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Alphabet stock is shown on a screen at the Nasdaq MarketSite, Tuesday, July 25, 2017, in New York. (AP Photo/Mark Lennihan)

Die Alphabet-Aktie ist auf einem Allzeithoch. Bild: AP/AP

Die Alphabet-Aktie klettert trotz EU-Busse auf ein Rekordhoch – auch dank eines Schweizers

Selbst die höchste je von der EU verhängte Wettbewerbsbusse kann die Geldmaschine Google nicht aus der Bahn werfen. Der Mutterkonzern Alphabet verdaut die Strafe in einem Quartal und verdient dank sprudelnder Werbeeinnahmen trotzdem noch Milliarden.



Bei der Google-Mutter Alphabet laufen die Geschäfte dank boomender Werbe- und Clouderlöse weiter glänzend, die Rekordstrafe der EU-Kommission belastet jedoch den Quartalsgewinn. In den drei Monaten bis Ende Juni ging der Überschuss im Jahresvergleich um neun Prozent auf 3.2 Milliarden Dollar zurück, wie der Internetriese am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz kletterte um gut ein Viertel auf 32.7 Milliarden Dollar.

Die Markterwartungen wurden trotz der hohen Sonderlast durch die Strafe deutlich übertroffen. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um über fünf Prozent und lag zuletzt immer noch stark im Plus. Bereits vor Handelsschluss hatte der Kurs ein neues Allzeithoch erreicht.

Mit einem Börsenwert von fast 840 Milliarden Dollar nimmt Alphabet Kurs auf die Billionen-Marke, wobei Apple - der weltweit wertvollste börsennotierte Konzern - es derzeit noch auf rund 100 Milliarden mehr bringt. Auch Online-Handelsriese Amazon hat mit gut 874 Milliarden Dollar eine noch etwas höhere Marktkapitalisierung. Microsoft folgt mit 813 Milliarden Dollar auf Schlagdistanz.

Cloud- und Werbegeschäft boomen

«Wir haben ein weiteres Quartal mit sehr starker Leistung geliefert», kommentierte Alphabets Finanzchefin Ruth Porat die Ergebnisse. Das Werbegeschäft von Google, auf das der Grossteil der Erlöse entfällt, legte um 24 Prozent auf rund 28 Milliarden Dollar zu.

Im immer wichtigeren Cloud-Geschäft liegt Google zwar weit hinter Marktführer Amazon und Microsoft zurück, trotzdem wuchs auch das Cloud-Geschäft kräftig. Die sonstigen Einnahmen sind um 37 Prozent auf 4.4 Milliarden Dollar gewachsen, wovon ein grosser Anteil auf das Cloud-Segment entfallen dürfte. Mittelfristig dürfte das Cloud-Geschäft nebst dem Werbegeschäft zum zweiten wichtigen Standbein Alphabets werden. 

SAN FRANCISCO, CA - JUNE 25: Urs Holzle, Senior Vice President for Technical Infrastructure at Google, speaks on the Google Cloud Platform during the Google I/O Developers Conference at Moscone Center on June 25, 2014 in San Francisco, California. The seventh annual Google I/O Developers conference is expected to draw thousands through June 26.   Stephen Lam/Getty Images/AFP
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Der Schweizer Informatiker Urs Hölzle ist für Googles Cloud-Infrastruktur, sprich die Rechenzentren, verantwortlich.  Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Der Baselbieter Urs Hölzle war der 8. Google-Mitarbeiter und ist heute als Senior Vice President für die technische Infrastruktur des Konzerns zuständig. Die grösste Herausforderung besteht darin, den Vorsprung von Amazon und Microsoft im Cloud-Geschäft wettzumachen. Hölzles erklärtes Ziel ist es, mit Cloud-Computing dereinst mehr zu verdienen als mit Werbung.

Bild

Blick in ein Rechenzentrum von Google.

Alphabets weitere Geschäfte wie der Roboterwagen-Entwickler Waymo verzeichneten starkes Wachstum, trugen mit 145 Millionen Dollar aber kaum nennenswert zu den Erlösen bei. Dafür nahm ihr Verlust von 633 Millionen auf 732 Millionen Dollar zu.

This Sunday, Oct. 29, 2017, photo provided by Waymo shows a Chrysler Pacifica minivan that are equipped with Waymo's self-driving car technology, being tested at Waymo's facility in Atwater, Calif. Waymo, hatched from a Google project started eight years ago, showed off its progress Monday during a rare peek at a closely guarded testing facility located 120 miles southeast of San Francisco where its robots complete their equivalent to driver's education. (Julia Wang/Waymo via AP)

Autonom fahrende Autos werfen noch keinen Gewinn ab.  Bild: AP/Waymo

Ohne die gut fünf Milliarden Dollar (4.34 Mrd Euro) schwere EU-Strafe, die jüngst wegen angeblichem Missbrauch der Marktmacht beim Smartphone-System Android gegen den Konzern verhängt wurde, würde der Quartalsgewinn 8.3 Milliarden Dollar betragen.

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Google präsentiert seine Geschäftszahlen im Webcast. Video: YouTube/Alphabet Investor Relations

Alphabet will Strafe anfechten

Alphabet will die Strafe der EU-Kommission zwar anfechten, verbuchte die Belastung aber trotzdem bereits in der Bilanz. Im Vergleich mit dem Vorjahresergebnis fiel der Gewinnrückgang noch relativ moderat aus, denn damals hatte das Quartalsergebnis ebenfalls unter einer milliardenschweren Kartellstrafe der EU gelitten.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte in der vergangenen Woche zum bisher härtesten Eingriff in das Geschäftsmodell von Google angesetzt. Vestager forderte, dass es binnen 90 Tagen geändert wird und drohte mit weiteren Strafzahlungen, die ebenfalls in die Milliarden gehen könnten. Google weist die Vorwürfe zurück und will sich mit Rechtsmitteln dagegen zur Wehr setzen.

(oli/awp/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • EdwinJFD 25.07.2018 00:07
    Highlight Highlight Im Gegensatz zur EU tragt Google etwas zur Entwicklung der Menschheit bei.
    Neidische Unproduktiven werden immer ihre Kassen füllen wollen mit geraubtem Geld. Vielleicht können Google und Microsoft mal kurz den Stecker aus der EU ziehen um zu zeigen, was die EU-Bürokraten alles frustrieren können.

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