Digital
Swisscom

Swisscom verärgert langjährige Kunden – Bluewin-Mail wird kostenpflichtig

Swisscom verärgert langjährige Kunden – Bluewin-Mail wird kostenpflichtig

Die Swisscom hat ihre Bluewin-Plattform erneuert. Das populäre Bluewin-Mail-Angebot wird nun für viele langjährige User kostenpflichtig.
16.09.2024, 13:2116.09.2024, 16:35

Swisscoms gratis E-Mail-Dienst wird zum kostenpflichtigen Abo. Die Begründung: «Die bisherige Infrastruktur ist in die Jahre gekommen und muss zwingend ersetzt werden. Und wir müssen das Bluewin-E-Mail kostendeckend betreiben. Das ist im Moment nicht der Fall», sagte Swisscom-Mediensprecherin Sabrina Hubacher gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Die Swisscom hatte die Umstellung bereits im Frühling 2024 angekündigt. Neu gibt es zwei Angebote, wie srf.ch berichtet: «Bluewin E-Mail basic» für 2.90 Franken im Monat und «E-Mail light». Letzteres könne weiterhin kostenlos genutzt werden, enthalte aber Werbung. Das Gratis-Angebot ist auf eine E-Mail-Adresse und 1 Gigabyte Speicherplatz beschränkt. Beim neu kostenpflichtigen Bluewin-Mail seien bis zu fünf Adressen möglich und es biete 15 GB Speicher.

Wer mehrere E-Mail-Adressen oder mehr als 1 GB nutzt, wird von der Swisscom per E-Mail über die künftigen Abokosten informiert. Wer den Dienst weiterhin gratis nutzen möchte, «muss den belegten Speicherplatz vor Ablauf der Frist auf unter 1 Gigabyte reduzieren», berichtet SRF. Ausserdem muss man sich künftig auf eine E-Mail-Adresse beschränken. Das betrifft teils Familien, «wo Partner und Kinder im selben Swisscom-Login mit je einer eigenen E-Mail-Adresse angemeldet sind».

Die Umstellung ärgert manche Kundinnen und Kunden, wie das Konsumentenmagazin «Espresso» berichtet: Sie fühlten sich genötigt, die 2.90 Franken monatlich zu bezahlen, um den Dienst wie bisher nutzen zu können. Viele von ihnen sind seit über 20 Jahren treue Bluewin-User.

Um Zusatzkosten zu vermeiden, rät das Konsumentenmagazin Paaren oder Familien mit einem gemeinsamen Swisscom-Login und mehreren E-Mail-Adressen, diese Gemeinschaft aufzulösen. Danach eröffnen sie je ein Gratis-Konto mit eigener Adresse.

(oli)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
122 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Simon Probst
16.09.2024 13:31registriert März 2018
Meine Eltern haben das selbe problem. Nur ist es so, dass die E-mail-adressen für logins bei Post / Banken und was sonst noch alles genutzt wird.

Löst man nun das "Familien-Login" auf, kann man die bestehenden E-Mail-Adressen nicht mehr nutzen, und muss somit sämtliche Logins ändern.

Genau das richtige für Leute über 70 Jahre, resp. der IT-Typ der Familie kriegt halt etwas mehr arbeit :)
1983
Melden
Zum Kommentar
avatar
Speedy Gonzalez
16.09.2024 13:50registriert Oktober 2023
Bei der Swisscom bin ich schonlange kein Kunde mehr.

Ich habe Geschäftlich mit ihnen zu tun und muss sagen, dass es eigentlich schade ist was aus diesem einst so stolzen Staatsbetrieb passiert ist.

Es läuft bei weitem nicht alles schlecht aber vieles ist über die Jahre aus dem Ruder gelaufen und es gelingt nicht das Unternehmen auf die richtige Bahn zu lenken.
10416
Melden
Zum Kommentar
avatar
So en Ueli
16.09.2024 13:32registriert Januar 2014
Hab das Downgrade genommen und leite nun alle Bluewin Mails an einen anderen Anbieter weiter. Irgendwann kann ich den Swisscom Account löschen.
742
Melden
Zum Kommentar
122
Kanton Wallis verweigert Freigabe von Crans-Montana-Akten – die Sonntagsnews
Die Auslieferung eines mutmasslichen Menschenhändlers in dessen Freiheit und die Zurückhaltung von Akten zu Crans-Montana aus Angst vor Druck auf die Staatsanwaltschaft: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Das umstrittene Cardioband ist nach Angaben der «NZZ am Sonntag» nicht nur in der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich (USZ) eingesetzt worden. Am Inselspital Bern wurde es insgesamt 36 Mal implantiert, wie die Zeitung schrieb. Das Inselspital habe interne Abklärungen eingeleitet. Auffällige Todesfälle habe man nicht festgestellt. Zu möglichen Komplikationen äusserte sich das Spital nach Angaben der Zeitung nicht. In Luzern sei das Band zweimal verwendet worden, als längst kritische Berichte dazu erschienen waren. Komplikationen seien keine bekannt, teilte das Spital der Zeitung mit. Am Tessiner Herzzentrum werde das Cardioband weiterhin als Behandlungsmethode aufgeführt. Das Herzzentrum sowie das Spital in Mailand, wo der ehemalige Herzchirurg des USZ, Francesco Maisano, arbeite, antworteten laut der Zeitung nicht auf eine Anfrage.
Zur Story