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Qualcomm setzt unter anderem auf den nächsten superschnellen Datenfunk-Standard 5G, um das Geschäft wieder anzukurbeln.
Qualcomm setzt unter anderem auf den nächsten superschnellen Datenfunk-Standard 5G, um das Geschäft wieder anzukurbeln.
Bild: AP

Weniger Chips verkauft – Qualcomm schwächelt

Der für Android-Smartphones wichtige Chiphersteller, der mit Apple einen Patentstreit austrägt, musste einen Umsatzrückgang vermelden. 
31.01.2019, 07:00

Beim Chipkonzern Qualcomm lastet neben dem Dauerstreit mit Apple nun auch die Abschwächung des grossen chinesischen Smartphone-Marktes auf dem Geschäft. Im vergangenen Quartal schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 4.8 Milliarden Dollar.

Ein Auslöser dafür seien schlechtere Verkäufe einiger Chips in China gewesen, sagte Finanzchef George Davis in einer Telefonkonferenz mit Analysten in der Nacht zum Donnerstag. Für das laufende Quartal stellt sich Qualcomm auf einen weiteren Umsatzrückgang ein.

Qualcomm verbuchte in dem Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal einen Gewinn von 1.1 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor hatte es rote Zahlen von sechs Milliarden Dollar gegeben – Grund dafür waren allerdings die Einmalabgabe auf Auslandsgewinne nach der US-Steuerreform sowie eine Wettbewerbsstrafe in der EU.

Wichtigster Chip-Anbieter für Android-Hersteller

Qualcomm ist der wichtigste Anbieter von Hauptprozessoren in Android-Smartphones und ist auch stark im Geschäft mit Kommunikations-Chips, die die Handys ins Netz bringen. Zugleich hält der Konzern viele Patente auf diverse Technologien und ein wichtiges zweites Standbein ist der Verkauf von Lizenzen dafür.

Dieses Geschäftsmodell wird aktuell von Apple sowie der US-Wettbewerbsbehörde FTC angegriffen. Sie werfen Qualcomm unter anderem vor, Chip-Kunden zu teuren Technologielizenzen zu drängen. Qualcomm-Chef Steve Mollenkopf bekräftigte die Erwartung, dass der Patentstreit mit Apple im laufenden Jahr entweder vor Gericht oder durch eine Einigung beendet wird. Im April soll ein Prozess zwischen den beiden Unternehmen in Kalifornien starten. Qualcomm bekommt seit mehreren Quartalen kein Geld mehr von iPhone-Auftragsfertigern.

In Qualcomms Chipsparte sank der Quartalsumsatz um ein Fünftel auf 3.74 Milliarden Dollar. Die Zahl ausgelieferter Chips fiel um 22 Prozent auf 186 Millionen. Die Sparte mit dem Lizenzgeschäft verbuchte ebenfalls einen Umsatzrückgang von 20 Prozent auf gut eine Milliarde Dollar.

(dsc/sda/dpa)

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