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screenshot: covidguide.health

Hast du das Virus? Dieser Online-Ratgeber sagt, was du wissen musst



Was gibts?

Zuhause bleiben oder den Hausarzt anrufen?

Wenn grippeähnliche Symptome wie Husten oder Kopfschmerzen auftauchen, fragen sich derzeit viele Betroffene, ob sie mit dem neuen Coronavirus infiziert sind.

Wer umgehend fachkundigen Rat erhalten will, kann einen am 9. April lancierten Online-Ratgeber konsultieren.

Der COVID-Guide steht gratis auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch zur Verfügung und kann mit dem Handy, Tablet oder PC genutzt werden. Ohne Login.

«Es ist uns ein Anliegen, mit dem COVID-Guide einen Beitrag zur Bewältigung der akuten Notlage zu leisten.»

Dr. Andreas Meer

Bitte beachten! Eine COVID-19-Erkrankung kann ohne Symptome ablaufen, darum ist es wichtig, dass man sich an die Vorsichtsmassnahmen hält (Social Distancing, also einen Mindestabstand einhalten, Hände regelmässig waschen, etc.).

Wie funktioniert der Online-Ratgeber?

1. Man startet auf dem Smartphone, Tablet oder PC den Browser und ruft folgende Website auf:

https://covidguide.health

2. Dann klickt man auf «COVID-Guide starten».

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screenshot: covidguide.health

3. Nun wird die Web-App gestartet, man gelangt auf die nächste Webseite und kann mit dem Beantworten der Fragen beginnen. Dauer: maximal 5 Minuten.

Wenn man zum Beispiel als Symptom «Husten» angibt, folgen weitere Fragen, um es genauer zu beschreiben.

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Was für einen Rat erhält man schliesslich?

Das hängt von den Anworten ab, die man gegeben hat.

Je nach Art der Symptome und abhängig vom Zustand (Alter, Schwangerschaft etc.) sowie Risiken (gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Rauchen, Vorerkrankungen etc.) bekommt man eine abschliessende Empfehlung.

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screenshot: watson

Ist das ein seriöser Online-Ratgeber?

Ja.

Der Online-Ratgeber ist laut den Initianten nach europäischen Richtlinien für Medizinprodukte entwickelt worden.

Der Datenschutz ist gewährleistet (siehe unten).

Wer steckt dahinter?

Renommierte Unternehmen und medizinische Organisationen aus der Schweiz und Europa.

Zum Entwicklungsteam gehörten Spezialisten vom Aargauer Kantonsspital Baden sowie von der «eNotfallmedizin» am Inselspital, Universitätsspital Bern.

Für die Software zeichnet die Firma in4medicine AG mit Sitz in Bern verantwortlich, wie im Impressum steht.

Die Firma in4medicine kooperiert mit einem Cloud-Provider «mit Sitz und exklusivem Serverstandort in der Schweiz». Dabei handelt es sich um die MTF Swiss Cloud AG.

Ersetzt der Online-Ratgeber den Arzt?

Nein, selbstverständlich nicht!

«Die Informationen des COVID-Guide sind praktische Handlungsempfehlungen ohne den Charakter einer abschliessenden medizinischen Beratung. Die Empfehlungen von COVID-Guide können in keinem Fall eine persönliche Beratung durch eine medizinische Fachperson ersetzen. Die Einhaltung der Handlungsempfehlungen erfolgt auf eigenes Risiko.»

Was passiert mit den Daten, die man eingibt?

In der Datenschutzerklärung steht:

«Die im Rahmen der Nutzung eingegebenen Daten werden von in4medicine bzw. der MTF Swiss Cloud AG zum Zwecke des Betriebs von COVID-Guide gespeichert und genutzt. Zudem werden diese Daten von in4medicine in anonymisierter Form für die Weiterentwicklung des COVID-Guide für die Qualitätssicherung und für statistische Zwecke verwendet.»

Die Firma hinter dem Online-Ratgeber versichert, dass alles mit rechten Dingen zu und her gehe. Man halte sich beim Erheben, Speichern und Verarbeiten der von den Internet-Usern eingegebenen Daten an die (vergleichsweise strenge) europäische Datenschutzverordnung (DSGVO).

User des Online-Ratgebers können jederzeit Auskunft verlangen über die bei der Firma in4medicine gespeicherten Daten und deren Verarbeitung. Und auch die Löschung.

Das Aufrufen der Webseite ist auch ohne Cookies möglich. Diese würden für anonyme Statistiken eingesetzt.

Was sind die Risiken?

Wer vom COVID-Guide eine präzise Einschätzung zur gesundheitlichen Situation erhalten möchte, muss sehr persönliche Informationen preisgeben, insbesondere zum Gesundheitszustand und zu Vorerkranungen. Es handelt sich also um höchst sensitive Daten, die (verschlüsselt) über das Internet gesendet und in einem Rechenzentrum gespeichert, bzw. auf Servern verarbeitet, werden. Daten könnten in falsche Hände fallen, denn 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht.

Da man sich nicht anmelden muss, um den Online-Ratgeber zu nutzen, werden keine Daten zur Identität erfasst, nicht einmal eine E-Mailadresse. Das Unternehmen versichert, dass alle Angaben anonymisiert verarbeitet würden.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Internetadresse (IP) des eigenen Geräts verschleiern, mithilfe eines VPN-Dienstes. Damit wird Dritten (abgesehen vom VPN-Anbieter) verunmöglicht, Rückschlüsse zum Aufenthaltsort zu ziehen.

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

News zum Coronavirus in der Schweiz und International. Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

(dsc)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Aglaya 10.04.2020 20:29
    Highlight Highlight Ich habe seit knapp vier Wochen Husten, erhöhte Temperatur und Atembeschwerden, alles nur leicht. Gemäss Test soll ich nun sofort in den Notfall. Nö, mach ich nicht. Wenn es seit vier Wochen zwar nicht bessert, sich aber auch nicht verschlimmert, kann es ja wohl kein Notfall sein.
    • Nutshell 10.04.2020 20:45
      Highlight Highlight Auch hier: Angeblich sofort in den Notfall. Hab auch seit etwa drei Wochen Atembeschwerden. Begründung zur Antwort: Notfall weil Atembeschwerden und ich bereits (irgendwann mal früher) eine allergische Reaktion mit Atemnot hatte...
  • Ueli der Knecht 10.04.2020 19:15
    Highlight Highlight Mein Mitbewohner leidet schon seit ein paar Tagen an Geschmacks- und Geruchsverlust. Das konnte ich aber als Symptom aber nicht eingeben.

    Ergo: Corona-Test negativ.

    Oder etwa: false negative?

    Mit anderen Worten: Ich bin genauso schlau wie vorher.
    • PlayaGua 10.04.2020 20:02
      Highlight Highlight Mich hat es nach diesen Symptomen gefragt.
    • Tobi-wan 10.04.2020 20:14
      Highlight Highlight Bei mir kam das als Frage
    • johnnyenglish 10.04.2020 20:32
      Highlight Highlight Wenn den Furz du nicht gerochen, Corona ist nicht ausgebrochen.
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