International
Afrika

Ebola-Epidemie im Kongo: WHO erklärt internationalen Gesundheitsnotstand

In this photograph taken Saturday July 13, 2019, health workers wearing protective suits take their shift at a treatment center in Beni, Congo DRC. The head of the World Health Organization is conveni ...
Ebola-Experten in einem Behandlungszentrum in Beni in der Demokratischen Republik Kongo (13. Juli 2019).Bild: AP

Wegen Ebola-Epidemie im Kongo – WHO erklärt internationalen Gesundheitsnotstand

17.07.2019, 20:55
Mehr «International»

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der anhaltenden Ebola-Epidemie im Kongo eine «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» ausgerufen. Sie folgte damit der Empfehlung eines Expertenrates, der am Mittwoch in Genf beraten hatte.

Damit will die WHO dem Kampf gegen die Krankheit im Kongo und den Nachbarländern verschärfen. Zu dem Massnahmen können etwa bessere Ausstattung von Behandlungszentren und die Ausbildung weiterer Hilfskräfte gehören. Die WHO stellt aber klar, dass sie zur Zeit nicht von einer Ausweitung der lebensgefährlichen Seuche über die Region hinausgeht.

«Dies ist absolut keine globale Bedrohung», sagte der Vorsitzende des Ausschusses, Robert Steffen. Es bleibe bei einer regionalen Bedrohung. Selbst in der Region seien Grenzschliessungen nicht nötig. Das könne den Kampf gegen die Krankheit noch erschweren, weil Menschen dann womöglich Schleichwege benutzten und nicht die offiziellen Grenzübergänge, wo medizinisches Personal bei Passanten nach Krankheitsanzeichen Ausschau hält.

Die WHO ist besorgt, weil der Ausbruch nach einem Jahr noch nicht unter Kontrolle ist. In der Millionenstadt Goma gab es am Wochenende den ersten Fall, und im Nachbarland Uganda sind im Juni drei Fälle bekannt geworden. Im Kongo gab es bis Mittwoch mehr als 2500 Ebola-Fälle und mehr als 1600 Tote. (cbe/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Gesichter der Ebola-Überlebenden
1 / 26
Die Gesichter der Ebola-Überlebenden
Ebola-Überlebende Sontay Massaley, 37, wurde am 12. Oktober aus dem Médecins Sans Frontières-Zentrum in Paynesville, Liberia entlassen, wo sie acht Monate wegen Ebola verbracht hatte. Sie war Verkäuferin auf einem Markt, als sie mit dem Virus infiziert wurde. Jetzt, nachdem sie die Krankheit überlebt hat, ist sie gegen das Ebola-Virus immun. (Photo by John Moore/Getty Images)
quelle: getty images europe / john moore
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Zahl der Ebola-Fälle im Kongo weiter gestiegen
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Bürgenstock-Chef ist in eine Korruptionsaffäre verwickelt – er muss in Katar ins Gefängnis
In einem grossen Prozess wurde der Scheich aus Katar, der das Hotelgeschäft des Staatsfonds verantwortete, zu einer mehrjährigen Haft- und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Der Gerichtsfall sorgt nicht nur in Katar für Aufregung.

Die geplante Friedenskonferenz auf dem Bürgenstock wird ohne den Scheich stattfinden, der das Resort eröffnet hatte. In einem grossen Korruptionsprozess wurde Nawaf bin Jassim bin Jabor Al-Thani zu sechs Jahren Haft und einer Geldstrafe in der Höhe von 207 Millionen Franken verurteilt, wie die Zeitung «Tages-Anzeiger» am Sonntag berichtete. Er soll öffentliche Gelder veruntreut haben. Im gleichen Korruptionsprozess wurden auch der ehemalige katarische Finanzminister sowie 14 weitere Männer schuldig gesprochen.

Zur Story