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A statue outside a restaurant wears a mask in central Christchurch, New Zealand, Monday, March 23, 2020. New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern announced Monday that schools and non-essential services across New Zealand will be closed as part of the measures as the government put the country in lockdown to try to stop the spread of coronavirus pandemic. (AP Photo/Mark Baker)

Statue mit Maske vor einem Restaurant in Christchurch. Neuseeland ist seit zwei Wochen im Lockdown. Bild: AP

Ausgangssperre, viele Tests, kaum Tote: Neuseeland wird zum Corona-Vorzeigeland

Bislang galten Singapur oder Südkorea als Vorbilder bei der Corona-Bekämpfung. Nun setzt Neuseeland neue Standards. Statt auf Eindämmung setzt man mit Erfolg auf Eliminierung.



Die Welt kämpft gegen das Coronavirus. Selbst Länder in Fernost, die lange als vorbildlich galten, haben zuletzt aus Angst vor einer zweiten Welle ihre Massnahmen teilweise (wieder) verschärft oder Lockerungen aufgeschoben. Ein kleines Land im Südpazifik aber sorgt derzeit für Furore: Neuseeland scheint es zu gelingen, das Virus nicht nur zu stoppen, sondern zu eliminieren.

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Begonnen hatte es Mitte März mit der Schliessung der Grenzen, von der nur Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in Neuseeland ausgenommen waren. Im Land festsitzenden Ausländern – vorwiegend Touristen – wurde die Ausreise erst mit zwei Wochen Verzögerung gestattet. Vor 14 Tagen verhängte die Regierung von Premierministerin Jacinda Ardern eine strikte Ausgangssperre.

New Zealand Prime Minister Jacinda Ardern holds up a card showing a new alert system for COVID-19, Saturday, March 21, 2020, in Wellington, New Zealand. For the first time in New Zealand, health authorities said there might be a local outbreak. (AP Photo/Nick Perry)

Jacinda Ardern erhält Lob für ihre Corona-Politik. Bild: AP

Die Menschen dürfen ihre Häuser nur für dringende Besorgungen verlassen. Sport treiben ist nur in der unmittelbaren Nachbarschaft erlaubt. Ausflüge an den Strand oder Besuche sind untersagt. Ergänzt wird der Lockdown durch umfangreiche Tests. Allein am Dienstag wurden laut «Guardian» 4098 durchgeführt – eine beachtliche Zahl für ein Land mit rund 4,8 Millionen Einwohnern.

Die Strategie der Neuseeländer ist klar: Sie wollen keine kontrollierte Durchseuchung wie in Schweden – das damit zunehmend gegen die Wand fährt – und auch keine Eindämmung, wie sie die meisten Länder – darunter die Schweiz – praktizieren. Ihr Ziel ist nicht, die Kurve der Infektionen abzuflachen, sondern sie niederzudrücken und das Coronavirus zu eliminieren.

Die Zahlen zeigen ein ermutigendes Bild. Am Montag und Dienstag war die Zahl der Neuansteckungen stark rückläufig. Bis Mittwoch wurden 1210 Fälle von Corona in Neuseeland registriert. Nur gerade eine Person ist bislang an Covid-19 gestorben. Zwölf Personen sind hospitalisiert. Vier liegen auf der Intensivstation, zwei davon sind in kritischem Zustand.

Keine Lockerung an Ostern

Premierministerin Ardern zeigte sich am Mittwoch vor Journalisten «vorsichtig optimistisch». Sie betonte aber, man müsse «auf Kurs bleiben». Eine Lockerung der auf vier Wochen befristeten Ausgangssperre komme nicht in Frage, auch nicht an Ostern. Die sozialdemokratische Regierungschefin erteilte entsprechenden Forderungen ein Absage. Eine Ausnahme gibt es nur für den Osterhasen.

A delivery driver wearing a face mask delivers groceries to a home in central Christchurch Monday, March 30, 2020. New Zealand is into day five of a minimum 28 day lockdown in a bid to stop the spread of the coronavirus. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Mark Baker)

Auch in Neuseeland boomt der Online-Handel. Bild: AP

Die Bevölkerung verhält sich diszipliniert. Bislang seien 376 Verstösse gegen die Ausgangssperre verzeichnet worden, sagte der oberste Polizeichef des Landes am Mittwoch. Der prominenteste «Sünder» war ausgerechnet der Gesundheitsminister. David Clark war mit seiner Familie an den Strand gefahren. Reumütig bezeichnete er sich als «Idioten» und bot seinen Rücktritt an.

Jacinda Ardern erklärte, unter normalen Umständen hätte sie den Minister entlassen. «Sein Verhalten war falsch und lässt sich nicht entschuldigen.» Doch der Kampf gegen das Coronavirus lasse «keine massiven Störungen im Gesundheitsbereich» sowie bei den Reaktionen auf die Krise zu. Weshalb David Clark mit einem blauen Auge davonkam.

Wie hält man das Virus fern?

Als abgelegener Inselstaat kann Neuseeland sich relativ einfach gegenüber der Aussenwelt abschotten. Die grosse Frage lautet deshalb, wie man das Virus nach der «Ausrottung» vom Land fernhalten kann, wenn die Grenzen wieder geöffnet werden. Jacinda Arderns Regierung erwägt eine obligatorische Quarantäne für Einreisende, von der auch Neuseeländer betroffen wären.

Die wichtige Tourismus-Branche wird dies kaum freuen. Der Epidemiologe Michael Baker äusserte sich in der «Washington Post» jedoch sehr positiv über die Premierministerin, die bereits nach dem Massaker von Christchurch für ihr umsichtiges Auftreten viel Lob erhalten hatte. Ardern sei «entschieden und unmissverständlich» vorgegangen und habe sich «der Bedrohung gestellt».

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    Alle Leser-Kommentare
  • M. S. 10.04.2020 09:08
    Highlight Highlight Kunststück auf einer Insel, welche dünn besiedelt ist. Vor 2 Wochen lobte man in der Schweizer Presse noch die Schweden. Lol
  • pali2 09.04.2020 11:49
    Highlight Highlight Die Eliminierung des Virus ist natürlich, wie auch im Text erwähnt, nur durch eine langanhaltende Abschottung vom Ausland möglich. Ich sehe das als ziemlich problematisch an, da in Neuseeland der Tourismus doch auch einen gewichtigen Teil der Wirtschaft ausmacht (Wikipedia: Direkt oder indirekt hängt nach Schätzungen der neuseeländischen Regierung jede zehnte Arbeitsstelle im Land vom Tourismus ab). Na dann, viel Spass mit den Arbeitslosen...
  • joevanbeeck 09.04.2020 09:33
    Highlight Highlight Ich hätte nicht erwartet das Herr Blunschi, wohl ungewollt und unbewusst, einmal unsere offenen Grenzen kritisiert. Wer schon mal in Neuseeland oder Australien war weiss das diese Länder auch in "normalen Zeiten" ihre Grenzen sehr streng kontrollieren. Die haben halt viele asiatische "Kunden" die ihre Koffer mit "Lebensmittel" vollstopfen die praktisch von alleine über die Grenze laufen könnten.
  • borislav 09.04.2020 08:25
    Highlight Highlight Natürlich hat man als Insel Vorteile. Aber der wichtige Punkt ist halt, dass man die Ortschaft nicht mehr verlassen darf (ein paar Ausnahmen gibts) und man nur noch für Futter, Medizin oder Exercises raus darf. So kann sich das Virus nicht mehr zwischen Ortschaften verteilen. Das Ziel ist klar: Virus im Land ausrotten und alle, die reinkommen gehen für 2 Wochen in Quarantäne. Und das wird wohl bald gelingen, heute noch 30 neue Fälle! Und noch was... man hat nicht lange gewartet, sondern als klar war, dass sich Leute im Land gegenseitig ansteckten, wurde der Stecker gezogen... Bravo!
  • Schlange12 09.04.2020 00:06
    Highlight Highlight @Peter Blundchi
    Statt andere Länder auf einer sehr schwachen Wissenstand zu dessen Vorgehensstratrgie ohne wirkliche Argumente zu bashan, wäre eine sachliche Auseinandersetzung mit einem Thema anzustreben. Nicht einmal Fachleute können zum jetzigen Zeitpunkt sagen was genau der Richtige weg ist. Aber Sie als Artikelerstellen nehmen sich es heraus dies zu können. Was ich stark bezweifle Dazu behaupten Sie was ohne dies zu belegen und auf die Länder spezifische sozialen und topografischen Eigenschaften einzugehen. Sorry, aber der Artikel ist Inhaltlich sehr schwach.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 08.04.2020 23:47
    Highlight Highlight Eine Insel. Nur 4.8 Millionen Menschlis. Easy.

    #wenigeristmehr
  • Glaedr 08.04.2020 20:51
    Highlight Highlight Ist ist leicht zu sagen das wir die Grenzen schneller hätten schliessen sollen aber wer war die letzten Tage an einer Grenze?
    Ich gehöre zu den Glücklichen/unglücklichen die einen sehr guten Einblick in die Arbeit des GWK bekommen.
    Wir und unsere Nachbarn kapieren das ganze einfach nicht, nein man wird sogar angefeindet weil die Grenzen zu sind.
    Die Leute stehen extrem dich beieinander und mit den Leuten an den Grenzen zu reden, reichen Sachen hin und her, versuchen Leute ins Land zu schmuggeln, fahren über die Wiese wenn die Strasse gesperrt ist, zerstören Absperrungen ect.
  • Jättelattejaterö 08.04.2020 20:10
    Highlight Highlight In Sibirien wird vermutlich auch nichts passieren
  • Fairness 08.04.2020 20:00
    Highlight Highlight Sicher hat Neuseeland den Vorteil eine Insel zu sein. Schnellstmöglich Grenzen dicht und Ausgangssperre funktioniert aber mit Sicherheit viel schneller (und kostet somit auch massiv weniger) als unser langer Mittelweg mit teilweiser Durchseuchung.
  • De-Saint-Ex 08.04.2020 19:49
    Highlight Highlight Ich muss halt einfach schmunzeln, ob soviel „Relativierung“ hier. Ja, ist eine Insel. Alle nicht Inseln hätten die Grenzen schneller dicht machen können/sollen. Und zum Lockdown... hatten wir hier nicht. Eben...
  • Swen Goldpreis 08.04.2020 19:01
    Highlight Highlight Es ist schon interessant, dass sich ausgerechnet Gesundheitsminister nicht an die eigenen Regeln halten. Das ist ja nicht der erste Fall.

    Könnte das nicht vielleicht damit zusammenhängen, dass er ganz genau weiss, dass die strengen Regeln reiner Gesundheitspopulismus sind und letztlich und ausser der Wählbarkeit einen hohen Zusatznutzen haben?
  • Mirko Timm 08.04.2020 19:00
    Highlight Highlight Und warum wird Neuseeland erwähnt ? Ich denke doch machen alle Inselstaaten so. Sogar hawaii macht es so. Selbst US Bürger welche einreisen würden müssten in Quarantäne 2 Wochen. Es gilt genau gleich streckte ausgangssperre wie Neuseeland. Strafen bis 5000 Dollar oder 1 Jahr Gefängnis.
    • Kruk 08.04.2020 21:33
      Highlight Highlight "Ich denke doch machen alle Inselstaaten so" nein, gar nicht, england ist nicht die einzige Insel oder Inselstaat die es ganz anders macht.

      Den Einwohnern von Hawaii mag ich es gönnen, vielleicht sollte der nächste Präsident wieder von dort stammen. 😁
  • 7immi 08.04.2020 17:29
    Highlight Highlight Mal abgesehen davon, dass die Randbedingungen der einzelnen Staaten sehr verschieden sind (Insel, Transitverkehr, ...) ist der Blick auf die reinen Infektionszahlen nicht sehr aussagekräftig. Das Gesamtbild muss betrachtet werden. Ausgangssperren sind zwar sehr effektiv gegen die Infektionen, dafür führen sie aber auch zu Lieferengpässen und punktueller Armut. All das wird man aber erst in einigen Monaten oder Jahren feststellen. Daher ist ein Vergleich der Länder unnütz. Mittelwege führen gesamt betrachtet zu einer besseren Situation, obschon es etwas mehr Infektionen gibt.
  • Clank 08.04.2020 16:54
    Highlight Highlight Und was genau schützt denn Neuseeland vor einer zweiten Welle? Was machen sie besser?
    Alle Leute einzusperren, bis der Virus quasi eliminiert ist, ist ja nicht das Schwierigste. Das haben die oben genannten Länder im Fernost, ja auch geschafft. Die grösste Herausforderung ist nachher ein normaler Alltag ohne grosse Einschränkungen führen zu können, ohne das eine zweite/dritte/... Welle ausbricht.
    Bis zur Impfung so eingeschränkt zu leben ist nämlich nirgends eine Option. Das verkraftet kein Volk und auch keine Wirtschaft.
  • Nurmalso 08.04.2020 16:42
    Highlight Highlight Das Inselleben hat sicher Vorteile aber die haben keine Chance in Neuseeland.

    Mit 0.16 Bewohner pro Quadratkilometer wird Grönland am Ende gewinnen.
  • Ferd Blu 08.04.2020 16:24
    Highlight Highlight Eigentlich sehr beunruhigend wie Staaten gelobt werden, die ihren Bevölkerungen komplett alle Grundrecht wegnehmen und die Brechstange gegen die Verbreitung nehmen. Dies wird auch noch bejubelt hier von den Usern. Da lobe ich mir die Schweiz eher, die dies ohne komplette beraubung handhabt.
  • Fruchtzwerg 08.04.2020 16:05
    Highlight Highlight Völlig irrelevantes Beispiel! Wer schon mal in Neuseeland war, wird dies wissen.
    Nebst der erwähnten Tatsache, dass es sich um eine Insel handelt, hat es auch nur halb so viele Einwohner wie in der Schweiz, bei 6x mehr Fläche. Viele Landstriche sind sehr dünn besiedelt, die Leute sind es sich gewohnt wenig Kontakt zu haben. Auckland und Wellington mal ausgenommen.
    Ausserdem ist jetzt Spätherbst, das Wetter verleitet gerade im Süden jetzt zum zuhause bleiben ein.
    • LetsTalkAbout 09.04.2020 13:11
      Highlight Highlight Völlig irrelevante Kommentar: Wer schon mal in Neuseeland war, weiß dass in Auckland 1.65 Mio Menschen leben und dass die Temperaturen auf der Nordinsel bis Ende Mai sommerlich warm sind. Auf der ganzen Südinsel leben übrigens1 Mio Menschen.
  • P. Meier 08.04.2020 16:04
    Highlight Highlight Jeder einreisende Tourist zuerst 7 Tage in Quarantäne?. Das wird die Reise nach Neuseeland extrem attraktiv machen. 1 Monat Aufenthalt =davon 3 Wochen wirklich Ferien.
    • MasterPain 08.04.2020 17:44
      Highlight Highlight Sollte man generell so machen, dann hört auch die bescheuerte rumjetterei auf.
    • Garp 08.04.2020 17:48
      Highlight Highlight Bleib Daheim!
    • Arthur Philip Dent 08.04.2020 19:28
      Highlight Highlight Nur 3 Wochen Neuseeland?! Ja das ist ja mal wirklich schlimm... Das ist ja wohl ein Inbegriff von Luxusproblem... 😂😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • PC Principal 08.04.2020 15:53
    Highlight Highlight Mit einer totalen Ausgangssperre trotz geringer Fallzahlen kann man die Kurve natürlich flach halten, erst recht wenn man eine Insel mitten im Pazifik ist. Aber wie lange will man das durchhalten? Jahrelang? Das Virus wird man so nicht eliminieren können, das gelingt nur mit einer Impfung.

    Ich finde die Leistung Südkoreas daher beeindruckender. Dort hat man das Virus unter Kontrolle ohne Shutdown.

    Und seit Wochen schreibt Watson dass Schweden kurz vor der totalen Katastrophe steht weil es keinen Lockdown gibt. Passiert ist es jetzt noch immer nicht.
    • cdrom 08.04.2020 22:04
      Highlight Highlight @PC Principal
      Haltet durch Schweden. Glaubt nicht was in den Mainstreammedien geschrieben steht.
      Machts besser als der Rest der Welt.
  • Roro Hobbyrocker 08.04.2020 15:52
    Highlight Highlight Anhand von diesen Zahlen kann man wirklich sehen wie tödlich das Virus ist. Respektive wieviele es haben wenn man die Zahlen kehrt.
  • LaPalomaOhe 08.04.2020 15:46
    Highlight Highlight jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40.000 Menschen an Krankenhauskeimen, und es passiert - nichts.
    Bzw. es passiert doch etwas, ein von steuergeldern abhängiges Institut halbiert diese Zahl mal eben.
  • imposselbee 08.04.2020 15:30
    Highlight Highlight Das Land mit den meisten Immunen wird gewinnen.
    • Fruchtzwerg 08.04.2020 16:06
      Highlight Highlight Ich wusste bisher gar nicht, dass Corona ein Wettkampf ist...
    • Kruk 08.04.2020 17:28
      Highlight Highlight Seit Trumps erbärmlichem Versagen wird dies von seinen Anhängern in die Welt trompetet...
    • imposselbee 08.04.2020 18:17
      Highlight Highlight @Fruchtzwerg äh, es ist viel mehr als ein Wettkampf ....
    Weitere Antworten anzeigen
  • bossac 08.04.2020 15:28
    Highlight Highlight Fairerweise sollte man aber auch noch festhalten, dass neben den wirkungsvollen Massnahmen, es als isolierte Insel wie Neuseeland doch noch ein bisschen einfacher ist ein Virus zu bekämpfen, als wenn man bspw. ein Land inmitten eines dichtbesiedelten Kontinents Ist.
    • Kyle C. 08.04.2020 15:37
      Highlight Highlight Steht auch so im Text... ;)
    • fools garden 08.04.2020 15:55
      Highlight Highlight Genau deshalb haben Korsika, England oder auch Irland fast keine Probleme mit dem Virus🤔Sarkasmus Ende
    • Peter R. 08.04.2020 15:59
      Highlight Highlight Die Schweiz hat eine 13x grössere Bevölkerungsdichte pro km2 als Neuseeland - da ist es für die Neuseeländer natürlich auch ein bisschen einfacher auf Distanz zu gehen - ausser in den grossen Städten.
      Trotzdem Neuseeland hat von Anfang an Grenzen geschlossen, was wir verpasst haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wel_hued_morn_scho_wieder_gester_isch 08.04.2020 15:28
    Highlight Highlight Und jetzt wollen sie die nächsten 2Jahre den Tourismus komplett abstellen? Ich bin nicht so sicher ob das DIE LÖSUNG ist oder ob es die Lösung überhaupt gibt!
    • Hallwilerseecruiser 08.04.2020 16:06
      Highlight Highlight Nun ja, sobald ein Impfstoff vorhanden ist, kann man auch einen Impfzwang für alle einreisenden Touristen verlangen.
    • wel_hued_morn_scho_wieder_gester_isch 08.04.2020 17:05
      Highlight Highlight Ja und der Impfstof wird nicht von heute auf morgen hier sein, ich denke das wird mind. Sommer 2021..
  • PlayaGua 08.04.2020 15:27
    Highlight Highlight Das es sich um einen Insel-Staat handelt, wird natürlich alles etwas einfacher.
    • MartinZH 10.04.2020 00:55
      Highlight Highlight Schlagendes Argument? Grossbritannien ist auch eine Insel. Und Italien sowie Spanien sind immerhin Halbinseln, wie Südkorea.
  • _stefan 08.04.2020 15:27
    Highlight Highlight Nun in Neuseeland leben 18 Menschen pro Quadratkilometer, das ist doch bisschen ein Unterschied zur Schweiz (204/km2).

    Solange NZ den Virus in den Städten (v.a. Auckland) kontrollieren kann, wird die Gefahr eher klein bleiben. Wie lange das funktioniert, wird sich zeigen.
    • Panic4Clicks 08.04.2020 19:58
      Highlight Highlight Wir treffen uns in den Bars. Die Kiwis treffen ihre Schäfchen im Stall. (For intercourse)
  • rburri38 08.04.2020 15:26
    Highlight Highlight Und was haben all diese Länder zufälligerweise gemeinsam? Es sind Inseln. Singapur ist eine Insel, Taiwan ist eine Insel, Südkorea ist Geopolitisch eine Insel, Neuseeland ist eine Insel. So etwas in den Griff zu bekommen ist als Insel um einiges einfacher, wenn dazu die Regierung noch Kompetent ist.
    • Pascal1917 08.04.2020 15:34
      Highlight Highlight Seitenhieb gegen die Briten? lol
    • Kyle C. 08.04.2020 15:41
      Highlight Highlight Entscheidend ist v.a. dein letzter Satz. Denn diese Frau weiss wirklich wann und wie gehandelt werden muss. Ihre politische Agenda ist beeindruckend, auch nebst den prominenten Beispielen wie Corona und Waffenverbot.
    • Roro Hobbyrocker 08.04.2020 15:50
      Highlight Highlight Jein natürlich sind Südkorea und Taiwan relativ einfach abzuschotten. Der Grund warum sie es so gut durch die Krise schaffen ist jedoch ein anderer. Nämlich die Mentalität. Obwohl beide Länder sehr offen gegen Touristen und Ausländer sind, hören sie auf die Regierung. Wenn gesagt wir man soll nicht aus den Haus gehen wird nicht aus dem Haus gegangen. Wenn es heisst man soll eine App zur Kontrolle runterladen, dann wird diese Runtergeladen (in Südkorea zu 98%). So kann man ein Virus sehr gut kontrollieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 08.04.2020 15:14
    Highlight Highlight Es ist einfacher Flughäfen zu kontrollieren und Grenzen zu sperren, wenn man keine Landgrenzen hat und nicht auf Grenzgänger angewiesen ist.

    Neuseeland kann so nicht als Vorbild für Binnenländer dienen, weil die Voraussetzungen schon andere sind. Ausrotten werden sie das Virus auch nicht können, zirkuliert es doch in der ganzen Welt. Die Neuseeländer müssen dann solange unter sicher bleiben, bis es eine Impfung gibt oder ein wirksames Medikament.
  • Freethinker 08.04.2020 15:12
    Highlight Highlight Ach, im nächsten Leben wäre ich auch gerne ein Kiwi, glaube ich. 😉
    • Nicholas Fliess 08.04.2020 15:34
      Highlight Highlight Ein Vogel oder eine Frucht?😉
    • cdrom 08.04.2020 21:53
      Highlight Highlight Ich ein Virus. 😉
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 08.04.2020 15:12
    Highlight Highlight Diese subtile Kritik an Schweden in diesem Artikel ist unnötig. Nichts wird dort «zunehmend an die Wand gefahren».
    • blong 08.04.2020 15:54
      Highlight Highlight Subtile Kritik? Die Wortwahl ist doch ziemlich reisserisch.

      Welche Strategie unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Kollateralschäden erfolgreich ist, wird man eh erst mit etwas Abstand beurteilen können.
  • FrancoL 08.04.2020 15:06
    Highlight Highlight „Ergänzt wird der Lockdown durch umfangreiche Tests“

    Die Tests wurde in vielen Ländern verschlafen, wieso ist wohl schwer zu begründen, aber die Tests hätten mitgeholfen ein klares Bild zu bekommen und entsprechend zu reagieren.
    Auch wäre eine bessere Zonierung der Infektionsherde möglich gewesen.
    Schade ein verpasste Chance, das zeigt sich jetzt gerade in Italien wo die vielen Test Aufschluss geben über mögliche Lockerungen.
    • Garp 08.04.2020 15:39
      Highlight Highlight Man vergisst gern, dass es nicht endlos Tests gibt.

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