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Migrants on a rubber dinghy are approached by Sea-Watch rescue ship's staffers in the waters off Libya Wednesday, April 3, 2019. The German humanitarian group Sea-Watch says the ship it operates in the central Mediterranean Sea has rescued 64 migrants in waters off Libya. Sea-Watch wrote Wednesday on Twitter that the people brought to safety from a rubber dinghy included 10 women, five children and a newborn baby. The group said it carried out the rescue off the coast of Zuwarah after Libyan authorities couldn't be reached. Sea-Watch is asking Italy or Malta to open a port to the rescue ship, the Alan Kurdi. (Fabian Heinz/Sea-eye.org via AP)

Ein Boot der Organisation Sea Eye nähert sich einem Schlauchboot mit Migranten. Bild: AP/Sea-eye.org

Analyse

Migration über das Mittelmeer: Auf beiden Seiten dominiert die Heuchelei

Italiens Innenminister hat das Mittelmeer faktisch abgeriegelt, und Europa spendet insgeheim Applaus. Doch auch die Maghreb-Staaten verhalten sich unredlich. Dies zeigt ein neues Buch.



Matteo Salvini will Neuwahlen. Zuvor aber hat Italiens polternder Innenminister noch dafür gesorgt, seine Politik der Aussperrung von Rettungsschiffen im Mittelmeer in einem Gesetz zu verankern. Am Montag wurde es vom Senat in Rom verabschiedet. Es sieht Geldstrafen von bis zu einer Million Euro vor, wenn ein Kapitän mit einem Schiff unerlaubt in italienische Gewässer fährt.

Letzte Woche verweigerte Salvini sogar einem Schiff seiner eigenen Küstenwache die Einfahrt in einen italienischen Hafen. Es hatte rund 140 Flüchtlinge und Migranten gerettet, die mit zwei Schlauchbooten in Seenot geraten waren. Erst nachdem sich mehrere EU-Länder zur Aufnahme der Geretteten bereit erklärten, durften sie in Sizilien an Land gehen.

Salvinis Rede über Sea-Watch sorgt für Aufregung

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Video: srf/SDA SRF

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) reagierte mit scharfer Kritik auf das neue Gesetz. Das Engagement und die Menschlichkeit der Retter dürften nicht kriminalisiert oder stigmatisiert werden. Laut dem Missing Migrants Project der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit 2014 etwa 18'000 Menschen im Mittelmeer ertrunken oder verschollen.

Reine Symptombekämpfung

Die Europäer aber tun sich schwer damit, sich auf einen Mechanismus für die Verteilung von Flüchtlingen zu einigen. Ihre eigenen Aktivitäten zur Seenotrettung hat die EU sukzessive reduziert. Auch die Zahl der privaten Rettungsschiffe hat abgenommen, seit Matteo Salvini ihnen den Kampf angesagt hat. Nur noch wenige sind derzeit im Mittelmeer aktiv.

Salvinis rüpelhafte Art mag auf andere europäische Regierungen abstossend wirken. Insgeheim aber sind sie froh, dass der Italiener ihnen die «Drecksarbeit» abnimmt und die Mittelmeerroute mehr oder weniger «geschlossen» hat. Dabei handelt es sich um reine Symptombekämpfung. Hunderttausende würden aus (Nord-)Afrika sofort Richtung Europa aufbrechen, wenn sie könnten.

Das Wohlstandsgefälle zwischen den beiden Seiten des Mittelmeers sei «immer noch so gross, dass daraus eine immense Sogwirkung entstanden ist», heisst es im diese Woche erschienenen Buch «Maghreb, Migration und Mittelmeer». Verfasst hat es Beat Stauffer, der als freier Journalist unter anderem für die NZZ und Radio SRF arbeitet und Nordafrika seit Jahren bestens kennt.

Bild

In seinem Buch konzentriert er sich auf die vier Maghreb-Staaten Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen. Vor Ort recherchiert hat Stauffer vor allem in Tunesien und Marokko. In Algerien ist dies wesentlich schwieriger, vom zerrissenen Libyen ganz zu schweigen. Die Migration aus den Ländern südlich der Sahara wird ebenfalls thematisiert, wenn auch eher am Rande.

Der Traum vom besseren Leben

Beat Stauffer hat mit Experten gesprochen. Er porträtiert Schlepper und Migranten, die es geschafft haben, die gescheitert sind und es wieder versuchen wollen, und bei denen man sich manchmal fragt, wie naiv sie waren. Doch der Traum vom besseren Leben in Europa lässt sie – vorwiegend junge Männer – alle Risiken und Negativbeispiele verdrängen.

Das Thema Migration sei auf beiden Seiten des Mittelmeers «von Heuchelei, Realitätsverdrängung, Unehrlichkeit und versteckten Agenden geprägt», schreibt Stauffer. So hätten etwa die Grossgrundbesitzer in Spanien oder Süditalien «sehr wohl ein Interesse daran», durch die irreguläre Emigration stets ausreichend billige Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben.

Prekäres «Erfolgsmodell» Tunesien

Die Maghrebstaaten wiederum seien ganz froh, wenn sie einen Teil ihrer arbeitslosen und zum Teil rebellischen Jugend loswerden könnten. Eine grassierende Korruption und schlechte Regierungsführung tragen dazu bei, dass viele junge Menschen «abhauen» wollten. Das gilt auch für Tunesien, das gerne als Erfolgsmodell des «Arabischen Frühlings» gefeiert wird.

Private Seenotretter im Mittelmeer

Den Migrationsdruck hat dies nicht vermindert, im Gegenteil. «Im tunesischen Hinterland hat sich die Lage in den vergangenen acht Jahren derart verschlechtert, dass mehr junge Migranten denn je das Land verlassen wollen», schreibt Stauffer und schildert die desolaten Zustände in den Regionen, die sich fern der relativ wohlhabenden Küstenstädte befinden.

Gegen Öffnung der Grenzen

Der Autor stellt klar, dass eine Öffnung der Grenzen für Migranten, wie sie etwa die deutsche Kapitänin Carola Rackete fordert, für ihn nicht in Frage kommt. Dies würde zu einer aggressiven Abwehrhaltung in der Bevölkerung führen, verbunden mit einem politischen Rechtsruck, der die liberale Gesellschaft gefährden und die Aufnahme «echter» Flüchtlinge unterbinden könnte.

Eine Abschottung im Salvini-Stil ist langfristig aber auch keine Lösung. Beat Stauffer plädiert für «griffige Rücknahmeabkommen» mit den Maghreb-Staaten und gibt gleichzeitig zu, dass die Rückführung junger Männer «sehr schwierig, oft auch chancenlos» sei. Häufig weigern sich die besagten Länder, überhaupt solche Abkommen abzuschliessen, oder sie setzen sie kaum um.

Europa muss etwas anbieten

Sie haben schlicht kein Interesse an der Rücknahme gescheiterter und frustrierter Landsleute, die häufig kriminell wurden oder mit islamistischem Gedankengut in Kontakt kamen – ein Problem, mit dem besonders Tunesien konfrontiert ist. Europa müsse deshalb dem Maghreb für einen Migrationskompromiss «etwas Substanzielles» anbieten, fordert Stauffer.

Gratis ist das nicht. Es brauche massive Investitionen in ganz Nordafrika, damit die Menschen dort bleiben und gut leben könnten. Und es brauche echte Migrationspartnerschaften in Form von Visa, Stipendien, Ausbildungsplätzen oder Kontingenten für legale Arbeitsmigranten. Ein Beispiel ist die «zirkuläre» Migration, bei der Menschen einige Zeit in Europa bleiben könnten und dann zurück müssten.

«Maghreb, Migration und Mittelmeer» ist kein bequemes Buch. Es distanziert sich von einer unreflektierten «Willkommenskultur» genauso wie von einer simplen Abschottungs-Logik. Europa müsse ein neues Verhältnis zu seinen Nachbarn am Südrand des Mittelmeers finden, meint Stauffer. Andernfalls seien «schwierige Szenarien denkbar und lang anhaltende Konflikte zu befürchten».

Sea Watch 3 und Carola Rackete

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    Alle Leser-Kommentare
  • Clever&Smart 11.08.2019 10:19
    Highlight Highlight Man muss Afrika erlauben ihre Märkte zu schützen und gleichzeitig könnte man die Zölle für ihre Produkte in Europa senken. Das gäbe zumindest im landwirtschaftlichen Bereich wieder mehr Perspektive. Dafür könnte man Abkommen abschliessen, dass sie die Flüchtlinge aufnehmen müssen und die UN dies beobachten und kontrollieren darf. Die EU fährt natürlich schon eine einseitge Wirtschaftspolitik.
    Man exportiert natürlich auch genug Waffen nach Nord-Afrika. Auch da hätte man Handlungsspielraum.
    Man (EU) möchte natürlich gerne "s Fünferli und s Weggli". Austragen müssen es wir, der kleine Bürger.
  • Wine Spectator 11.08.2019 08:54
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel, viele Zeitungen schaffen es nicht die Thematik von verschiedenen Seiten zu beschreiben, es wirkte einfach nicht objektiv. Das ist hier gelungen, das Thema ist zu komplex es einfach den Rechten oder Linken zu überlassen. Danke Herr Blunschi für den Artikel und den Buch Tipp!
  • Schneider Alex 11.08.2019 06:04
    Highlight Highlight Bei der Flüchtlingspolitik haben wir einen Konflikt zwischen der Makro- und der
    Mikrosicht. Klar sind die echten und die unechten Flüchtlinge bedauernswert.
    Andererseits muss die westliche Welt Druck auf die Herkunftsländer ausüben, um
    die Fluchtursachen (zum Beispiel Korruption) in den Griff zu bekommen, und
    selbst dafür sorgen, dass sie diese Ursachen nicht noch verstärken (Exporte der
    landwirtschaftlichen Überproduktion in die Entwicklungsländer, Waffenlieferungen,
    Geldwäscherei, Konzernverhalten)
  • Oxymora 10.08.2019 23:03
    Highlight Highlight Top Artikel

    Aber das Problem löst sich von selber.
    Die Weltbevölkerung wächst exponentiell.

    1804 1.Milliarde
    1928 2.M
    1960 3.M
    1975 4.M
    1985 5.M
    1999 6.M
    2011 7.M
    .......
    .......

    Schätzung für 2050 11.M

    Theoretisch liesse sich Wachstum durch Geburtenkontrolle schon nach 30ig Jahren brechen. Aber Geburtenkontrolle ist nicht populär und mit Mehraufwand an Entwicklungshilfe etc. verbunden. Politiker/Regierungen unserer Zeit können das Problem aussitzen und Symptombekämpfung betreiben, wahrscheinlich sind sie selber schon vor dem grossen Knall tot.
    • Kevinsvadde 11.08.2019 21:29
      Highlight Highlight Google noch Mal nach was exponentiell heisst mein lieber Freund
    • Oxymora 11.08.2019 23:24
      Highlight Highlight @Kevinsvadde

      Komisch noch immer das Selbe wie letzte Woche!
  • Sonnenbankflavor 10.08.2019 22:32
    Highlight Highlight Ich hoffe nicht viele Blitze zu bekommen und es ist auch nicht rassistisch gemeint wenn ich diese Frage stelle. Aber kann mir mal jemand erklären wieso andere arabische Länder die sehr reich sind (AE z.B.) und die gleiche Kultur haben keine Flüchtlinge aufnehmen? Wieso müssen wir in Europa halb Afrika aufnehmen?
    • PlusUltra 11.08.2019 09:58
      Highlight Highlight Pro-Contra, geile Idee mit den Pfeilen! Musste herzhaft lachen😆

      Hab Dich nicht geblitzt. Keine Ahnung was los ist🤔

      Link 1 existiert nicht, Link 2 geht um Waffenexport. Vielleicht ist es den Leuten keine Erklärung auf Sonnenbanks Frage?
    • Magenta 11.08.2019 10:09
      Highlight Highlight Pro-Contra: Zumindest meine Blitze bei Dir sind keine Bots.
    • Krapos 11.08.2019 10:11
      Highlight Highlight Ein berechtigter Einwand von Sonnenbankflavour.
      Pro/Contra: Du bist falsch informiert oder hast seinen Post falsch gelesen. Er spricht die Emiraten und die Saudis an und nicht Länder wie Ägypten,Jordanien oder den Libanon . Die Länder der arabische Halbinsel haben keinen einzigen Flüchtling aufgenommen, das kannst du bei Amnesty International nachlesen,aber wer weiss, vielleicht betreiben die ja auch rechte Hetze.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 10.08.2019 21:16
    Highlight Highlight
    Die Hoffnung auf eine EU-weite Einigkeit in der Frage der Flüchtlingsverteilung ist schon lange verschwunden.
    Hier zeigt sich mal wieder die eklatante Handlungsunfähigkeit der EU,
    Forderungen innerhalb der Mitgliedsländer durchzusetzen.
    Politik, die in ihren Parteinamen die Worte wie "christlich" oder "sozial" trägt , zeigt hier ihr wahres Gesicht.


    Wer sich nicht an den Problemen der EU beteiligen will, sondern lediglich die Rosinen vom Kuchen picken möchte, dem sollte man schleunigst den Kuchen vom Teller ziehen! Fördergelder streichen.
  • Walser 10.08.2019 20:46
    Highlight Highlight Insgeheim ist die massenhafte Migration gewollt. Europa hat massiv zuwenig Nachwuchs um die Wirtschaft und das Wachstum am Laufen zu halten. Es kommen aber offenbar die Falschen und meist illegale nicht Verfolgte. Ein Dilemma. Jedes Land in Europa hat andere Interessen. Das Wohlstandsgefälle gross. Es wird grosse Unruhen und evt. sogar Krieg geben.
    • Thomas G. 11.08.2019 04:18
      Highlight Highlight Ja super und Du meinst wirklich dass die Einwanderung aus Afrila die Lösung ist?
    • Mia Mey 11.08.2019 08:28
      Highlight Highlight Es gibt ja nicht nur afrikanische Einwanderer. Aus dem Osten kommen auch Glücksritter.
  • DocShi 10.08.2019 20:21
    Highlight Highlight Tja, helfen es auch wenn europäische Länder und USA diese und andere afrikanische Staaten nicht dauernd ausbeuten würden und für wiederholende Kriegsmachenschaften benutzen würden.
    Z. B. Deutschland, Nigeria und die Milch. So mal ein Stichwort.
    • E7#9 11.08.2019 01:44
      Highlight Highlight „Die Maghrebstaaten seien ganz froh, wenn sie einen Teil ihrer arbeitslosen und zum Teil rebellischen Jugend loswerden könnten. Eine grassierende Korruption und schlechte Regierungsführung tragen dazu bei, dass viele junge Menschen abhauen wollten. Das gilt auch für Tunesien, das als Erfolgsmodell des Arabischen Frühlings gefeiert wird.“

      Ich finde dieses ständige „weil wir sie ausbeuten“ rassistisch. Klingt nach „die dummen Negerlein lassen sich von uns verarschen“. Nein, Afrikas Problem sind die eigenen korrupten Regierungen und Machtstrukturen. Europäische Nutzniesser gibt es natürlich.
    • DocShi 11.08.2019 09:29
      Highlight Highlight @E7#9, auch das ist richtig. Und zum ausbeuten gehört eben auch dass man die richtigen Leute an die Macht lässt.
      So wie das die USA schon seit dem 2ten Weltkrieg mit Südamerika macht.
    • Clever&Smart 11.08.2019 10:44
      Highlight Highlight @E7#9 : Auch das ist richtig, doch man sollte dann beim Thema Migration nicht so tun, als hätte man kein Handlungsspielraum. Der Spielball heisst Wirtschaftspolitik. Doch man muss dann auch bereit sein auf Pseudowohlstand zu verzichten. Dieser angebliche Wohlstand den man damit produziert, wird zum Preis dieser Migrationspolitik vom kleinen EU-Bürger (uns) bezahlt, nicht von der profitierenden Wirtschaft. Und von dieser Wirtschaftspolitik profitieren nur wenige EU-Staaten. Verständlich, dass bei der Verteilung nicht alle mitmachen wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 10.08.2019 18:26
    Highlight Highlight Glückwunsch für den Titel (und auch für die Rezension!)
    Endlich mal unaufgeregt und nicht tendenziös!

    Das spiegelt sich in der doch etwas sachlicheren Diskussion im Kommentarbereich.
    • geissenpetrov 11.08.2019 14:22
      Highlight Highlight Ich habe jetzt alle Kommentare durchgelesen. Tatsächlich finden sich einige gute darunter.

      Von Dir hingegen ist mal wieder nichts zählbares gekommen, abgesehen vom obligaten Seitenhieb gegen den Islam.

      Wenn es Dein Interesse widerspiegelt, dass hier eine vernünftige Diskussion stattfindet, dann könnte Dein Beitrag darin bestehen, einfach mal nichts zu schrieben. Ausser blöde Hetze und Getrolle kommt bei Dir selten was.
  • Satan Claws 10.08.2019 17:03
    Highlight Highlight Entweder muss es also dort besser oder hier schlechter werden damit diese gefährliche Route versiegt. Was wollt ihr?
    • Clever&Smart 11.08.2019 10:49
      Highlight Highlight Beides. Das hier schlechter werden betrifft primär Wirtschaftskonzerne bzw. die landwirtschaftliche Überproduktion, die zudem Klimafeindlich ist. Was aber bei uns ankommt ist die Rechnung für diese Migrationspolitik.
      Da alle Parteien Wirtschaftshörig sind (für jeweils ihre eigene Lobby), wird dies keine Partei wirklich lösen wollen.
  • YvesM 10.08.2019 16:48
    Highlight Highlight Europa ist am Ende.

    Respektive darf mal vom hohen Ross der Moral und Ethik runtersteigen. Wenn es dann wirklich darum geht, Menschlichkeit zu zeigen, nichts als leere Worte.

    Wir kriegen es nicht gebacken, dass die europäischen Länder eine menschliche und würdevolle Lösung findet. Und wir sollen die kommenden Probleme, wie Klimawandel, Überbevölkerung, Überalterung etc. lösen können? 😂👍🏻
    • rodolofo 10.08.2019 19:13
      Highlight Highlight Die Lage wird aussichtslos, wenn das "Drögeler"-Verhalten mit dem Herdentrieb zusammen kommt.
      Dann wollen, ja müssen alle "Drögeler" sein, süchtig nach Konsum und Bling Bling.
      Das ist vermutlich auch unsere Schwäche und die Chance für andere Arten von Lebewesen, uns einmal von unserer Vormachtstellung innerhalb der Natur zu verdrängen und abzulösen.
      Diese "anderen Arten" müssen nicht unbedingt Monster-Gozillas aus dem Gen-Labor sein!
      Sie könnten auch winzig klein sein, als multiresistente Keime...
    • SeboZh 10.08.2019 23:34
      Highlight Highlight Warum soll es nur an europa liegen? Klar haben auch dir europ. Länder keine weisse Weste. Aber die Schuld und Lösung nur auf diesem Kontinenten zu suchen, ist auch nicht richtig....
    • RatioRegat 10.08.2019 23:41
      Highlight Highlight Europa ist nicht am Ende. Es wird aber zu diesem Punkt gelangen, wenn wir der rechtspopulistischen Politik folgen.

      Die europäischen Staaten verfügen für sich genommen nicht über hinreichend grosse Märkte, um die Herausforderungen des 21. Jhds bewältigen zu können.

      Europa muss zusammenrücken. Europa braucht eine Vision, um die Herausforderungen zu bewältigen, um seine Freiheit zu bewahren.

      Wir können in Armut und Bedeutungslosigkeit versinken. Oder wir können uns zusammenreissen und uns eine Zukunft schaffen.

      Ich wähle letzteres.

      Ps: Sorry, bin nicht mehr ganz nüchtern.
  • murrayB 10.08.2019 16:44
    Highlight Highlight Richtig so, Europa muss konsequent die Grenzen für Wirtschaftsflüchtlinge schließen,resp. konsequent zurückschaffen...
  • bbelser 10.08.2019 16:39
    Highlight Highlight Europa (und die USA) hätten in Afrika ein riesiges Mass an Reparation und Wiedergutmachung zu leisten für Jahrhunderte der schamlosen Bereicherung am afrikanischen Kontinent, für Jahrhunderte von Kolonialismus, Völkermord, Ausbeutung und Sklaverei.
    Die europäischen Kolonialherren haben nie Verantwortung übernommen für die Einheimischen: erst wurden sie kolonial ausgebeutet, dann gnädig in die Unabhängigkeit entlassen, danach wurden sie kapitalistisch weiter ausgebeutet. Natürlich immer auch mit Hilfe korrupter Machteliten. Die Peanuts an Entwicklungshilfe waren bisher ein glatter Hohn.
    • murrayB 11.08.2019 00:25
      Highlight Highlight @bbelser: Im Gegenteil - die Afrikaner sollten dankbar sein für den Standard den die Europäer gratis und Franko überlassen haben als sie unabhängig wurden - ich denke da an die ganze Infrastruktur wie Strassen, Zugslinien, Gebäude, Elektrifizierung, etc.

      Man darf nie vergessen, dass asiatische Staaten nach dem 2. Weltkrieg um vieles ärmer dran waren in der Entwicklung als Afrika - und wo sind sie heute?

      Es liegt ganz sicher nicht an der Historie in Bezug auf Kolonialisierung...
    • Spooky 11.08.2019 01:49
      Highlight Highlight "Die Peanuts an Entwicklungshilfe waren bisher ein glatter Hohn."

      Peanuts? Immerhin leben die Mitarbeiter der Hilfswerke und die Mitglieder der korrupten Regimes sehr gut davon.
  • RatioRegat 10.08.2019 16:25
    Highlight Highlight Die EU- und EFTA-Staaten sollten im Maghreb Stadtstaaten errichten, die von europäischen Institutionen geführt werden. Für diese Zonen sollte jede Person eine Zutritts- und Niederlassungsbewilligung erhalten, die sich zu europäischen Werten (Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit etc.) bekennt.

    Die Stadtstaaten werden bei Bedarf erweitert - die Legitimation dafür ergibt sich aus der Berufung auf die "Abstimmung mit den Füssen" aufgrund derer ein Erweiterungsbedarf entsteht.
    • Bruuslii 11.08.2019 20:03
      Highlight Highlight und mit welcher berechtigung sollten die das in fremden landen machen.
      genausogut könnte man behaupten, dass man in deinem vorgarten bitteschön ein asylzentrum aufbauen müsste.
  • Kanischti 10.08.2019 15:43
    Highlight Highlight Ist zwar schon ein paar Jahre her: Da wurde ein Bundesrat gefragt, warum man die Millionen Entwicklungshilfe an die Magreb-Staaten nicht besser zurück behält und erst dann frei gibt, wenn diese Länder ein Rücknahmeabkommen unterzeichnen und auch umsetzen würden. Der betreffende Bundesrat meinte nur, man dürfe diese zwei unterschiedlichen Themen nicht miteinander vermischen. Darum werden die Entwicklungshilfen ungeachtet der nicht erfüllten oder nicht existierenden Abkommen weiterhin in diese Länder gezahlt...
    • rodolofo 10.08.2019 19:05
      Highlight Highlight "Overseas workers" halten Staaten am leben, die buchstäblich AM ABGRUND STEHEN, indem sie ihren Familien Geld schicken und Steuern bezahlen!
      Beispiel Philippinen: Dort herrscht ein chronischer Bürgerkrieg, zwischen verschiedenen Fraktionen, Regionen und "Parteien" von Grossgrundbesitzer-Familien (die seit der spanischen Kolonisierung die "einheimischen Eliten" bilden), Mafia-Organisationen, der kommunistischen NPA-Guerilla und der Islamistischen "Moro Liberation Front".
      Jederzeit kann die Lage soweit eskalieren, dass alles zusammenbricht und eine "Failed State"-Terror-Brutstätte entsteht...
    • RatioRegat 10.08.2019 23:35
      Highlight Highlight Rücknahmeabkommen mit Entwicklungshilfe zu verknüpfen macht m.E. In der Tat keinen Sinn. Rücknahmeabkommen sind aus strategischer Sicht nicht sonderlich bedeutsam.

      Ich stimme dir aber zu, dass es legitim ist, bei der Vergabe von Entwicklingshilfe strategisch zu denken... Gelder an korrupte Regimes zu vergeben ist sinnlos.
  • circumspectat animo 10.08.2019 15:21
    Highlight Highlight Wenn die Europaischen Staaten aufhören würden den Afrikanischen Staaten Handelsabkommen aufzuzwingen, die dazu führen das Massenprodukte aus Europa wie Geflügel und Milch die Lebensgrundlage der dortigen Bauern zerstört wäre ein grosser Teil des Problems gelöst. Auch die Europaischen Fischfangfloten, die das Meer vor der Afrikanischen Westküste aber auch im Mittelmeer leerfischen haben einen grossen Anteil an der Migration.
    • Rabbi Jussuf 10.08.2019 19:50
      Highlight Highlight Stimmt zwar, aber es wäre nur ein Tropfen auf einen heissen Stein. Gelöst wäre mit der Beseitigung dieser Misstände kaum etwas.
      Das grundlegende Problem ist die überhöhte Geburtenrate in vielen afrikanischen Ländern. Dieses Problem muss vor allem angegangen werden.
    • RatioRegat 10.08.2019 23:49
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf: Und was ist der Grund für die erhöhte Geburtenrate?
    • circumspectat animo 11.08.2019 02:32
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf

      So ein Seich!
    Weitere Antworten anzeigen
  • geissenpetrov 10.08.2019 14:54
    Highlight Highlight Insbesondere Frankreich betreibt mit dem Franc CFA weiterhin eine koloniale Ausbeutung der afrikanischen Staaten. 14 afrikanischen Staaten wird eine unabhängige Währungspolitk verwehrt. Ihre Reserven liegen bei der französischen Zentralbank.

    https://www.dw.com/de/der-cfa-franc-eine-w%C3%A4hrung-die-polarisiert/a-48854249

    https://finanzblog.lgt.com/der-afrikanische-cfa-franc-frankreichs-langer-schatten/

    https://info.arte.tv/de/afrika-und-der-cfa-franc-ein-system-freiwilliger-knechtschaft
    • Rabbi Jussuf 10.08.2019 19:52
      Highlight Highlight Besser in der "französischen Zentralbank" als auf Schweizer Privatkonten. Meinst du nicht auch?
    • circumspectat animo 11.08.2019 02:39
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf

      Ich glaube nicht das das einen Unterschied macht.
  • rodolofo 10.08.2019 14:29
    Highlight Highlight Ein vielversprechendes Projekt heisst "desertec".
    Hier würde mithilfe von solarthermischen Kraftwerken Strom produziert, der in den Maghreb-Staaten verwendet, oder nach Europa und Schwarzafrika exportiert werden könnte.
    Mit dieser erneuerbaren Energie könnten die mit Sonne im Übermass gesegneten, bzw. verfluchten Wüstenstaaten ihre Abhängigkeit vom Ölexport reduzieren und die Stromversorgung von Afrika und Europa nachhaltig sichern!
    Leider läuft diese Idee nur auf Sparflamme weiter.
    Marokko baut einige solarthermische Kraftwerke.
    Langfristig könnten hier aber viele sinnvolle Jobs entstehen!
    • RicoH 10.08.2019 16:01
      Highlight Highlight Die Idee ist an und für sich gut. Die Idee dahinter aber war, den produzierten Strom nach Europa zu exportieren und nicht in Afrika zu nutzen. Als das nicht so einfach realisierbar war (Starkstromleitung übers Mittelmeer), sind die wichtigsten Partner (z.B. Siemens) ausgestiegen.

      Man merke: wäre es einfacher lösbar gewesen, hätte man es gemacht. Aber wiederum nicht zum Nutzen von Afrika (und der Gedanke zur Ausbeutung Afrikas lebt weiter...).

      Schein ganz so, als Afrika für Europa nur dann interessant ist, wenn es daran etwas zu verdienen gibt.
    • Rabbi Jussuf 10.08.2019 19:55
      Highlight Highlight Beschäftigt euch einmal damit, wieviel Öl/Diesel für den Unterhalt dieses Projektes gebraucht wird.
    • Skip Bo 11.08.2019 08:00
      Highlight Highlight Rodolfo, Problem: Die Energielieferungen könnten dazu genutzt werden, die Abnehmerländer zu "erpressen". Diese wiederum sähen sich genötigt aus "nationalem Interesse" (Frankreich) vor Ort zu intervenieren.
      Es würden ähnliche Mechanismen in Gang gesetzt wie beim Öl. Die Herrschenden der Produktionsländer müssten stets mit Geschenken und Drohungen auf Kurs gehalten werden.
      Das Projekt wäre eigentlich eine win-win Kiste, aber bietet zu viel Konfliktpotential.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heugümper 10.08.2019 14:10
    Highlight Highlight Meines Erahnens der erste Artikel in hiesigen Medien der die Länder Afrikas in die Pflicht nimmt. Ansonsten das böse Europa alleine für das ganze Elend auf dem afrikanischen Kontinent gemacht wird. Good governance können und müssen die Menschen Afrikas schon selber installieren können. Hilfe von aussen ist hier weder erwünscht noch erstrebenswert. Europa muss seine Aufgaben erledigen, die Hauptlast aber liegt bei den Afrikaner selber.
    • häxxebäse 10.08.2019 16:14
      Highlight Highlight Wenn ich dir ein leben lang diktiere was du zu tun hast, dann ist es schwierig plötzlich selbst zu denken. Danke kolonialländer, für gar nichts. Steht endlich für eure fehler ein.
    • Sonnenbankflavor 10.08.2019 22:34
      Highlight Highlight Indien ist auch ein Kolonialland und ich sehe praktisch keine indischen Asylbewerber in der Schweiz.
    • geissenpetrov 11.08.2019 13:57
      Highlight Highlight "Indien ist auch ein Kolonialland und ich sehe praktisch keine indischen Asylbewerber in der Schweiz."

      Britisch Indien hat sich etwas früher und auch etwas erfolgreicher gegen den Kolonialmächte aufgelehnt, als die Mehrheit der afrikanischen Staaten. Deshalb konnte dort ein Wirtschaftsraum entstehen, der schnell zum Westen aufschloss (vgl. BRISC). Ohne Zweifel, wäre in den afrikanischen Staaten die selbe Entwicklung möglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Silie 10.08.2019 14:03
    Highlight Highlight Quote "Der Autor stellt klar, dass eine Öffnung der Grenzen für Migranten nicht in Frage kommt. Dies würde zu einer aggressiven Abwehrhaltung in der Bevölkerung führen, verbunden mit einem politischen Rechtsruck, der die liberale Gesellschaft gefährden und die Aufnahme «echter» Flüchtlinge unterbinden könnte."

    Umkehrschluss... wenn Europa sich nicht gegen Grenzenlose Einwanderung auflehnen würde und die Gesellschaft NICHT minder 'Liberal' wäre, hätte der Autor nichts gegen offene Grenzen. Er fürchtet bloss, dass sich die 'offene' Gesellschaft schliessen könnte...
    • Rabbi Jussuf 10.08.2019 19:59
      Highlight Highlight Ja, damit verstrickt er sich wohl in ein paar Widersprüche, ohne sich der Konsequenzen klar zu sein.
      Das wird eben auch an seinen wenig praktikablen Lösungsvorschlägen deutlich.
      Trotzdem scheint mir das ein gutes Buch zu sein.
  • Gonzolino_2017 10.08.2019 13:53
    Highlight Highlight Schade werden wir Themen vermischt! „Das Engagement und die Menschlichkeit der Retter dürften nicht kriminalisiert oder stigmatisiert werden.“ dagegen hat gar niemand etwas, aber es geht nicht an, dass man auf Kosten von Italien rettet und dabei noch gegen geltendes Recht verstösst, in dem man den Italienern die Geretteten einfach vor die Türe stellt! Der Gipfel ist dann aber schon, dass man Salvini - und nur weil er Rechts ist (!) - dann noch Unmenschlichkeit vorwirft, nur weil er sagt, dass damit jetzt Schluss ist! Dabei hätte Europa genügend Zeit gehabt, sich dem Problem anzunehmen ...
    • RicoH 10.08.2019 16:09
      Highlight Highlight Soweit ich sehe, ist Seerecht ein international geltendes Recht. Somit wird absolut nicht gegen geltendes Recht verstossen, wenn Gerettete in den nächsten sicheren Hafen gebracht werden.

      Und ja, die Haltung Salvinis ist unmenschlich. Zudem verstösst sein Beschluss, die Häfen zu schliessen, gegen internationales, auch für Italien verbindliches Recht.
    • lucasm 10.08.2019 17:24
      Highlight Highlight Bloss sind die italienischen Häfen oft nicht die nächsten sicheren Häfen, sondern einfach die ersten Häfen auf dem europäischen Kontinent. Zurück an den Ursprungshafen wäre einfacher und näher und würde zudem Nachahmer von der waghalsigen Fahrt übers Wasser abhalten.
    • Gonzolino_2017 11.08.2019 01:27
      Highlight Highlight @RicoH: Falsch! Das Internationale Seerecht hört an der Grenze zum Italienischen Staatsgebiet auf und das internationale Seerecht sagt klar „den nächsten sicheren Hafen“ und dass ist fast nie das italienische Festland und das internationale Seerecht geht auch nicht davon aus, dass Schlepper Asylanten bewusst in untauglichen Booten aussetzt in der Annahme, dass sie gerettet werden und das internationale Seerecht schickt auch nicht Boote los, die Retten gehen und mit ihrem tun selbst zu Schleppern werden! Aber man kann natürlich alles schön reden - vor allem, wenn man selbst nicht betroffen ist!
  • Billy the Kid 10.08.2019 13:39
    Highlight Highlight Wie man in der Vergangenheit mit dem Thema umgegangen ist lässt für die Zukunft nichts Gutes ahnen.
    Das Beispiel Lybien zeigt das ganze Ausmass der katastrophalen globalen "Politik.
    Neben der fehlenden Vision für eine sinnvolle Zukunft ist man auch schlicht zu bequem. Als Politiker ist es eben einfacher die Migranten als Feindbild zu bewirtschaften, anstatt nachhaltige Lösungen für Probleme zu finden.
    Genau deswegen ist jetzt in ganz Europa und den USA die Stunde der populistischen Dummschwätzer gekommen, die dem Volk Angst, Hass, Fake News und falschen Stolz verkaufen.
    • RicoH 10.08.2019 16:32
      Highlight Highlight Offenbar hat es hier eine Menge Fans dieser populistischen Dummschwätzer.
    • schreiben was ist. 10.08.2019 17:17
      Highlight Highlight Billy. du hast recht. Du bist leider auch so einer.
    • Billy the Kid 10.08.2019 18:29
      Highlight Highlight @RicoH
      Trump, Salvini, Johnson und co. sind sich absolut bewusst was sie machen - ganz im Gegensatz zu der verarschten Wählerschaft. Die glaubt doch tatsächlich, dass solche Clowns irgendein "Geheimrezept" besitzen um die kompliziertesten Herausforderungen der Menschheit mit einem Zaubertrick wegzuhexen.
      Trotzdem ahnt selbst der Dümmste unter diesen Menschen wenigstens in seinem Unterbewusstsein, dass das alles ein billiger Taschenspielertrick ist. Aber man will sich ja auch selber überhaupt nicht mit den eigenen Horizont übersteigenden Themen tatsächlich beschäftigen - nur nach unten treten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 10.08.2019 13:35
    Highlight Highlight Aus Sicht vieler Multikuliträumer ist Beat Stauffer ein Rechter, auch Peter Blumschi könnte es so ergehen. Dabei diskutieren sie Migration Faktenbasiert. Einigen wird das nicht passen...
  • Ursus der Rächer 10.08.2019 13:31
    Highlight Highlight Zu viele Migranten in Europa (welche Zahl definiert das?) wird Europa scharf in rechts und links trennen und schlussendlich in einer grossen unvermeidlichen Konfrontation enden. Was ist zu tun? Wir müssen endlich begreifen, dass wir den afrikanischen Ländern vor Ort grosszügig und kräftig unter die Arme greifen und sehr konsequent dafür sorgen, dass dieses Geld DIREKT in den Wirtschaftsaufbau gehen wird und nicht mehr der Korruption der Herrschenden dient. Auch die reichen Europäer sollten das verstehen, sonst werden sie alles verlieren!
    • schreiben was ist. 10.08.2019 17:16
      Highlight Highlight Und wie?
      Auch die Hilfswerke scheinen ja selbst auch korrup zu sein.
  • Pisti 10.08.2019 13:30
    Highlight Highlight Solange Länder wie Algerien und Eritrea die illegalen Migranten nicht zurücknehmen, ist Abschottung die einzige Lösung. Fakt ist wenn sich die Leute hier illegal aufhalten werden sie zwangsläufig kriminell. Irgendwie müssen sie ja überleben. Salvini spricht somit lediglich die Wahrheit aus, auch wenn das vielen nicht passt.
    • RicoH 10.08.2019 16:16
      Highlight Highlight Welche Wahrheit spricht er denn aus?

      Diese Terminologie hatten/haben wir regelmässig auch in der Schweiz.

      Zuerst waren es die Italiener, die kriminell und für alles Übel in der Schweiz verantwortlich waren. Dann waren es die Tamilen.

      Redet heute kein Mensch mehr davon, da sie sich bestens integriert haben.
    • Pisti 10.08.2019 16:40
      Highlight Highlight Weder Italiener noch Tamilen halten sich illegal in der Schweiz, ihr Vergleich hinkt also gewaltig.
    • murrayB 10.08.2019 16:50
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hyperventilator 10.08.2019 13:20
    Highlight Highlight Leider wieder nur eine Blabla Lösung! Tönt auf den ersten Blick ja verlockend. Seit Jahrzehnten versucht der Westen mit Billionen von Franken die Lebensbedingungen in der Dritten Welt zu verbessern. Mit welchem Resultat? Es funktioniert einfach nicht! Und jetzt wird wieder das gleiche vorgeschlagenen. Ich höre es schon: Diesmal machen wir es ganz anders! Diemal funktionierts! Es wird auch diesmal nicht funktionieren. Afrika muss das selber lösen und wir müssen Härte zeigen, damit sie ihr Schicksal endlich selber in die Hand nehmen.
    • geissenpetrov 10.08.2019 15:40
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass die afrikanischen Staaten Gläubiger des Westens sind. Das intransparente Bankensystem des Westens (ja, auch die Schweiz) befeuert den illegalen Abfluss und führt dazu, dass die Länder ihre enormen Bodenschätze nicht kapitalisieren können.

      https://www.infosperber.ch/Wirtschaft/Kapitalflucht-aus-Afrika-ubersteigt-Entwicklungshilfe

      https://www.alliancesud.ch/de/politik/steuer-und-finanzpolitik/schwarzgeldabfluesse-aus-afrika-ueber-eine-billion

      https://www.nzz.ch/milliarden-aus-afrika-1.18099274
    • mastix 10.08.2019 15:41
      Highlight Highlight So ein Quatsch: Europa und der Westen insgesamt hilft Afrika nicht, im Gegenteil: Die Rohstoffe des Kontinents werden weiterhin ausgebeutet, ohne dass die Bevölkerung etwas davon hat ausser sklavereiähnliche Arbeitsbedingungen in den Minen. Die Herrschenden werden geschmiert und somit wird der Korruption Vorschub geleistet. Diktatoren werden mit Geld und militär. Hilfe an der Macht gehalten, weil das dem Norden lieber ist als eine demokratie, die mit der Ausbeutung Schluss machen würde. Die Entwicklungshilfe ist da nur nur Feigenblatt.
    • Billy the Kid 11.08.2019 03:20
      Highlight Highlight @Hyperventi
      Völlig lächerlicher Ansatz deinerseits.
      Als hätten die Maghreb-Staaten "Billionen" erhalten um irgendein Problem zu lösen.
      Du lebst in einer Parallelwelt oder bist schlicht bösartig. Was mir Sorge bereitet sind deine Zustimmungswerte - what the fuck.
  • Ueli der Knecht 10.08.2019 13:18
    Highlight Highlight Um die Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd zu verbesserung und auch verbindlicher zu gestalten, hätten wir letztes Jahr den Migrationspakt erarbeitet.

    Nur sind da natürlich wieder diejenigen Rechtspopulisten, welche die Probleme gar nicht lösen wollen, sondern möglichst viele solche Probeme erschaffen und bewirtschaften wollen, die sich am vehementesten gegen diesen Migrationspakt sträuben; notabene grösstenteils mit unwahren Behauptungen bis hin zu unverhohlenem Rassismus.

    Auch die Schweiz hat diesen Migrationspakt immer noch nicht unterzeichnet. Das ist beschämend. Heuchlerisch!
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 10.08.2019 16:23
      Highlight Highlight Weil der auch von linken Ökonomen kritisiert wird?
      Ausführlich hier:
      https://www.heise.de/tp/features/UN-Migrationspakt-verwaltet-weltweite-Ungleichheit-4224403.html
    • Ueli der Knecht 10.08.2019 20:29
      Highlight Highlight Hannes Hofbauer ist etwa gleich viel links wie Thilo Sarrazin. Auf jeden Fall sind das beides Rassisten. Es gibt natürlich auch linke Rassisten. Oder linke Populisten.

      Ich nehme an, dass auch Thilo Sarrazin für dich eine seriöse Quelle und Autorität ist, Zerpheros, um jeden Unsinn für richtig zu finden, welchen diese Leute in die Welt posaunen.

      Ich halte die Meinungen von Hofbauer und Sarrazin auf alle Fälle für ideologisch verblendete, rassistische und populistische Hetze.

      Diese Leute sind es, welche Migrationsprobleme gar nicht lösen sondern davon nur profitieren wollen.
    • PlusUltra 10.08.2019 20:59
      Highlight Highlight Liebe Comtesse, danke für den Link! Spannender und verständlicher Artikel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 10.08.2019 13:18
    Highlight Highlight Danke für den sachlichen Artikel!

    Was mich in der Diskussion beunruhigt, ist das Menschen und Motive wahllos in einen Topf geworfen werden. Schon die Unterscheidung in "Flüchtlinge" (Migrationsgrund: Bedrohung an Leib und Leben im Heimatland) und "Wirtschaftsmigraten" (Migrationsgrund: Hoffnung auf ein besseres Leben in einem anderen Staat) wird oft nicht gemacht.

    Herr Stauffer z.B. konzentriert sich auf die Wirtschaftsmigranten. Seine Vorschläge könnten da tatsächlich nützlich sein. Für Flüchtlinge aber taugen sie nichts.
    • kamä_leon 10.08.2019 15:14
      Highlight Highlight Im Monent kommen hauptsächlich Wirtschaftseinwanderer und keine Flüchtlinge. Ein Riesengeschäft für Schlepper zu denen auch Frau Kapitänin Rackete mit ihren Auftraggebern der Deutschen Regierung angehòrt. Das ist schmutzige Politik, ausgetragen auf dem Buckel von illegalen Einwanderern.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 10.08.2019 18:48
      Highlight Highlight @Kamä
      Aha, und das weißt du woher so genau?
      Hast du mit allen gesprochen und hattest dadurch die Möglichkeit eine Statistik mit Millionen von Menschen zu erstellen, in welcher aufgeführt ist, wer aus welchem Grund aus seiner Heimat einen potentiell tödlichen Weg auf sich genommen hat?
  • geissenpetrov 10.08.2019 13:02
    Highlight Highlight Die Staaten Afrikas haben ein riesiges Potential, was ihre wirtschaftliche Entwicklung angeht.
    Das Problem sind die G20, bzw. deren Konzerne, die weiterhin eine Politik der grenzenlosen Gewinnmaximierung betreibt und damit den globalen Süden ausnimmt, wie eine Weihnachtsgans.

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    Der Lösungsansatz wäre simpel:

    - Die Staaten Afrikas sollen in supranationalen Vereinigungen mehr Mitsprachrecht erhalten, Schutzzölle einrichten, und Abgaben auf Exporte einfordern dürfen.

    - Der Westen bzw. dessen Konzerne sollen in die Verantwortung genommen werden.
    • Gipfeligeist 10.08.2019 14:20
      Highlight Highlight @geissenpetrov
      Stimme dir absolut zu, auch wenn ich anscheinend der einzige bin... Das Wirtschaftswachstum der nächsten Jahre wird in Afrika stattfinden, Äthiopien verzeichnet zweistellige Wachstumsraten.
      Dieser Wirtschaftsaufschwung sollte dazu genutzt werden, den Menschen vor Ort zuversicht & Arbeit zu geben
    • aglio e olio 10.08.2019 14:28
      Highlight Highlight Absolut richtig, wie ich finde. Nur so können für die dortige Bevölkerung langfristig Perspektiven vor Ort entstehen.
      Was ich grade nicht nachvollziehen kann, ist das H/B Verhältnis für diesen Kommentar, 3/23 im Moment. Kommen die Blitze von denen, die Europa am liebsten abriegeln wollen? Gerade jene sollten doch am ehesten dafür sein. Schreibt mal etwas dazu.
    • RicoH 10.08.2019 14:41
      Highlight Highlight Die ganzen Blitze zu diesem Kommentar zeigen auf, dass viele Menschen

      - nicht wissen
      - nicht wissen wollen
      - schlichtweg ignorieren
      - ihnen am Arsch vorbeigeht

      dass Europa (inklusive der Schweiz) Afrika nach wie vor ausbeutet und somit mitverantwortlich für die Armut des Kontinentes ist.

      Kurz gesagt: WIR tragen zur Armut in Afrika bei. Und WIR sind der Meinung, dass uns das Ganze nichts angeht?

      Ich schäme mich für diese menschenverachtende Schicht in unserer Bevölkerung. Nur weil ihr in der Schweiz geboren wurdet, heisst das noch lange nicht, dass ihr etwas besseres seit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gipfeligeist 10.08.2019 13:01
    Highlight Highlight Eine Diskussion über das Thema ist unausweichlich. Fluchtursachen verschwinden nicht von Heute auf Morgen, aber Entwicklungshilfe sollte in unserer reichen Welt höheren Stellenwert haben.

    Damit meine ich nicht Spenden an korrupte Regime, sondern Bau von Schulen, Investitionen in Infrastruktur, Forschungskolaborationen und Förderung von nachhaltiger (sozial wie ökologischer) Politik
    • redeye70 10.08.2019 14:02
      Highlight Highlight Dies wurde jahrzehntelang gemacht. Was bleibt unter dem Strich? Kaum ein afrikanisches Land hat es geschafft aus der Korruption und einhergehender wirtschaftlichen Misere herauszukommen. Bevor sich die Kultur nicht ändert, wird es keine positive Entwicklung geben. Beispiel Südafrika: Der ANC hat das Volk vergessen. Die Parteibonzen leben im Luxus, der durchschnittliche schwarze Bürger haust in einem Bretterverschlag im Township.
    • geissenpetrov 10.08.2019 15:25
      Highlight Highlight @redeye70
      Die ANC hat nicht das Volk vergessen, sondern wurde vom Westen gekauft. Unter dem Druck des von IWF und Weltbank erlassenen GEAR-Massnahmenpaketes wurde Südafrika zu einem Austeritätsregime. So ist das geschriebene Recht des Apartheidsystems abgeschafft, aber der freie Markt wirkt als ein Mechanismus, der fast ebenso effektiv für den Fortbestand der Apartheidstrukturen sorgt.
      Dazu gibt es einige gute Bücher, die ich Dir zu lesen dringend empfehle.
    • redeye70 10.08.2019 23:32
      Highlight Highlight @geissenpetrov
      Mag ja sein aber die Parteibonzen leben dennoch im Luxus und veruntreuen Steuergelder. Das ist kaum die Schild des IWF.
  • Anded 10.08.2019 12:21
    Highlight Highlight Schön, dass der Titel des Artikels ohne „Flüchtling...“ auskommt. So kann sich die Diskussion auch aufs wesentliche verlagern.
    • Ueli der Knecht 10.08.2019 13:11
      Highlight Highlight Ich würde allerdings behaupten, dass die meisten Leser dieses Titels den Term

      "auf beiden Seiten dominiert die Heuchelei"

      nicht als "auf beiden Seiten des Mittelmeers" verstehen, sondern in ein Links-Rechts-, bzw. Gutmenschen-gegen-Rechtsopulisten-Schema einordnen, und sich darin bestätigt sehen, dass ihre ideologischen Gegner Heuchler seien.

      Insofern finde ich den Titel dennoch ungeschickt. ;)
    • flying kid 10.08.2019 14:02
      Highlight Highlight Ach Ueli, der Einzige der wieder mal nur im Links-Rechts Schema denkt, bist du.
      Die meisten Watson- Leser scheinen genug intelligent zu sein, den Titel richtig zu verstehen.
    • Le Tintin 10.08.2019 14:04
      Highlight Highlight Es empfiehlt sich daher nach dem Titel den fett gedruckten Lead zu lesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl Marx 10.08.2019 12:17
    Highlight Highlight Wer das Klima schützen will, muss gegen die Migration einstehen. Jeder Mensch aus Aufrika der in Europa lebt braucht massiv mehr CO2.
    • Le Tintin 10.08.2019 14:08
      Highlight Highlight Wie bitte? Dann kann jede/r sich weiterhin so verhalten, wie er/sie sichs gewohnt ist? Schuld wären ja dann die Migranten? Ihren Gedankensprung finde ich gelinde gesagt dekadent.
    • Heugümper 10.08.2019 14:11
      Highlight Highlight Tönt zynisch stimmt aber trotzdem
    • RicoH 10.08.2019 15:11
      Highlight Highlight Ja genau, jeder afrikanische Migrant kauft sich natürlich gleich als erstes einen Porsche, ein Haus, ein Boot,....

      Selten so eine dümmliche Aussage gelesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MacB 10.08.2019 12:11
    Highlight Highlight Spannend Herr Blunschi, danke für den Buchtipp und den Denkansatz.

    Es ist gut, mal eine sachliche Stimme zu hören und nicht nur das Geschrei von Salvini oder offenen Grenzen.

  • Chrisiboy 10.08.2019 12:05
    Highlight Highlight Klar ist es ein Drecksjob, den Salvini da machen muss, würde er es nicht tun, dürften die Italiener nämlich selber schauen wie sie das Problem lösen könnten. Das "Erfolgs- und Friedensmodell" EU funktioniert nämlich nur bei Schönwetterbedingungen.

    Die Aussage "Europa müsse deshalb dem Maghreb für einen Migrationskompromiss «etwas Substanzielles» anbieten" ist völlig Falsch, Europa muss denen gar nichts anbieten, aber sollte ganz klar jede illegale Migration rigoros unterbinden. Absaufen müssen die Menschen nicht, aber unverzüglich zürck vor die nordafrikanische Küste geschleppt werden.
    • Le Tintin 10.08.2019 14:14
      Highlight Highlight Fragt sich nur, warum es für viele Menschen in Afrika unmöglich ist, ein menschenwürdiges Leben zu leben. In einem Kontinent mit derart vielen Bodenschätzen! Ob hier der „Westen“ seine Finger im Spiel hat und dafür auch (seine) Verantwortung übernehmen muss? Denken Sie mal darüber nach.
    • Chrisiboy 10.08.2019 14:23
      Highlight Highlight @Le Tintin...Wir müssen uns nicht Gedanken über den Rest der Welt machen, das dürfen die Länder schon selber tun. Sonst hätte man die Kolonien nicht in die Freiheit entlassen müssen, wäre das besser gewesen?
    • sowhat 10.08.2019 15:00
      Highlight Highlight Ach Chrisiboy, so einach ist es nun wirklich nicht.
      Unsere Art zu wirtschaften funktioniert da nicht. Wir nehmen sie also aus und lassen ihnen damit keine Chance, es selbst in den Griff zu kriegen. Ich glaube es macht wohl Sinn das Buch zu lesen und erst dann Lösungen zur Diskussion anzubieten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 10.08.2019 11:55
    Highlight Highlight Endlich mal jemand der etwas komplexer denken kann!

    Leider sind die Lösungsvorschläge unbrauchbar, wenn auch wesentlich konkreter als das Politikergewäsch: "Man muss die Ursachen bekämpfen!"

    Legale Migration ist ja in Ordnung. Hilft aber überhaupt nicht um die Massen an Migrationswilligen zu mindern.
    • geissenpetrov 10.08.2019 14:15
      Highlight Highlight "Legale Migration ist ja in Ordnung. Hilft aber überhaupt nicht um die Massen an Migrationswilligen zu mindern."

      Und Dein Vorschlag?
    • sowhat 10.08.2019 15:03
      Highlight Highlight Ohjeh, wenn also die vorgebrachten Lösungsvorschläge in deinen Augen "unbrauchbar" sind, wie leuten dann Deine, bitte?
  • Heinz Maag 10.08.2019 11:39
    Highlight Highlight Hätte die EU den arabischen Frühling nicht mitgemischt, wäre es nicht so weit gekommen. Libyen war vor dem Bürgerkrieg mit Kaddafi an der Macht ein reiches Land. Auch Tunesien ging es besser, aber die EU brauchte EU freundliche Regierung und der Sturz begann.... Leider wird in einigen Ländern die der Sturz nicht geklappt hat weiter versucht.
    • Rabbi Jussuf 10.08.2019 14:12
      Highlight Highlight Maag
      Dummes Zeug.
      Gaddafi wäre so oder so gestürzt worden. Es war einfach naiv anzunehmen, nachher würde alles besser.
      Die Migranten nach Italien gab es bereits unter Gaddafi. Das hat also mit diesem Diktator oder dem System in Libyen wenig zu tun.
  • Raphael Stein 10.08.2019 11:38
    Highlight Highlight Es brauche massive Investitionen in ganz Nordafrika, damit die Menschen dort bleiben und gut leben 

    Wohl der Schlüssel zum Thema.
  • rudolf_k 10.08.2019 11:38
    Highlight Highlight Es gibt keine Alternative zur Abschottung. Ein wirtschaftlicher Aufschwung in Nordafrika würde die Region einfach noch attraktiver für innerafrikanische Migration machen. Somit würde der Druck auf Europa auch kaum abnehmen. Afrika muss seine Probleme selbst lösen. Das ist und kann nicht unser Problem sein.
    • sowhat 10.08.2019 15:05
      Highlight Highlight Ah, ja stimmt die Zitrone ist ausgepresst. Jetzt soll sie selbst sehen, wie sie zu rande kommt 🤦🤦‍♂️
    • RicoH 10.08.2019 15:18
      Highlight Highlight Ein erster Schritt wäre, den Profit aus den Bodenschätzen Afrika und nicht Europa zukommen zu lassen.

      Und nein, solange europäische und im Besonderen schweizerische Rohstoffgiganten den Kontinent ausbeuten, kann Afrika seine Probleme nicht selbst lösen. Somit ist und bleibt es unser Problem.
    • sowhat 10.08.2019 15:25
      Highlight Highlight Richtig RicoH
      genau da ist der Haken
  • Max Dick 10.08.2019 11:25
    Highlight Highlight Das mit der verbesserten Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Ländern ist leider viel einfacher gesagt als getan. Es ist nicht so, dass du mal 10 Mia (oder wieviel auch immer) nach Tunesien rüberschicken kannst und die das Geld dann nachhaltig in ihre Wirtschaft investieren. Das Geld würde dann eher in ihrer korrupten Elite landen, wie so oft mit Entwicklungshilfe.
    • Herbert Bichler 10.08.2019 11:55
      Highlight Highlight Richtig und deshalb sind diese Eliten auch nicht interessiert, dass die Situation wirklich besser wird. Das Leid anderer Menschen ist halt sehr sehr lukrativ. Flüchtlinge eignen sich hervorragend als Druckmittel und der Euro rollt bequem.
    • Maracuja 10.08.2019 12:43
      Highlight Highlight @Max Dick: Das mit der verbesserten Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Ländern ist leider viel einfacher gesagt als getan

      Gratis wird Europa keine Rücknahmeabkommen erhalten, weder mit den Magreb-Ländern noch mit anderen Staaten, Wichtig ist, das allfällige finanzielle Hilfe wenigstens z.T. zweckgebunden ist (z.B für Ausbildung) und dass die Gelder nur fliessen, wenn die Empfängerländer ihren Verpflichtungen auch nachkommen. Dürfte teuer werden, aber in Europa wird ja immer betont, wie wichtig Hilfe vor Ort wäre.
    • redeye70 10.08.2019 13:54
      Highlight Highlight Genau das ist das Problem. Alles Geld nützt nichts, wenn dort solch eine Korruption herrscht. Es ist aber auch nicht unsere Aufgabe, deren Probleme zu lösen und ihre gescheiterten Bürger aufzunehmen. Ich kann einer Carola Rackete nichts abgewinnen. Sie präsentiert sich gerne als Heldin, verschärft aber das Problem der Migration nach Europa ebenso. Die Lösung liegt alleine ihn den Ursprungsländern der Flüchtlingsströme. Die Afrikaner müssen sich ihren (hausgemachten) Problemen selbst stellen.
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  • Saskia Müller 10.08.2019 11:19
    Highlight Highlight ...mit Masseninvestitionen Nordafrika helfen! Sehr naive Einstellung, die gierigen Eliten werden kaum etwas an die einfache Bevölkerung weitergeben, aber Hans und Fritz soll bezahlen. Kein Wort das Nordafrikaner eine enorm minderwertige Mentalität im Zusammenleben haben, da bringen Milliarden nichts. Die Waage der Heuchelei ist eher auf Seite der selbsternannten Komfortnotretter. Früher ging man noch nach Afrika, um zu helfen. Heute macht man daraus ein Homeoffice aus der Kapitänskajüte.
    • Binnennomade 10.08.2019 14:25
      Highlight Highlight Nordafrikaner haben eine enorm minderwertige Mentalität im Zusammenleben?! Schliifts??!!!!
    • schreiben was ist. 10.08.2019 14:33
      Highlight Highlight binnenomade

      Denk bitte mal an die Vorfälle in Köln...
    • bbelser 10.08.2019 16:48
      Highlight Highlight Was für eine Überforderung für die armen Europäer: sie müssten tatsächlich ihre massiven Investitionen intelligent in den afrikanischen Staaten einbringen statt Warlords und korrupte Eliten zu bedienen. In den Jahrhunderten des Kolonialismus und der kapitalistischen Ausbeutung der afrikanischen Völker waren die Europäer allerdings immer so intelligent, da kamen die Milliarden, die dort ausgepresst wurden, erstaunlicherweise immer am richtigen Ort an. Die paar Flüchtlinge, die wir retten, sind Peanuts gegenüber den wirklichen Schulden Europas.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derWolf 10.08.2019 11:18
    Highlight Highlight Es distanziert sich von einer unreflektierten «Willkommenskultur» genauso wie von einer simplen Abschottungs-Logik. Europa müsse ein neues Verhältnis zu seinen Nachbarn am Südrand des Mittelmeers finden, meint Stauffer. Andernfalls seien «schwierige Szenarien denkbar und lang anhaltende Konflikte zu befürchten».

    Wäre dieses Buch doch politisches Programm. Den dies ist die Zukunft und ein gangbarer Weg. Es müssen vernünftige Lösungen her. Die Hitzköpfe ganz Links und ganz Rechts werden es aber schon zu verhindern wissen. Ich hoffe die Vernunft siegt endlich. Aber eben; es ist nur ein Buch.
  • MadScientist42 10.08.2019 11:17
    Highlight Highlight Super Artikel.
    Schön, dass es auch noch einen einigermassen sinnvollen Ansatz zwischen den beiden Extrempositionen gibt.

    Nur sind es wirklich die frustrierten, gescheiterten, kriminellen Leute, die "rübergeschickt" werden, oder eher die Leute, in die am meisten Hoffnung gesteckt wird?
    Denn für eine Schlepperfahrt ist sehr teuer und oft nur finanzierbar wenn eine Familie Geld zusammenlegt. Soviel Geld investiert man ja kaum ins "schwarze Schaf" der Familie.
    Deshalb könnten Magrebstaaten durchaus an einer Rücknahme interessiert sein...
    • schreiben was ist. 10.08.2019 13:10
      Highlight Highlight Man muss den Behörden dieser Staaten Geld geben. (Schmiergeld zahlen) Dann nehmen sie ihre Kriminellen auch wieder zurück.
      Die CH tut gut darf, auch unkonventionelle Wege zu gehen und nicht allzeit den Musterschüler zu geben.
    • John Henry Eden 10.08.2019 13:22
      Highlight Highlight Welche Schlepper?

      Es gibt mehr als genug reguläre Schiffsfahrten von Tunesien und Marokko aus. Ein Reisevisum für Europa zu bekommen, ist für junge Tunesier und Marokkaner kein Problem.

      Weder Tunis noch Rabat legen diese Leuten Steine in den Weg. Sie sind, wie im Buch steht, sogar froh, wenn sie gehen und bleiben.
    • Nüübächler 10.08.2019 13:59
      Highlight Highlight Vielfach ist eben der Gedanke einer Familie dass der Sohn dann Geld aus Europa nach Hause schickt und somit der Familie das Überleben sichert. Da haben die Herkunftsländer absolut kein Interesse an Rücknahme, für ein paar Länder ist dieses Geld ein grosser Teil der Staatseinnahmen. Siehe Eritrea.
  • #Technium# 10.08.2019 11:16
    Highlight Highlight Afrika muss lernen selbe auf die Beine zu kommen. Die jahrelange Entwicklungshilfe führte ins Leere. Radikal jede Hilfe stoppen, Grenzen dicht, unmittelbare Rückschaffung von Flüchtlingen. Nur so wird es Afrika auf Dauer auf eigene Faust schaffen.
    • sowhat 10.08.2019 15:14
      Highlight Highlight Und in der Zwischenzeit nehmen wir sie wirtschaftlich weiter aus.
      Ja doch, so kanns funktionieren 🤦‍♂️
    • RicoH 10.08.2019 15:29
      Highlight Highlight Wir können uns nur wünschen, dass es Afrika aus eigener Kraft schafft. Leider verhindert das u.A. die Profitgier europäischer (schweizerischer) Rohstoffgiganten.

      Kurz gesagt: solange Afrika von Europa ausgebeutet wird, wird sich die Lage nicht ändern.
    • bbelser 10.08.2019 16:58
      Highlight Highlight Jahrelange Entwicklungshilfe?? Das ist doch wohl ein Witz. Unsere unter Tränen abgerungenen Entwicklungshilfegelder sind Peanuts angesichts der Schulden Europas am afrikanischen Kontinent durch zuerst kolonialistische und später kapitalistische Ausbeutung.Bitte mal die ganze Rechnung aufmachen! Sobald Europa mal seine ganze Schuld beglichen hat, dann ist Rückzug sinnvoll. Leider ist aber die Ausbeutung Afrikas für unsere Luxus-Konsum-Bedürfnisse so lukrativ, dass kein Politiker sich jemals die Finger an echten Lösungen verbrennen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hü Hopp Hü 10.08.2019 11:09
    Highlight Highlight Endlich! Eine sachliche Sicht auf das Thema. Europa und auch die Schweiz sollten endlich das grundsätzliche Problem gemeinsam mit den afrikanischen Staaten lösen. Der zunehmende Nationalismus beschäftigt mich mehr als die Flüchtlingsströme.
    • sowhat 10.08.2019 15:16
      Highlight Highlight Mich auch, mich auch!
      Hat leider im Sorgenbarometer von Watson gefehlt...

      Ok offtopic, aber gute Gelegenheit ; )
    • derWolf 10.08.2019 17:33
      Highlight Highlight Um das geht es ja in dem Buch. Das Eine zieht das Andere nachsich.
  • Hier Name einfügen 10.08.2019 11:01
    Highlight Highlight Die einzige Möglichkeit dieses Problem langfristig zu lösen, ist das Australische Model. Nulltoleranz bei illegaler Migration,strikte Abschottung, strikte Rückschaffung, notfalls auch in Auffanglager.
    Dafür im Gegenzug erleichterte Einreise und Arbeitsbewilligung für (Hoch-) Qualifizierte und Spezialisten, die in der Lage sind, etwas zu unserer Gesellschaft beizutragen.
    • RicoH 10.08.2019 15:38
      Highlight Highlight Mir fehlen die Worte... noch egoistischer geht es wohl nicht.

      Du bist ja geradezu ein Musterexemplar eines homo alpines rosinenpicker. Wer dich als Freund hat, braucht keine Feinde.
    • mastix 10.08.2019 15:50
      Highlight Highlight Genau. Schicken wir doch die Flüchtlinge wie Australien auf Inseln wie Nauru und Manus und lassen wir sie dort jahrelang in prekären Camps eingesperrt, ohne Chance auf ein Asylgesuch, bis die alle Selbstmord begangen haben.

      Ach herrjeh, das machen wir ja eigentlich schon mit Lesbos und Chios...

  • TWilli 10.08.2019 10:59
    Highlight Highlight "Nur" ausnützen und Gewinn maximieren wie es "der Westen" macht geht halt nicht. Irgendwo gibt es Verlierer und Probleme. Wäre schön wenn diese Probleme minimiert würden und etwas gleicher verteilt auf der Welt. Mit dem wenigen Geld das ein Asylbewerber hier in Europa kriegt, könnte er in Afrika gut leben. Aber wir schliessen lieber die Grenzen und lassen in beiden Regionen die Leute am Rand der Gesellschaft leben
    • P. Silie 10.08.2019 11:42
      Highlight Highlight @ TWilli: "Mit dem wenigen Geld das ein Asylbewerber hier in Europa kriegt, könnte er in Afrika gut leben."

      Ich habe ein bisschen Angst Ihren Gedanken weiterzuverfolgen.. hört sich fast an wie ein bedingungsloses Grundeinkommen für junge Leute in Afrika, grosszügig finanziert durch u.A. meine Steuergelder... Bitte korrigieren Sie mich.
    • Tagedieb 10.08.2019 11:57
      Highlight Highlight ...ist ja auch scheinheilig: erst abzocken und ausnützen und nachher wieder den Helfer spielen (Europa)
      - Viel besser wäre gar nicht erst abzocken.
    • Bartli, grad am moscht holä.. 10.08.2019 13:42
      Highlight Highlight Wenn alle afrikanischen diktatoren, war lords und korrupten beamten für ihr volk sorgen würden als es auzubeuten und sich vom westen korumpieren zu lassen, ginge es da sehr sehr sehr vielen menschen besser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • schreiben was ist. 10.08.2019 10:54
    Highlight Highlight „Gratis ist das nicht. Es brauche massive Investitionen in ganz Nordafrika, damit die Menschen dort bleiben und gut leben könnten.“

    Dies ist reine Erpressung. Gebt Geld oder wir werden euch weiterhin unsere „rebellischen“ Jung schicken.

    Es braucht keine bessere „Verteilung“. Auch bei bester Verteilung kann Europa nich hunderte Millionen Afrikaner aufnehmen.

    Europa brachte Grenzschutz!
    NOW !
    • sowhat 10.08.2019 15:24
      Highlight Highlight Investieren heisst nicht Geld geben, sondern eine Grundlage bauen, damit die Leute dort sich was erarbeiten können. Und investieren bedeutet gleichzeitig, es gibt einen cashback, wenn man es gut macht.
    • RicoH 10.08.2019 15:42
      Highlight Highlight Wohin brachte den Europa den Grenzschutz?
    • schreiben was ist. 10.08.2019 16:52
      Highlight Highlight Rico

      Ich warte bis heute auf einen Grenzschutz für Europa.

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