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YouTube führt Premium-Abos und Fanartikel-Verkauf ein

22.06.2018, 14:0422.06.2018, 15:24

YouTube gibt populären Anbietern von Videos auf seiner Plattform Möglichkeiten, zusätzliches Geld mit Abo-Gebühren und dem Verkauf von Fanartikeln zu verdienen.

Betreiber von YouTube-Kanälen mit mehr als 100'000 Abonnenten sollen künftig Mitgliedschaften für 4.99 Dollar bzw. Euro pro Monat verkaufen können.

Das Prinzip: Zuschauer bezahlen für den sogenannten «Unterstützer-Status» und erhalten dafür beispielsweise Zugriff auf zum YouTube-Kanal passende Emojis sowie exklusive Live-Streams und Live-Chats.

Von den 4.99 Dollar Monatsgebühren der Fans kassiert YouTube der Nachrichtenagentur Reuters zufolge jeweils 1.50 Euro.

Zunächst in den USA werden Video-Anbieter zudem direkt bei YouTube Fanartikel verkaufen können. YouTube kooperiert dafür mit der Online-Handelsplattform Teespring.

Ganz neu sei die Idee, Fanleidenschaft zu Geld zu machen, nicht, hält Spiegel Online fest: Beim YouTube-Konkurrenten Twitch, den viele Videomacher für Livestreams nutzen, gebe es eine ähnliche Funktion schon länger.

Instagram holt auf

YouTube ist mit mehr als einer Milliarde Nutzer die Nummer eins bei Online-Videos, konkurriert aber um Autoren unter anderem mit Instagram. Der zu Facebook gehörende Dienst hat ebenfalls die Marke von einer Milliarde Nutzer geknackt und kündigte diese Woche mit IGTV seine erste Plattform für längere Videos an.

Dort können Videos eine Laufzeit von bis zu einer Stunde haben. Sie sind mit einem vertikalen Format fürs Ansehen auf dem Smartphone gedacht. Instagram schaltet zunächst keine Werbung bei IGTV, betrachtet Anzeigen aber für die Zukunft als eine Einnahmequelle für die Autoren.

YouTube hatte Anfang des Jahres die Hürden für Videoautoren zum Geldverdienen auf der Plattform hochgesetzt. Zuvor konnte ein YouTube-Kanal nach 10'000 Videoaufrufen Anzeigen schalten, jetzt braucht man dafür mindestens 1000 Abonnenten und die Videos müssen in den vergangenen zwölf Monaten mindestens 4000 Stunden lang angesehen worden sein.

Der Schritt war auch eine Reaktion auf die Unzufriedenheit von Werbekunden, deren Anzeigen zum Teil neben zweifelhaften oder extremistischen Videos auftauchten.

Mehr Infos: YouTube Official Blog

Promo-Video zum Fanartikel-Verkauf

(dsc/awp/sda)

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