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Die iO-App für Android. Endlich ist Windows Phone 8 dazugekommen. Bild: keystone

Sichere WhatsApp-Alternativen aus der Schweiz

iO-App vs. Threema: Die Swisscom hat bei Windows Phone die Nase vorn

Ab sofort läuft die Kommunikations-App iO auch auf Smartphones mit Windows Phone 8. Der Schweizer Konkurrent Threema will in den kommenden zwei Monaten nachziehen.



Für das iPhone und für Android-Smartphones gibt es sie bereits, nun ist Windows Phone dran: Die iO-App von Swisscom kann ab sofort aus dem Internet heruntergeladen und gratis installiert werden.

Die App ist noch nicht fertig gestellt, sie enthalte aber bereits alle Funktionalitäten, teilt das Unternehmen mit. Wann die Betaphase verlassen werde, hänge vom Feedback der Nutzer ab.

Damit macht die sichere WhatsApp-Alternative, Made in Switzerland, das Rennen vor dem Konkurrenten Threema. Wie der grosse Telekom-Konzern arbeitet auch das kleine Startup an einer Version für Microsofts mobiles Betriebssystem Windows Phone 8 (WP8). Ein genauer Termin für die Veröffentlichung steht noch nicht fest. Mit einem Release sei im Verlauf der kommenden zwei Monate zu rechnen, heisst es.

Wie häufig verwenden Sie die iO-App von Swisscom?

Auf Anfrage erklären die Threema-Entwickler: «Wir möchten sicherstellen, dass die WP8-App auch wirklich gut funktioniert und die Sicherheit und Privatsphäre unserer Nutzer vollständig gewährleistet ist, deshalb ziehen wir eine private Beta einer vorzeitigen Veröffentlichung vor.»

Diese Aussage ist natürlich ein Seitenhieb an die Adresse des mächtigen Konkurrenten. Im August hatte die Swisscom die Sängerin Tina Turner als iO-Botschafterin präsentiert und liess sie in einem YouTube-Video die Vorzüge der App anpreisen.

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«Die Schweiz wirkte sich nicht nur auf mein Privatleben aus»: Das Promo-Video zur iO-App mit Tina Turner. video: youtube

Die Antwort von Threema liess nicht lange auf sich warten.

Swisscom hat iO im Juni 2013 lanciert. Im Gegensatz zum 2012 lanicerten Threema ist nebst dem Versenden von Textnachrichten auch das Telefonieren via Internet (VoIP) möglich. Gratis ist der Dienst allerdings nur, wenn die Nutzer (mittels WLAN-Verbindung) von App zu App kommunizieren, sonst ist man auf ein Handy-Abo angewiesen.

Im Februar dieses Jahres schrieben Schweizer Medien, dass Swisscoms Antwort auf WhatsApp ein Flop sei. Anfang 2013 hatten 450'000 Smartphone-Nutzer die App installiert. Knapp zwei Jahre später sind es laut Swisscom-Mediensprecher mehr als 900'000 Downloads. Zum Vergleich: Threema zählte im März 1,8 Millionen Downloads.

Bei beiden Apps dürfte die Zahl der aktiven Nutzer deutlich tiefer sein. Die Swisscom kommuniziert «keine weiteren Nutzungsdaten»...

Bequeme Nutzer

Laut dem Schweizer Telekommunikations-Experten Ralph Beyeler von Comparis.ch war iO bei der Lancierung technisch unausgereift. Wegen Überlastung des Dienstes konnten sich die Nutzer zeitweise nicht anmelden oder Gesprächspartner nicht erreichen. 

Die Situation soll sich seither stetig verbessert haben. Was bleibt, ist das Problem, dass viele Smartphone-Besitzer aus reiner Bequemlichkeit bei ausländischen Messaging-Diensten verharren. Das Paradebeispiel ist der Marktführer WhatsApp, der im Frühjahr von Facebook gekauft wurde und dem Datenschutz keine Priorität einräumt.

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