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Hatte nur eine kurze Amtszeit von sechs Tagen: Nicolae Moga. bild: twitter/ZiarulAmprenta

Rumäniens Innenminister Moga wegen Skandal nach sechs Tagen zurückgetreten



Rumäniens Innenminister Nicolae Moga ist nach nur sechs Tagen Amtszeit zurückgetreten. Er reagierte damit am Dienstag auf massive Vorwürfe gegen die Polizei im Zusammenhang mit Ermittlungen zur mutmasslichen Tötung zweier junger Frauen.

Das Thema erschüttert derzeit Rumänen und könnte nach Meinung von Beobachtern angesichts der Präsidentenwahlen im November weitere politische Folgen haben. Eine 15-Jährige und eine 18-Jährige wurden offenbar von einem Mann in der Stadt Caracal im Süden von Rumänien vergewaltigt und getötet.

Die 15-Jährige galt zunächst tagelang als verschwunden. Sie hatte mehrmals mit einem Mobiltelefon per Notruf die Polizei darüber verständigt, dass sie in einem Haus in Caracal gefangengehalten werde. Dennoch wurde sie von der Polizei nicht gerettet.

Noch vor diesen Notrufen hatte eine Nachbarin des Verdächtigen nach eigenen Angaben aus dem Haus Schreie gehört und dies der Polizei gemeldet, die darauf nicht reagiert habe. Von dem 18 Jahre alten Opfer hatte seit April jede Spur gefehlt.

A man casts a shadow outside the Interior Ministry, in Bucharest, Romania, Friday, July 26, 2019, next to flowers and candles placed in memory of a 15 year-old girl, killed after after police took 19 hours to locate her after she was kidnapped by a man in southern Romania. The chief of Romania's national police has been fired by Interior Minister Nicolae Moga over the handling of the kidnapping of the teenage girl, who was raped and killed in the southern city of Caracal. (AP Photo/Andreea Alexandru)

Kerzen und Blumen für eines der getöteten Mädchen. Bild: AP

Der Tatverdächtige war am Freitag festgenommen worden und hatte am Sonntag nach Angaben seines Rechtsanwalts erklärt, die beiden Frauen getötet zu haben, weil sie sich geweigert hätten, mit ihm Sex zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat sich diese Version des Falls aber zunächst nicht zu eigen gemacht.

Sie ermittelt gegen den Tatverdächtigen vorerst nur wegen Kinderhandels und Vergewaltigung. In den Medien wird spekuliert, dass die jungen Frauen möglicherweise nicht getötet, sondern an Zuhälter weitergegeben worden seien.

Tausende Demonstranten in Bukarest und in anderen Orten des Landes hatten die Polizei am Samstagabend der Inkompetenz beschuldigt. Auch Staatspräsident Klaus Iohannis und Ministerpräsidentin Viorica Dancila warfen der Ermittlungsbehörde Versagen vor. (sda/dpa)

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