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Mullah Abdul Ghani Baradar, the Taliban group's top political leader, left, and Sher Mohammad Abbas Stanikzai, the Taliban's chief negotiator speak to the media  Russia, Tuesday, May 28, 2019. Baradar, the Taliban group's top political leader, and a delegation of Taliban are in Moscow where they are meeting other Afghans including former President Hamid Karzai and some of the candidates in the presidential elections. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)

Mullah Abdul Ghani Baradar (l), Chef der Taliban-Diplomaten, und Taliban-Chefunterhändler Sher Mohammad Abbas Stanikzai Ende Mai bei Gesprächen in Russland. Bild: AP/AP

Taliban wollen keinen Waffenstillstand in Afghanistan



Die Taliban planen trotz der Friedensgespräche mit den USA keinen Waffenstillstand in naher Zukunft. Die ausländischen Truppen in Afghanistan seien «zur Niederlage verurteilt», erklärte Taliban-Chef Haibatullah Akhundzada am Samstag. Die Taliban würden nicht aufgeben, bevor sie ihre Ziele erreicht hätten.

FILE - In this undated and unknown location photo, the new leader of Taliban fighters, Mullah Haibatullah Akhundzada poses for a portrait. Springtime in Afghanistan usually brings a spike in violence as the Taliban takes advantage of the thaw to launch a wave of fresh attacks. But the Taliban’s leader has just issued a statement calling on Afghans to plant more trees. (Afghan Islamic Press via AP)

Haibatullah Akhundzada, undatierte Aufnahme. Bild: AP/AP

In den kommenden Tagen soll in Katar die siebente Runde der Gespräche mit dem US-Gesandten für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, stattfinden.

Khalilzad, der am Freitag zu einer neuen, 17-tägigen Mission aufgebrochen war, zeigte sich optimistisch vor den geplanten Gesprächen. Er schrieb am Samstag im Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter, der Friedensprozess gehe voran. Im vergangenen Monat sei ein «substanzieller Fortschritt» erreicht worden. Erste Station seiner neuen Reise ist Afghanistans Nachbarland Pakistan.

Die islamisch-fundamentalistischen Taliban hatten nach der sechsten Runde in der katarischen Hauptstadt Doha erklärt, die Verhandlungen seien wegen des Streites über den Abzug ausländischer Truppen blockiert.

Khalilzad führt seit Monaten Gespräche mit Vertretern der Taliban. Vor der Festlegung auf einen Abzug ihrer Soldaten verlangen die USA von den Taliban mehrere Zusagen, darunter Sicherheitsgarantien, einen Waffenstillstand und den Beginn eines Dialoges mit der afghanischen Regierung.

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hatte die Taliban zum Fastenmonat Ramadan zu einer Waffenruhe aufgerufen. Die Islamistengruppe lehnte dies aber ab, ebenso wie Gespräche mit der Regierung in Kabul.

Neue Anschläge

Derweil wurden am Samstag bei der Explosion einer Autobombe in der südostafghanischen Provinzhauptstadt Gasni offiziellen Angaben zufolge mehrere Polizisten getötet. Provinzratschef Nasir Ahmad Faqiri sprach zunächst von sechs getöteten und acht verletzten Polizisten. Der Sprecher des Provinzgouverneurs, Arif Noori, nannte hingegen zunächst zwei getötete und 13 verletzte Polizisten.

Die Angreifer hätten ein Polizeigebäude im südlichen Teil der Provinzhauptstadt angegriffen, berichtete Noori. Wer hinter dem Anschlag steckte, blieb zunächst unklar.

In Afghanistan kommt es regelmässig zu Anschlägen und Selbstmordattentaten. Laut einem Bericht der Uno-Mission Unama waren im Jahr 2018 in Afghanistan allein 3804 Zivilisten ums Leben gekommen – so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnung 2009. (sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • nach gang 02.06.2019 20:35
    Highlight Highlight Den Chinesen wird es freuen, wenn die Amerikaner mit heruntergelassenen Hosen aus Afghanistan verjagt werden.
    Eine Niederlage in Afghanistan ist nicht dasjenige was die Position der USA gegenüber Russland und China stärkt.
    Die USA beginnen an allen Ecken und Enden mit Konflikten. Ein Sieg scheint nirgendwo in Reichweite zu sein. Eine Überdehnung der Ressourcen hat schon manch einer Großmacht den Untergang gebracht.
  • nach gang 02.06.2019 20:30
    Highlight Highlight Denn
  • Who knows 02.06.2019 17:56
    Highlight Highlight Aber um afghanische Asylsuchende zurück zu schicken, ist das Land für viele europäische Staaten sicher genug!
    • borael 02.06.2019 19:18
      Highlight Highlight Das ist etwas, das ich auch nicht verstehe.
      Zumal wir ja nur einen Bruchteil dessen erfahren, was tagtäglich dort abgeht.
  • dmark 02.06.2019 12:57
    Highlight Highlight Das Problem in der Welt sind die Dummen...
  • rodolofo 02.06.2019 08:10
    Highlight Highlight Zum Glück muss ich nicht in Afghanistan leben, bei diesen finsteren, brutalen und humorlosen Mittelalter-Bartlis!
    Wir haben den Samichlaus und den Schmutzli ja -Allah sei Dank!- schon vor einem halben Jahrhundert überstanden und hinter uns gelassen!
    Und die letzten SVP-Talibane in der Innerschweiz müssen sich beherrschen, wegen dem einträglichen Geschäft mit dem Tourismus.
    Aber die Taliban in Afghanistan sprengen touristisch wertvolle Riesen-Buddha-Statuen in die Luft!
    Was für total bescheuerte Holzköpfe!
    Wer da nicht flüchtet, ist selber eine Holzkopf, oder verliert seinen Kopf...

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