Öffentlicher Konflikt im Bundesrat
So kam das Maurer-Interview zustande
- Bundesrat Ueli Maurer hat Bundespräsident Didier Burkhalter in einem Interview mit der «Weltwoche» vorgeworfen, mit seinen Vermittlungsbemühungen die Neutralität zu sabotieren.
- Die NZZ rekonstruiert die Vorgänge: Das Interview ist sehr kurzfristig arrangiert worden. Eingefädelt wurde es nicht wie üblich über Maurers Kommunikationschef Peter Minder, sondern über Maurers engstes Umfeld.
- Am Abend erhielt Minder den Text zum Gegenlesen, jedoch mit sehr kurzer Frist. Da er Maurer nicht erreichte, hat er einige der gröbsten Passagen gestrichen, den Rest autorisiert.
- Als man am nächsten Tag im Departement die Brisanz von Maurers Aussagen realisierte, versuchte man, weitere Änderungen am Text vorzunehmen. Zu spät: Die «Weltwoche» war bereits im Druck.
- Das Departement trat die Flucht nach vorn an und informierte die anderen Departemente am Mittwochabend über die anfliegende politische Bombe.
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