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epa06760818  Facebook CEO Mark Zuckerberg speaks during the VivaTech fair in Paris, France, 24 May 2018.  The annual commercial convention runs from the 24 to 26 May.  EPA/ETIENNE LAURENT

Er hat gerade 17 Milliarden Franken verloren. Aber es verbleiben ihm ja noch rund 70 Milliarden 😉.  Bild: EPA/EPA

Facebook wurde gerade an der Börse zerstört

Mark Zuckerbergs Social Network verliert in Europa erstmals Nutzer und wächst weltweit langsamer als je zuvor. Die Folge: Der Konzern ist auf einen Schlag rund 123 Milliarden Franken weniger wert. So viel hat wohl noch nie zuvor eine Firma an einem Tag verloren.



Schwächer als erwartete Quartalszahlen und ein trüber Ausblick haben Facebook an der Börse auf Talfahrt geschickt. Der Aktienkurs des weltweit grössten sozialen Netzwerks fiel am Mittwoch im nachbörslichen Handel um zeitweise 24 Prozent. Damit verlor der Konzern fast ein Viertel seines Wertes.

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Die Facebook-Aktie stürzte nach schwachen Quartalszahlen ab. 

Innerhalb von weniger als zwei Stunden nach Bekanntgabe der Zahlen für das abgelaufene Quartal verlor Facebook gestern rund 150 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Nach einem Tag liegt der Verlust bei 123 Milliarden. Dies ist vermutlich der grösste Wertverlust einer Firma innert eines einzigen Tages, den es je gegeben hat. Zuvor hatte der Konzern Investoren mit Umsatz und Nutzerwachstum auf ganzer Linie enttäuscht. Beide Kennzahlen blieben unter den Erwartungen von Analysten.

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Was den Aktionären Sorgen macht: Facebook wächst immer langsamer. grafik: techcrunch / quelle: facebook

Wie Facebook mitteilte, stieg der Quartalsumsatz zwar um 42 Prozent auf 13.23 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 13.36 Milliarden Dollar gerechnet. Auch beim Nutzerwachstum blieb Facebook hinter den Erwartungen zurück: Die Zahl stieg auf 2.23 Milliarden. Experten hatten mit 2.25 Milliarden Nutzern gerechnet.

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In Europa hat Facebook bei den täglich aktiven Nutzern erstmals Nutzer verloren. bild: facebook

Höhere Kosten schmälern Gewinne

Finanzchef David Wehner machte den Anlegern wenig Hoffnung auf Besserung. Die Wachstumsraten beim Umsatz würden sich im zweiten Halbjahr weiter verlangsamen. Im dritten und vierten Quartal werde das Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozent-Bereich gegenüber den Vorquartalen sinken, sagte er.

«In den kommenden Jahren erwarten wir, dass die operativen Margen um die 30 Prozent tendieren werden», sagte Wehner. Im zweiten Quartal war die Marge auf 44 Prozent gefallen gegenüber 47 Prozent ein Jahr zuvor.

Bei den Kosten erwartet das Unternehmen einen Sprung von 50 bis 60 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr, weil Facebook mehr in Datensicherheit, Marketing und Inhalte investieren will.

Imageschaden wahrscheinlich

Experten vermuten, dass Facebook die vor kurzem in der EU in Kraft getretene Datenschutzverordnung geschadet habe. Die Zahl der monatlichen aktiven Nutzer in der EU habe sich nach Einführung der neuen Regeln um rund eine Million verringert, sagte Firmenchef Mark Zuckerberg in einem Analystengespräch.

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Auch auf Monatsbasis hat Facebook in Europa erstmals weniger Nutzer. bild: facebook

Auch der Skandal um die Weitergabe von Nutzerdaten an die Beratungsfirma Cambridge Analytica belastete das Image von Facebook und führte sogar zu Boykottaufrufen. Konzernchef Zuckerberg bat wegen der Affäre um Entschuldigung und kündigte bessere Sicherheitsvorkehrungen an.

Der zum Facebook-Konzern gehörende Bilderdienst Instagram wuchs auf eine Milliarde monatlicher Nutzer von 600 Millionen zum Ende vergangenen Jahres. Die beiden Messenger-Dienste von Facebook, Messenger und WhatsApp hatten jeweils mehr als eine Milliarde monatliche Nutzer gemeldet.

(oli/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 26.07.2018 17:50
    Highlight Highlight Preis und Wert sind zwei unterschiedliche Dinge. Wert ist der "richtige Preis" und wird von allen unterschiedlich gesehen. Preis ist das was man dafür bezahlt oder bekommt.
  • galgenhumor 26.07.2018 12:09
    Highlight Highlight Man sollte den Begriff "Wert" im Kontext der Börsenbewertung eines solchen Unternehmens nicht zu ernst nehmen. Facebook besteht zu 95% aus heisser Luft, der Rest ist das Geschäft mit Nutzerdaten an der Legalitätsgrenze.
  • demokrit 26.07.2018 11:22
    Highlight Highlight Zerstörung ist etwas anderes.
  • Boadicea 26.07.2018 11:13
    Highlight Highlight Was mir an FB gefällt, ist dass ich da alles auf 1 Plattform zusammen ist.
    Am wichtigsten ist mir die Verntetzung mit Freunden aus der ganzen Welt (NIC, PE, T, RI, RUS, PL, GB, D, A, NL, etc.)
    Und sonst noch:
    - lehrreiche Vernetzung mit versch. Wissenschaftlern
    - politische Diskussionen, sogar mit den Politikern selbst
    - Infos aus der Kunstszene
    - Austausch in Gruppen für Sport, Gesundheit, Naturschutz, u.a.
    - Newsmedien aller Art
    - und vieles mehr

    Gebt mir einen anständigen Nachfolger, der das alles ebenso kompakt bietet und ich wechsle!
    • Lutz Pfannenstiel 26.07.2018 11:47
      Highlight Highlight Ein Nachfolger könnte das reale Leben sein... wie wärs zum Beispiel mit einem Studium an einer Hochschule, verbunden mit einem Auslandsemester?
    • Echo der Zeit 26.07.2018 13:04
      Highlight Highlight In denn ersten zwei Jahren von Facebook - dachte ich auch so - hat Heute nichts mehr mit der Realität zu Tun. Facebook so zu Nutzen entspricht dem Idealfall - leider Nutzen wir diese ja Tollen Technologischen Vorschritte nicht wirklich für uns - es wurde Kapitalisiert. Anstatt diese Technologien zu Nutzen verblöden wir davon.

      https://www.computerworld.ch/social/messe/netzpionier-lanier-empfiehlt-social-media-accounts-zu-schliessen-1545118.html
    • Gubbe 26.07.2018 13:51
      Highlight Highlight Kennen dich all deine 'Freunde' und vieles mehr?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Echo der Zeit 26.07.2018 10:59
    Highlight Highlight Dieser Konzern ist Völlig überbewertet - der kann Pleite gehen und keiner Stört es - ausser verblödete Konsumenten. Was Produzieren die ? - nichts ausser Verblödung.
    • bernd 26.07.2018 11:55
      Highlight Highlight Hast du schon mal etwas vom Werbemarkt gehört?
    • Echo der Zeit 26.07.2018 12:47
      Highlight Highlight Natürlich - der sollte auch verschwinden.
    • Ueli der Knecht 26.07.2018 15:02
      Highlight Highlight bernd: Der Werbemarkt ist vielleicht genau das, was Echo der Zeit unter Verblödung versteht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rednerpult Tester 26.07.2018 10:33
    Highlight Highlight FB wurde nicht zerstört. Es sind Gewinnmitnahmen oder endlich mal ein faireres KGV für ein Unternehmen, das mit knapp 5 Milliarden Gewinn pro Jahr, sicher keine 600 Milliarden Wert hat.
    Der Markt irrt ja nicht. Er reagiert halt entsprechend heftig. Von daher dürfte im tagtäglichen Wahnsinn nun der Zeitpunkt gut sein, seine Anlagen zu platzieren, sofern man keine schlaueren Ideen hat, um nachhaltig positiv auf die Zukunft der Menschheit zu wirken.
    • Firefly 26.07.2018 12:33
      Highlight Highlight "Der Markt irrt ja nicht" Der Markt sind die Menschen die handlen und die Menschen irren sich, also irrt auch der Markt.

      Eine Korrektur zeugt immer davon sich vorher geirrt zu haben, wie heftiger die Korrektur, je heftiger war der Irrtum.

      Der Meakt irrt sich soger meistens, all die Blasen und Korrekturen das reinste Wettbüro ist das.
    • Rednerpult Tester 26.07.2018 14:27
      Highlight Highlight Wir sind hier nicht in der Philosophie Stunde. Falls Du jemals am Markt spekuliert hast, frage ich Dich, hat sich der Markt jemals geirrt? Kaum, aber Deine Kohle ist weg. So ist real life, meistens für Bretzelibuäbä. Natürlich schauen schwergewichtige Anleger(firmen), dass der Markt sich so irrt, dass es passt. :-)
    • Ueli der Knecht 26.07.2018 15:15
      Highlight Highlight WORIN irrt sich denn der Markt nicht? Welche Frage/n soll der sich angeblich nie irrende Markt korrekt beantworten?

      Da kann man natürlich lange behaupten, der Markt irre sich nicht, wenn man gar nicht weiss, welches die Fragen waren.

      Auf diesem Niveau braucht es auch gar keinen aufwändigen Markt, weil wir die ultimative Antwort schon längst wissen. Die richtige, längst bekannte Antwort ist: 42.

      Der "freie Markt" von Adam Smith erfüllt nicht dessen Erwartungen. Im Gegenteil: Er bringt kein Wohlstand, dafür Ressourcen-Verschwendung, Zerstörung und Armut. Insofern irrt der Markt gewaltig.

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