DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Vier Männer festgenommen 

Polizei hindert Hongkonger Aktivisten an der Besetzung des Parlaments

19.11.2014, 03:25

Nach fast achtwöchigen Protesten haben Demonstranten in Hongkong vergeblich versucht, das Parlamentsgebäude in Beschlag zu nehmen. Die Polizei setzte am frühen Mittwochmorgen Pfefferspray ein, um Eindringlinge vom Legislativrat, Hongkongs Parlament, zurückzudrängen.

Augenzeugen berichteten, Demonstranten versuchten Glasscheiben und Türen zu zertrümmern, um in das Gebäude zu gelangen. Beamte nahmen vier Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren unter anderem wegen Sachbeschädigung fest. Drei Polizisten wurden demnach verletzt und im Spital behandelt.

Auch nach acht Wochen geben sich die Protestierenden in Hongkong nicht geschlagen. 
Auch nach acht Wochen geben sich die Protestierenden in Hongkong nicht geschlagen. 
Bild: STRINGER/HONGKONG/REUTERS

Am Dienstag hatten Polizisten und Arbeiter begonnen, Strassensperren am wichtigsten Protestlager auf der Insel Hongkong zu entfernen. Ein Gericht hatte die Räumung angeordnet. Zuletzt harrten noch mehrere Hundert Aktivisten am Protestlager in Admiralty nahe des Regierungssitzes auf der Insel Hongkong aus.

Die Proteste hatten sich an den Plänen Chinas entzündet, 2017 zwar erstmals eine direkte Wahl in Hongkong zu erlauben, den Wählern aber eine freie Nominierung der Kandidaten zu verweigern. Seit Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie 1997 an China wird Hongkong als eigenes Territorium autonom regiert. (feb/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Furcht vor den Tian'anmen-Protesten: China zensiert sogar Emojis

In China jährt sich das Tian'anmen-Massaker. Nicht nur verbietet die Regierung ein Gedenken zum zweiten Jahr in Folge, sie zensiert auch Emojis, die mit dem Tag in Verbindung gebracht werden könnten.

Wer heute auf der populären chinesischen App «Weibo» etwas posten möchte, muss auf Kerzen- und Kuchen-Emojis verzichten. Bereits gestern, einen Tag vor dem Jahrestag des Massakers, seien die Emojis von der App entfernt worden, berichtet «Insider». Die Kerzen- und Kuchen-Emojis werden typischerweise im Zusammenhang mit dem Massaker verwendet. Mithilfe von Emojis versuchen die Nutzerinnen und Nutzer, in verschiedenen Kontexten der Zensur zu entgehen.

Die Kuchen- und Kerzen-Emojis können zwar …

Artikel lesen
Link zum Artikel