen».

Im Beschrieb heisst es:

«Dein Reisestatus hilft dabei, dich und andere über mögliche Begegnungen zu benachrichtigen. Er gibt nur an, ob du dich in den letzten 14 Tagen ausserhalb deiner aktiven Region aufgehalten hast, und enthält keine Informationen über deine Reiseziele oder deinen Standort.»

Bild

Nach Angaben von The Verge soll es neu möglich werden, Tracing-Systeme verschiedener US-Bundesstaaten über die Betriebssysteme miteinander zu verknüpfen.

«Das Framework ermöglicht die Interoperabilität zwischen den Bundesstaaten und bietet beispielsweise die Möglichkeit, Benutzer der App aus Virginia über Expositionen von Benutzern der App aus Maryland zu benachrichtigen.»

quelle: theverge.com

Update: Mathias Wellig, SwissCovid-Entwicklerchef teilt auf Anfrage von watson mit, dass die Express-Funktion nicht den grenzübergreifenden Datenaustausch ermöglicht:

«Bei der Interoperabilität harzt es nicht auf technischer Ebene – hier hätte man verschiedene Lösungsansätze bereit. Die offenen Fragen sind politische (will Land X mit Land Y offiziell zusammenarbeiten) und fachliche (akzeptiert Land X den Prozess mit dem Land Y eine Person als positiv kennzeichnet). Das stringente neue Konzept mit Regionen auf Betriebssystemebene kann uns jedoch helfen, die User-Experience zu optimieren.»

Kann man das deaktivieren?

Ja. Die in iOS und in Android integrierte Corona-Warntechnik wird in den Einstellungen ein- und ausgeschaltet.

Apple schreibt:

«Du kannst die Begegnungsmitteilungen deaktivieren, indem du ‹Einstellungen› > ‹Begegnungsmitteilungen› wählst und auf ‹Begegnungsmitteilungen deaktivieren› tippst. Hierdurch werden auch die von anderen Geräten aufgezeichneten Bluetooth-IDs, zugehörige Metadaten, deine zufälligen Geräteschlüssel und deine Begegnungsmitteilungsregionen gelöscht (Begegnungsmitteilungs-Apps, die du installiert hast, werden dagegen nicht gelöscht).»

Wichtig: Die Express-Funktion ist standardmässig deaktiviert, sie müsste also vom User aktiviert worden sein.

Für wen ist die Express-Funktion wichtig?

In erster Linie für die vielen Länder, respektive Regierungen, die noch kein Tracing-System lanciert haben.

Apple versucht insbesondere im eigenen Land möglichst viele US-Bundesstaaten an Bord zu holen. Denn noch immer gibt es in den meisten Regionen keine Tracing-App, die auf dem «Exposure Notification System» (ENS) basiert. Apple und Google hatten ENS am 20. Mai angekündigt.

Die Entwickler der SwissCovid-App haben mit den Apple- und Google-Ingenieuren zusammengearbeitet, um die Bluetooth-basierten Handy-Distanzschätzungen zu lancieren. SwissCovid war die weltweit erste App, die ENS «live» testete.

Wie wird das umgesetzt?

Ziel ist es laut Bericht von 9to5Mac, schnell und einfach ein System zu schaffen, indem die Gesundheitsbehörden den beiden Unternehmen «eine Konfigurationsdatei mit grundlegenden Informationen darüber vorlegen, wie/wann Benachrichtigungen ausgelöst werden sollen und die nächsten Schritte nach Erhalt einer Warnung». Zu den weiteren angeforderten Informationen gehörten ein Behördenlogo und ein Text, der für die Benutzer angezeigt werde.

Die technische Umsetzung der Express-Funktion unterscheidet sich grundlegend zwischen iOS und Android.

Google werde die von der Gesundheitsbehörde zur Verfügung gestellten Informationen nehmen und im Auftrag der Gesundheitsbehörde eine Android-App erstellen. Dann beginne es damit, dass der Google Play Store die Nutzer darauf hinweise, dass eine App verfügbar sei. Danach installiere man die App in einem Workflow, der dem heutigen ähnlich sei, aber man müsse zusätzlichen Berechtigungen zustimmen.

Welche Länder Europas haben bereits eine solche App?

Zu Liechtenstein heisst es, die Funktion sei nicht verfügbar. Dies, obwohl die SwissCovid-App gemäss einer früheren Ankündigung der Regierung zum Einsatz kommt.

Bild

Diese Mitteilung wird für alle Länder angezeigt, die noch kein nationales Tracing-System lanciert haben, das auf den Schnittstellen von Apple und Google aufbaut. screenshot: watson

Was ist mit den USA?

Erst wenige US-Bundesstaaten haben eine entsprechende App veröffentlicht, die auf den von Apple und Google zur Verfügung gestellten Schnittstellen basieren.

Gemäss Angaben der beiden US-Unternehmen prüfen weitere 25 US-Bundesstaaten und Territorien die Möglichkeiten der digitalen Kontaktverfolgung. Es seien auch bereits dank der Technik Infektionsketten unterbrochen worden.

Washington DC, Maryland, Nevada und Virginia seien die ersten, die das neue System laut 9to5Mac übernehmen.

In welchen anderen Ländern weltweit gibts bereits eine kompatible App?

Auf welchen Smartphones funktioniert das?

iPhones mit iOS 13. Android ab Version 6.

Das heisst, die Corona-Warntechnik läuft nicht auf dem iPhone 6 und anderen alten Mobilgeräten.

Quellen

Alles über die Schweizer Corona-Warn-App

Warum versagen die Kantone bei der SwissCovid-App? Es gibt einen bösen Verdacht

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    Alle Leser-Kommentare
  • LioLu 02.09.2020 09:48
    Highlight Highlight Es wird immer schön von Apple UND Android geschrieben, doch wie handhabt es sich bei Android?
  • ubu 02.09.2020 09:08
    Highlight Highlight Und wann wird SwissCovid verfügbar für ältere Handys?
    • @schurt3r 02.09.2020 09:40
      Highlight Highlight Denke nicht, dass das noch kommt.

      Laut Apple aus technischen Gründen nicht sinnvoll/machbar für iPhone 6 und älter.
  • Rosskastanie 02.09.2020 08:55
    Highlight Highlight Ausgeschaltet, auch die Covid-App habe ich nicht aktiviert. Solange bei den Kantonen ein solches hüst und hott herrscht... Ich gehe von zu Hause ins Einzelbüro arbeiten und wieder heim. Einkauf, wenns sein muss, nur mit Maske. Mehrheitlich tätige ich Besorgungen im Netz. Menschenansammlungen vermeide ich, seit Monaten kein Kaffee oder Bar besucht, jede Einladung auch in der Familie sage ich ab, in der Freizeit bin ich dort, wo sonst niemand ist, Beizenbesuch ausgeschlossen, ich nehme Essen und Trinken mit. Das ist das, was Covid-19 aus mir gemacht hat... mehr isolieren geht fast nicht mehr...
    • @schurt3r 02.09.2020 09:42
      Highlight Highlight Ja, das geht leider einigen so. 😢

      Wobei man sich draussen an der frischen Luft eigentlich bedenkenlos mit anderen treffen und gemeinsam aufhalten kann. Natürlich unter Einhaltung eines gewissen Abstands.
    • Rosskastanie 02.09.2020 10:06
      Highlight Highlight @schurt3r Ich finde es top, dass ihr euch so mit dem Thema auseinandersetzt. Nicht dass ich grundsätzlich ein Problem habe mit solchen Apps. Aber wie das derzeit läuft ist einfach ein Graus und einer "modernen" Gesellschaft nicht würdig, meine Meinung. Man hat die Werkzeuge, nutzt sie aber nicht, schade.
    • Snowy 02.09.2020 10:30
      Highlight Highlight Wow.

      Ganz herzliches Beileid (ernst gemeint).

      Darf ich fragen, warum Sie sich das antun?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Goomba 02.09.2020 08:48
    Highlight Highlight Das verstehe ich nicht … Auf meinem iPhone war diese neue Funktion – ohne Zustimmung – aktiviert (habe die Swiss Covid-App installiert). Deaktiviere ich die Begegnungsmitteilungen in den iOS-Einstellungen, läuft das Tracing in der SwissCovid-App nicht mehr. Für mich heisst das also: Hat man SwissCovid installiert, müssen auch die Begegnungsmitteilungen aktiviert sein. Machen jetzt sowohl die SwissCovid-App UND Apple ein Tracing oder läuft nach wie vor alles über die SwissCovid-App? Ziemlich verwirrend …
    • @schurt3r 02.09.2020 09:45
      Highlight Highlight Die «Begegnungsmitteilungen» (in den iPhone-Einstellungen) beziehen sich ja auf die Exposure Notification-Schnittstelle. Und diese Schnittstelle bildet auch die Basis für SwissCovid.

      Wenn SwissCovid installiert und aktiviert ist, hat man bereits zugestimmt, dass die Exposure-Notificatio-Schnittstelle verwendet wird.
    • Goomba 02.09.2020 09:54
      Highlight Highlight Alles klar, besten Dank @schurt3r für die Erklärung! 👍🏼 So ergibt das natürlich durchaus Sinn.
  • Notabik 02.09.2020 08:25
    Highlight Highlight Wie gehe ich vor, wenn diese neue Funktion eine Begegnung mit COVID anzeigt? Gleich wie bei der SwissCovid-App?
    • @schurt3r 02.09.2020 09:46
      Highlight Highlight Ja. Und vorläufig zeigt die Express-Funktion hierzulande noch keine Begegnungen an, wenn man die SwissCovid-App nicht installiert/aktiviert hat.
  • Jonas der doofe 02.09.2020 07:39
    Highlight Highlight Sorry, aber ich verstehe das nicht ganz:
    Diese Funktion ist doch für Leute, die aus welchen Gründen auch immer die Covid-App des Bundes nicht heruntergeladen haben. Die meisten davon haben das gemacht, weil sie Bedenken wegen dem Datenschutz haben. Aber genau diese Leute sollen jetzt Apple oder Google sagen, dass sie an Corona erkrankt sind?! Durch Mitteilung an andere wissen es die Betreiber ja ebenfalls. Ich glaube nicht, dass das wirklich ein Durchbruch sein soll.
    • PC Principal 02.09.2020 08:34
      Highlight Highlight Ich denke viele sind einfach zu faul um die App zu laden. Oder einfach grundsätzlich staatskritisch. Die Leute, die sich gegen die App wehren, sind ja meistens auf Facebook und Google, da vergessen sie ihre Datenschutzbedenken ganz schnell.
    • @schurt3r 02.09.2020 09:53
      Highlight Highlight @Jonas: Apple und Google stellen die technische Basis für das Bluetooth-basierte Tracing. Und sie kooperieren mit den Gesundheitsbehörden, damit die Alarmierung zuverlässig und sicher klappt. Du teilst also nicht Apple und Google mit, dass du positiv getestet wurdest. Dies geschieht weiterhin über die staatlich autorisierten Apps.

      Wenn du diesen Akteuren grundsätzlich nicht traust, solltest du am besten kein Android-Handy oder iPhone verwenden. Und das digitale Proximity-Tracing wird ja freiwillig bleiben (Opt-in) .
    • Jonas der doofe 02.09.2020 10:18
      Highlight Highlight Ja schurter, da hast du recht. Ich spreche auch nicht von mir, ich habe die App und traue ihr. Aber du willst mir doch nicht sagen, dass Google oder Apple oder Huawei oder wer auch immer, das dann nicht auch wüssten, dass ich mich infiziert habe.
      Von Apple wissen wir bereits, dass die US-Regierung schon reinschauen kann. Von China können wirs annehmen. Das stört mich zwar grundsätzlich, aber dagegen kann ich wohl nichts tun, solange ich nicht zurück zum Nokia 3210 gehe....
  • _andreas 02.09.2020 07:35
    Highlight Highlight "Die Express-Funktion ist standardmässig deaktiviert, sie müsste also vom User aktiviert worden sein"

    Endlich mal standardmässig deaktiviert. Sonst ist es ziemlich immer so, das alles was Daten sammelt, standardmässig aktiviert ist 😅
  • Ökonometriker 02.09.2020 07:11
    Highlight Highlight Das Feature, welches ich vermisse: selbst die Notifikationsparameter festlegen.

    In der Schweiz wird man nur benachrichtigt, wenn man sich 15 Minuten innerhalb von 1.5m einer infizierten Person aufhielt.
    Ich würde aber auch gerne bereits wissen, wenn ich mich 5 Minuten innerhalb von 5m einer solchen Person aufhielt. Länger bin ich selten im ÖV...
    Damit könnte ich mein Umfeld weitaus besser schützen. Und kosten würde es nichts.
    • anonymer analphabet 02.09.2020 08:42
      Highlight Highlight Wenn jeder seine eigenen Parameter einstellen kann, hast du innerhalb kürzester Zeit ein riesen Chaos...
    • echter Züricher 02.09.2020 09:02
      Highlight Highlight Bleib doch zuhause, so bist du und dein Umfeld am besten geschützt.
  • Marco Rohr 02.09.2020 06:54
    Highlight Highlight Vor drei Monaten wurde ich hier ausgeblitzt, als ich gefordert habe, dass die Warnfunktionen direkt ins OS verbaut werden sollen vs. mit zusätzlicher App. 'Sowas geht nicht' - 'Es braucht die App'

    Heute: unzählige Länder haben immer noch keine App, die Apps sind schlecht oder nutzen die OS-Schnittstellen nicht.

    Ich bleibe dabei: Der effektivste Weg für ein breit angelegtes Tracking ist der direkt via OS.

    Und die, welche jetzt wieder mit Datenschutz/Datensicherheit kommen: seid konsequent und deinstalliert zuerst euer Whatsapp, euren eMail-Client und die Social Media-Accounts.
    • @schurt3r 02.09.2020 07:18
      Highlight Highlight Zur Erinnerung: Es ist kein Tracking, sondern Tracing, basierend auf Bluetooth Low Energy, ohne dass der Standort erfasst wird.

      Und was es ja trotzdem, bzw. weiterhin braucht, ist ein von der Gesundheitsbehörde betriebenes Verifizierungs- und Alarmierungssystem für die Überprüfung von Covid-19-Tests und das Verbreiten der TEKs (Kontaktdaten). Apple und Google bieten diese Funktionalität nicht selbst an. Und das ist sicher der richtige Entscheid, dass die Staaten für diese Abläufe verantwortlich zeichnen.
  • _stefan 02.09.2020 03:00
    Highlight Highlight Das Update ist vor allem für die USA gedacht, es macht Druck auf die Politik. Dies erkennt man auch an den neuen Features in der API.

    Eigentlich sollte die App für die Code-Eingabe von den Gesundheitsbehörden herausgegeben werden. iOS integriert diese nun aber im System und Google generiert automatisch eine App, falls keine lokale angeboten wird. Die Behörden werden also übersprungen, so könnten auch Labors Codes ausgeben.

    In der API gibt's auch den "SELF_REPORT", sodass bei Verdacht eine Person selber warnen kann. Diese Funktion würde in den USA das Testing/Tracing völlig überfordern.
    • @schurt3r 02.09.2020 07:21
      Highlight Highlight Ja, ich teile diese Einschätzung.

      Hast du dazu einen Link (Dokumentation)?
      «In der API gibt's auch den "SELF_REPORT", sodass bei Verdacht eine Person selber warnen kann.»
    • Madison Pierce 02.09.2020 09:43
      Highlight Highlight Link: https://developers.google.com/android/exposure-notifications/exposure-notifications-api#methods

      So wie ich das verstehe, können die Apps bei Meldungen einen Status mitgeben: ob die Meldung aufgrund einer Selbstdiagnose oder eines positiven Tests erfolgt.

      Bei der Warnung können die Apps dann anzeigen, wie zuverlässig diese ist.

      In der Schweiz scheint das noch nicht relevant zu sein, da man Meldungen erst nach positivem Testresultat erfassen kann.
    • _stefan 02.09.2020 12:04
      Highlight Highlight In der API sind die reportTypes aufgelistet: https://developers.google.com/android/exposure-notifications/exposure-notifications-api

      3: SELF_REPORT. The user has self-reported symptoms consistent with COVID-19 without confirmation from a medical provider.

      Auch dafür braucht es einen Code, Google/Apple könnte diese Authorität jedoch auch an Hotlines, etc. geben, falls die Gesundheitsbehörde nicht mitmacht (meine Einschätzung).

  • dmark 01.09.2020 23:40
    Highlight Highlight Schon als ich las - "Aktualisierung der Google-Play-Dienste" - lief es mir erst mal eiskalt den Rücken hinunter...

    Das geht gerne mal in die Hose ;-)
    • ChrisG 02.09.2020 06:33
      Highlight Highlight Ist das ein Witz, den ich nicht verstehe? Die Play-Dienste werden doch im Hintergrund aktualisiert und 99% der User bekommen davon gar nichts mit.
  • Geofinder 01.09.2020 23:35
    Highlight Highlight Danke für den Artikel. Bei mir Android war die Funktion aktiviert, ohne das es mich nach einer Berechtigung gefragt hat... Ein Schelm wer böses denkt... Wo ist die Alufolie... ;-}
    • @schurt3r 02.09.2020 07:23
      Highlight Highlight Hmm, also nicht «Opt-in»? Damit würde Google genau das Gegenteil tun von Apple, was mich angesichts des gemeinsamen, kooperativen Vorgehens ziemlich verwundern/irritieren würde.
  • c_meier 01.09.2020 22:57
    Highlight Highlight Und wie würde dann Google/Apple wissen, wer angesteckt ist? Gibt es dann auch eine Art "Corona-Code", der von einer nationalen Behörde ausgegeben wird?

    Auf den ersten Blick eher verwirrend besonders für Länder, wo es bereits eine offizielle Corona-App gibt.
    Natürlich ist das für andere Länder, wo es keine App gibt, sehr sinnvoll!
    • @schurt3r 02.09.2020 07:25
      Highlight Highlight In Ländern mit App geht es nach meinem Verständnis wie gehabt weiter.
    • c_meier 02.09.2020 08:48
      Highlight Highlight Und wie kann ich bei Ländern ohne App den Alarm auslösen?
      Auch über einen Code? Das habe ich in dem Artikel nicht gefunden? (oder übersehen?)
      Sonst kann ja jeder seine Kontakte aus Spass in eine Quarantäne senden...
    • _stefan 02.09.2020 12:27
      Highlight Highlight Das Update ist primär für Länder, welche es nicht hinbekommen haben, eine eigene App zu entwickeln/bereitzustellen. Für die Gesundheitsbehörden wird es somit viel einfacher. Gleichzeitig setzt G/A den Standard global durch. Dies erlaubt dann auch eine grenzüberschreitende Kompatibilität.

      In den USA haben erst 6 von 57 Bundesstaaten/Territorien eine App im Einsatz. Das soll sich nun ändern.
  • Hans Jürg 01.09.2020 22:53
    Highlight Highlight Es ist mehrmals im Artikel davon die Rede, dass das auch im Android funktioniert. Aber leider finde ich keinen Hinweis, wie man es aktiviert.
    • @schurt3r 02.09.2020 07:36
      Highlight Highlight Bei Android läuft es anders als bei iOS (iPhone). Ich habe den Artikel nun ergänzt. Siehe:
      «Wie wird das umgesetzt?»
    • Hans Jürg 02.09.2020 08:54
      Highlight Highlight Danke.
  • Auric Goldfinger 01.09.2020 22:23
    Highlight Highlight Uuuuuuah... da wird wohl einigen Mitmenschen die Aluminiumfolie knapp werden...
    • arbi 01.09.2020 22:28
      Highlight Highlight 🤣🤣🤣🤣👌
    • Caturix⸮ 01.09.2020 23:31
      Highlight Highlight Stelle meine auf Ricardo, gibt sicher einen, der sie für viel Geld kauft.
    • aaddii 01.09.2020 23:38
      Highlight Highlight Gibt's den Aluhut etwa noch nicht digital als App?
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