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epa05707996 Jack Ma (C), Founder and Executive Chairman of Alibaba Group, speaks to press as he arrives for a meeting with President-elect Trump, in the lobby of Trump Tower in New York, New York, USA, 09 January 2017.  EPA/ALBIN LOHR-JONES / POOL

Jack Ma. Bild: EPA/POLARIS IMAGES POOL

Alibaba-Gründer Jack Ma tritt ab

Der Chef und Mitbegründer des chinesischen Onlinehändlers Alibaba, Jack Ma, hat angeblich für kommende Woche seinen Rückzug angekündigt. Verliert Chinas Wirtschaft einen ihrer ungewöhnlichsten Unternehmer?



Der Chef und Gründer von Alibaba, Jack Ma, gibt laut einem Medienbericht seine Aufgaben bei dem Konzern ab und will sich anderen Tätigkeiten widmen. Dies sagte der Internetmilliardär in einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Interview mit der «New York Times».

«Er verkörpert chinesische Unternehmertugenden wie Fleiss und Beharrlichkeit, trug aber immer auch einen selbstironischen, ja clownesken Zug. Auf den legendären Alibaba-Jahresversammlungen, zu denen er vorzugsweise westliche Prominente wie Arnold Schwarzenegger oder Bill Clinton einlud, trat er selbst einmal mit Irokesenschnitt und einmal als Michael Jackson auf.»

China-Experte Bernhard Zand Spiegel Online

Sein Schritt sei nicht das Ende einer Ära, sondern der «Beginn einer Ära», sagte Ma gemäss dem Interview. Er selbst wolle sich nun auf sein wohltätiges Engagement im Bereich der Bildung konzentrieren.

Der frühere Englischlehrer Ma hatte Alibaba 1999 mit gegründet und das Unternehmen zu einem milliardenschweren Internetkoloss ausgebaut. Es ist nicht nur Chinas Marktführer beim Online-Handel, sondern auch in anderen Branchen wie der Medien- und Filmsparte aktiv. Laut Börsenschlusskurs vom Freitag ist Alibaba rund 420.8 Milliarden Dollar wert. 

Berühmt ist Ma für eine Reihe von Sinnsprüchen, die in den chinesischen Wortschatz eingegangen sind. ‹Ebay mag ein Haifisch im Ozean sein›, sagte er einmal über seinen damaligen Konkurrenten, ‹aber ich bin ein Krokodil im Yangtse.› Und über das Verhältnis chinesischer Unternehmer zum allmächtigen Staat prägte er die Sätze: ‹Mach nie Geschäfte mit den Regierenden. Liebe sie. Heirate sie nicht.›

China-Experte Bernhard Zand

Im Alltag arbeitet Alibaba eng mit der chinesischen Regierung zusammen, «um eine saubere, eine positive Cyberwelt zu bauen», wie Ma Ende 2017 an einer Propagandashow der kommunistischen Führung sagte. Wohl niemand sammelt so viele Daten über seine Nutzer wie Chinas Tech-Giganten Alibaba und Tencent und keiner gibt sie so leicht an die Obrigkeit weiter.

Lesetipp: Alibaba-Chef Ma: Der Clown tritt ab

(oli/sda)

80 Rappen inklusiv Versand für ein Ladekabel aus China

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Video: watson/Lya Saxer

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