DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wegen Armenien-Erklärung: Türkei zieht den Botschafter aus Wien ab



Die Türkei hat wegen einer Erklärung des österreichischen Parlaments zu den Massakern an den Armeniern vor 100 Jahren ihren Botschafter aus Wien abgezogen. Das Aussenministerium in Ankara sieht die Beziehungen der Länder wegen der Erklärung als beschädigt an.

Botschafter Hasan Gögüs sei daher zu Beratungen in die Türkei beordert worden, teilte das Aussenministerium am Mittwochabend in Ankara mit.

Turkish President Recep Tayyip Erdogan gestures during a brief press conference at the Cotroceni presidential palace in Bucharest, Romania, Wednesday, April 1, 2015. Two members of a banned leftist group and a prosecutor they held hostage inside a courthouse in Istanbul died Tuesday after a shootout between the hostage takers and police, officials said. Erdogan is on an official visit to Romania. (AP Photo/Vadim Ghirda)

Recep Erdogan, der Präsident der Türkei. Bild: Vadim Ghirda/AP/KEYSTONE

Die im österreichischen Parlament vertretenen Parteien hatten am Mittwoch eine Erklärung unterzeichnet, in der die Gewalt gegen die Armenier als Völkermord anerkannt wird. Anschliessend erinnerten die Abgeordneten mit einer Schweigeminute an die Opfer der Verbrechen.

Die Erklärung hat allerdings rein symbolischen Wert, weil sie nicht zur Abstimmung vorgelegt wird. Dennoch stellt sie einen ersten Schritt bei der Anerkennung der Massaker an den Armeniern durch Truppen des Osmanischen Reichs vor 100 Jahren dar. 

Nach Darstellung der Armenier starben damals bis zu 1.5 Millionen Armenier im Zuge einer gezielten Vernichtungskampagne. Die Türkei bestreitet dagegen, dass es sich um einen Völkermord handelte. Österreich-Ungarn zählte im Ersten Weltkrieg wie auch Deutschland zu den Verbündeten des Osmanischen Reichs. 

Eine Einordnung der Massaker als Völkermord nehmen bislang weniger als zwei Dutzend Staaten weltweit vor. (feb/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Tunesiens Präsident feuert Regierungschef und übernimmt Amtsgeschäfte

Tunesiens Präsident Kais Saied hat Ministerpräsident Hichem Mechichi in einem überraschenden Schritt seines Amtes enthoben und die Arbeit des Parlaments vorerst ausgesetzt. Er selbst werde die Regierungsgeschäfte gemeinsam mit einem neuen Ministerpräsidenten übernehmen, kündigte Saied am Sonntagabend nach einem Krisentreffen mit Vertretern von Militär und Sicherheitsbehörden an. Zudem werde die Immunität sämtlicher Abgeordneter aufgehoben.

Die Ankündigungen folgen auf regierungskritische …

Artikel lesen
Link zum Artikel