International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Protesters take part in a rally after the death of Mouhcine Fikri, a fishmonger who was crushed to death inside a rubbish truck as he tried to retrieve fish confiscated by police, in the northern city of Al Hoceima, October 31, 2016.  REUTERS/Stringer/File Photo   FOR EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVES

Demonstranten in Al-Hoceima mit dem Konterfei des verstorbenen Fischverkäufers Mouhcine Fikri. Bild: STRINGER/REUTERS

Neue Proteste nach Tod von marokkanischem Fischverkäufer



Drei Wochen nach dem grausamen Tod eines Fischverkäufers in einem Müllwagen in Marokko haben im Norden des Landes erneut hunderte Menschen gegen soziale Ungerechtigkeit protestiert.

Die Demonstranten in der Stadt Al-Hoceima forderten am Samstag in Sprechchören «Freiheit» und «Gerechtigkeit». Sie riefen ausserdem «Lang lebe das Volk» und warfen dem Königshaus vor, die Menschen zu «demütigen». An der Protestkundgebung beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter 3000 Menschen, die Stadtverwaltung sprach von 800 Teilnehmern.

Der 31-jährige Fischverkäufer Mouhcine Fikri war am 28. Oktober in Al-Hoceima in der nördlichen Berber-Region zu Tode gekommen, als er versuchte, die Beschlagnahmung und Zerstörung seiner Ware durch Behördenmitarbeiter zu verhindern und dabei in die Presse eines Müllwagens geriet. Sein Tod hatte in ganz Marokko Proteste ausgelöst.

Hochburg der Massenproteste

Die Polizei nahm in der vergangenen Woche elf Verdächtige fest, darunter mehrere Behörden- und Ministeriumsmitarbeiter. Sie sitzen unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in Untersuchungshaft. Es ist aber immer noch unklar, wer die Müllpresse in Gang setzte.

Al-Hoceima war eine der Hochburgen der Massenproteste, die es im Zuge des «Arabischen Frühlings» auch in Marokko gegeben hatte. Einer der Auslöser der damaligen Bewegung war die Selbstverbrennung eines Strassenverkäufers in Tunesien, dessen Ware beschlagnahmt worden war. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Es wird eine Frau»: Trump strebt rasche Ginsburg-Nachfolge an

US-Präsident Donald Trump will noch in seiner ablaufenden Amtszeit den Posten der verstorbenen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg nachbesetzen. Sollte es so kommen, könnte das die konservative Mehrheit im Obersten Gericht der USA auf Jahre oder sogar Jahrzehnte zementieren. Er werde eine Frau nominieren, voraussichtlich bereits in den kommenden Tagen, kündigte Trump am Wochenende an. Ginsburg, eine Ikone der Liberalen in Amerika, war am Freitag im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel