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Über 40 Tote bei US-Luftangriff auf Islamisten in Libyen



US-Kampfflugzeuge haben am Freitag die westlibysche Stadt Sabratha angegriffen und nach Angaben des Bürgermeisters dabei etwa 40 Menschen getötet. Ein Militärsprecher sagte, Ziel der Angriffe sei ein ranghoher tunesischer Extremist gewesen.

Er sei der 2015 in Anschläge in Tunesien verwickelt gewesen. Die «New York Times» berichtete, beim Mann habe es sich um Noureddine Chouchane gehandelt. Er soll hinter den Attentaten auf ein Museum und an einem Strand in Tunesien gesteckt haben.

Angriff am frühen Morgen

Bürgermeister Hussein al-Thwadi sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Flugzeuge seien gegen 3.30 Uhr Ortszeit gekommen und hätten ein Gebäude im Stadtbezirk Kasr Talil bombardiert, in dem ausländische Arbeiter gewohnt hätten. 41 Menschen seien dabei getötet und sechs verletzt worden. Die Opferzahlen konnten von anderer Seite nicht bestätigt werden.

Six U.S. Air Force F-16 Fighting Falcons from Aviano Air Base, Italy, are seen at Incirlik Air Base, Turkey, after being deployed, in this U.S. Air Force handout picture taken August 9, 2015.   REUTERS/U.S. Air Force/Senior Airman Michael Battles/Handout   THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Amerikanische F-16-Kampfflugzeuge auf der NATO-Stützpunkt Aviano in Norditalien.
Bild: US AIR FORCE/REUTERS

Sabratha liegt nahe der Grenze zu Tunesien und gilt im Westen auch als ein Gebiet, in dem die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) präsent ist. Tunesische Sicherheitskräfte gehen davon aus, dass IS-Kämpfer aus ihrem Land in Lagern bei Sabratha ausgebildet worden seien.

Waffen gefunden

Der Bürgermeister sagte, Regierungsvertreter hätten den Ort des Geschehens besichtigt. Im Gebäude seien Waffen gefunden worden. Details nannte er nicht. Unter den Toten seien einige Tunesier, ein Jordanier und zwei Frauen.

In Libyen herrscht seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi ein politisches Vakuum. Zwei von unterschiedlichen Rebellengruppen unterstützte Regierungen beanspruchen die Macht.

In der Situation hat der IS Fuss gefasst. Seine Hochburg hat er in Sirte. Militärexperten rechnen mit einer Militärintervention des Westens in Libyen, um ein Erstarken des IS wie in Syrien und in Irak zu verhindern.

(sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 20.02.2016 17:04
    Highlight Highlight Es geht bei diesem Kampf sunnitische Muslime gegen schiitische Muslime. Der Westen hat sich schon vor Jahrzehnten auf die Seite der Sunniten geschlagen, weil diese mehr Öl haben. Deshalb auch die seit Jahrzehnten geförderte Einwanderung von sunnitischen Muslimen nach Europa. Die Sunniten werden auf lange Sicht gewinnen und sich im Jemen, Syrien, Lybien und im Irak alles einverleiben. Der Daesh (IS) könnte zudem als Grossstaat dauerhaft bestehen bleiben.
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